21.4.2023 – Im Vertrieb zählt immer noch menschliche Intelligenz und Qualität auf hohem Niveau. Ich kann das mit der künstlichen Intelligenz (KI) nicht mehr hören, vor allem nicht im Vertrieb.
KI soll also die Absprungsrate minimieren? Da kann ich nur lachen. Ein mir bekannter Kollege hat sich dieses Instrument als Projekt für ein Jahr zunutze gemacht. Das Ergebnis: Umsatzrückgang und Kundenabrieb.
Warum? Weil einiges falsch gelaufen ist. Beispielsweise wurden Kunden mit existierenden Verträgen angeschrieben mit der Bitte, sie sollen doch genau diese Verträge abschließen und so weiter. Die Ursache des Fehlers hat man nie gefunden, auch nicht vor dem Computer.
Im Vertrieb müssen andere Themen vorherrschen, über die sich mal alle Gedanken machen sollten wie zum Beispiel: Wie kann man Menschen mit geringen Einkommen gut versichern? Wie kriege ich Kunden in die Berufsunfähigkeits- oder Krankenversicherung trotz Vorerkrankungen und/oder ungewünschter Berufe?
Wie kann man die Kfz-Versicherung für den Vertrieb attraktiver vergüten? Wie kann man den Vertrieb überhaupt attraktiver vergüten? Wie könnte eine private Arbeitslosen-Versicherung aussehen, die es immer noch nicht gibt?
Also Fragen über Fragen, die keine KI beantworten kann, sondern Fachleute mit einem Hirn im Kopf und mit deren Antworten man ganz nebenbei nicht nur mehr Abschlüsse macht, sondern echte Kundenbindung betreibt.
Helmut Brunner
zum Artikel: „Künstliche Intelligenz im Vermittlervertrieb: Wie kann sie helfen?”.




