16.9.2026 – Die Entwicklung bis zum Beginn der Rentenphase der Riester-Rente oder der Auszahlung des Auszahlplans ist allerdings zu kurz gedacht. Selbst bei einem um 30 Prozent höheren Guthaben bei Rentenbeginn der Riester-Rente gegenüber dem Auszahlplan sind deren Renten oft niedriger als die Auszahlungen des Auszahlplans bis Alter 85.
Und wer vor Alter 85 stirbt, kann das restliche Vermögen des Auszahlplans vererben, wohingegen das Kapital der Riester-Rente zugunsten der Versichertengemeinschaft verfällt. Wenn zugunsten eventuell vorhandener Erben keine besonderen Vereinbarungen dazu getroffen sind, die dann aber auch vorab Geld kosten oder die Renten nochmal vermindern − etwa für lange Rentengarantiezeiten.
Die Riester-Rente eignet sich aber unter Umständen dennoch für diejenigen, die auf ein weit über Alter 85 hinausgehendes Leben spekulieren und auf deren Rentenzahlungen dann auch noch wirtschaftlich angewiesen sind. Auch dieses Argument für die Riester-Rente erledigt sich aber, wenn man schon ab Rentenbeginn auf die höheren Auszahlungen des Auszahlplans angewiesen ist, weil die Riester-Rente bereits dann nicht ausreicht, um mit allen anderen Einkünften zusammen die Lebenshaltungskosten zu finanzieren.
Peter Schramm
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