Absteigen vom toten Gaul und etwas anderes machen

13.3.2018 – Ein unfairer Umgang mit den Vertriebsmitarbeitern: Wer heute in der Ausschließlichkeits-Organisation (AO) arbeiten möchte, wird von den Versicherern großteils nicht mehr geschätzt.

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Obwohl die Vorstände genau wissen, dass das Geschäft durch Regulierung, komplizierte Produkte, Beratungsdokus, Stornohaftung von vielen Jahren et cetera nicht leichter geworden ist, wird immer mehr abverlangt, werden keine ordentlichen Bestände mehr vergeben, sondern nur kurzfristige Handelsvertreter-Verhältnisse eingegangen. Nach dem Motto, einen Vertriebler muss man schnell wieder loswerden können.

Die Politik tut noch den Rest dazu, indem den Vertrieblern ständig unterstellt wird, kriminell zu beraten. Der Kunde selbst hält von den Versicherungsheinis ebenfalls nichts, da dies ja die Medien auch ständig so befeuern. Allerdings begeht man hier einen großen Fehler, weil eine bedarftsorientierte Beratung nicht digitalisiert werden kann. Auch keine Künstliche Intelligenz kann dies.

Was mit normalen Kunden geschieht, kann man sehr schön in England beobachten. Dort gibt es nämlich kaum noch Beratung und somit keine richtige Absicherung mehr. Nur die besonders betuchten Klienten können sich eine Finanzplanung leisten.

Fazit also: Der Beruf des Versicherungs-Vermittlers hat keinerlei Reputation mehr, Regulierung und Bürokratie verderben den Spaß und das Einkommen stimmt hinten und vorne nicht mehr. Also absteigen vom toten Gaul und etwas anderes machen.

Werner Herrmann

postmaster@herrmann-finanz.de

zum Artikel: „Beschäftigtenzahl in der Assekuranz sinkt auf neuen Tiefstand”.

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