WERBUNG

Die (un)profitabelsten Hausratversicherer

7.11.2018 – Der Versicherungszweig Hausrat war auch 2017 für die 50 größten Anbieter zum Teil hoch profitabel. Alle erzielten eine kombinierte Schaden-Kosten-Quote von unter 100 Prozent. Dies zeigt der „Branchenmonitor 2015-2017: Hausratversicherung“. Auf den mit Abstand besten Wert kam die WGV, auf den höchsten die Öffentliche Braunschweig.

WERBUNG

Die verbundene Hausratversicherung gehört bereits seit Langem zu den ertragsreichsten Versicherungszweigen in der Schaden-/ Unfallversicherung. Im vergangenen Jahr haben die im Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) organisierten Versicherer 25 Cent Gewinn pro Beitragseuro geschrieben.

Seit 2002 schwarze Zahlen

Dabei ist die kombinierte Schaden-Kosten-Quote zum vierten Mal in Folge zurückgegangen – auf den zweitniedrigsten Wert seit 2002. Nur 2008 lief es für die Branche noch besser, wenn auch mit 74,9 Prozent nur minimal. Im Jahr 2002 machten die Hausratversicherer hingegen nur drei Cent Gewinn.

Combined Ratio Branche (Bild: Wichert)

Das Ergebnis aus 2002 ist auf „die extremen Sturm- und Überschwemmungs-Ereignisse des Katastrophenjahres 2002“ zurückzuführen, schrieb der Versichererverband seinerzeit in seinem Jahrbuch 2003. In der Hausratversicherung war der Schadenaufwand damals um fast ein Fünftel auf knapp 1,5 Milliarden Euro gestiegen.

Die Zahl der Schäden erhöhte sich sogar um über ein Viertel auf fast 1,75 Millionen. Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr hat die Branche 1,27 Milliarden Euro für etwa 987.000 Schäden bezahlt.

Alle 50 größten Versicherer in der Gewinnzone

Auf der Ebene der einzelnen Gesellschaften betrachtet, wird die Profitabilität dieses Versicherungszweiges ersichtlich. Dies zeigt der jüngst veröffentlichte „Branchenmonitor 2015-2017: Hausratversicherung“.

Dieser wird von der V.E.R.S. Leipzig GmbH in Kooperation mit der Yougov Deutschland GmbH durchgeführt und erfasst zahlreiche Kennzahlen der 50 größten Marktteilnehmer mit etwa 90 Prozent Marktanteil.

Dem Branchenmonitor zufolge konnten 2017, wie im Jahr zuvor (VersicherungsJournal 15.11.2017), alle aufgelisteten Gesellschaften einen versicherungs-technischen Gewinn in Hausrat schreiben. Im Jahr davor war das einem Anbieter nicht gelungen (VersicherungsJournal 12.12.2016).

Die Anbieter mit den höchsten Quoten…

Nur so gerade eben in der Gewinnzone landete mit einer Quote von über 98 Prozent die Öffentliche Sachversicherung Braunschweig. Die Gesellschaft hatte schon 2016 die zweithöchste Combined Ratio in Hausrat zu verzeichnen. Auch in der verbundenen Wohngebäudeversicherung gehörte die Öffentliche Braunschweig im vergangenen Jahr zu den Anbietern mit den höchsten Quoten (VersicherungsJournal 30.10.2018).

Für die Janitos Versicherung AG, die Rhion Versicherung AG sowie die HDI Versicherung AG werden mit jeweils über 90 Prozent ebenfalls vergleichsweise hohe kombinierte Schaden-Kosten-Quoten ausgewiesen. Dabei hat sich die Janitos ein weiteres Mal verbessert. Seit 2013 ist die Combined Ratio der Gothaer-Tochter um über 20 Prozentpunkte auf nun unter 95 Prozent gesunken.

Auch die Rhion, die seit Ende Oktober unter dem Markennamen „Rhion.digital“ auftritt, hat zuletzt Fortschritte gemacht und die Quote von über 103 Prozent im Jahr 2015 auf nun unter 94 Prozent gesenkt. Im vergangenen Jahr erhöhten sich die gebuchten Bruttoprämien um über 20 Prozent auf 10,3 Millionen Euro. Die Schadenaufwendungen stiegen allerdings nur in etwa halb so stark.

Beim HDI verminderten sich die Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle wegen einer „geringeren Belastung aus Frequenzschäden und Schäden aus Naturkatastrophen“ um über ein Sechstel auf 31 Millionen Euro. Dadurch sank die Bruttoschadenquote von 47,3 auf 39,2 Prozent. Mit nur noch knapp über 90 Prozent liegt die Combined Ratio mittlerweile um über 15 Prozentpunkte niedriger als noch 2014.

Hohe Combined Ration (Bild: Wichert)

…und niedrigsten Quoten

An der Spitze der Branchenmonitor-Rangliste findet sich, wie in den Vorjahren, die WGV-Versicherung AG wieder. Die Gesellschaft aus Stuttgart verdiente 2017 in der Hausratversicherung mehr als 52 Cent pro Beitragseuro. An zweiter Stelle folgt die Provinzial Rheinland Versicherung AG mit einer kombinierten Schaden-Kosten-Quote von unter 60 Prozent.

Die Positionen drei bis sechs belegen die BGV-Versicherung AG, die Westfälische Provinzial Versicherung AG, die VGH Landschaftliche Brandkasse sowie die Bayerischer Versicherungsverband Versicherungs-AG. Für diese Unternehmen werden Quoten zwischen knapp 62 und unter 63 Prozent ausgewiesen.

Niedrige Combined Ratio (Bild: Wichert)

Weitere Studiendetails

Der „Branchenmonitor 2015-2017: Hausratversicherung“ enthält zahlreiche weitere Kennzahlen zu dem Versicherungszweig sowie Daten zur Bestandskundenanalyse.

Die rund 100-seitige Studie kann als PDF-Version für 743,75 Euro inklusive Mehrwertsteuer bei Clemens Wilde per E-Mail oder per Telefon unter 0341 24659265 bestellt werden.

 
WERBUNG
WERBUNG
Inserieren im Anzeigenmarkt

Das VersicherungsJournal ist eines der meistgelesenen Medien in der Branche, siehe Abrufzahlen.

So finden Sie zielsicher Ihre neuen Mitarbeiter, Arbeitgeber oder Geschäftspartner. Nutzen Sie die schnelle und direkte Zielgruppenansprache zu günstigen Konditionen. Gesuche werden kostenlos veröffentlicht.

Erteilen Sie hier Ihren Anzeigenauftrag für Angebote und Verschiedenes oder Gesuche, oder lassen sich persönlich beraten!

Beachten Sie auch die Seite Aktuelles für Stellenanbieter.

WERBUNG
VersicherungsJournal in Social Media

Besuchen Sie das VersicherungsJournal auch in den sozialen Medien:

  • Facebook – Ausgewähltes für den Vertrieb
  • Twitter – alle Nachrichten von VersicherungsJournal.de
  • Xing – über den Verlag
  • Xing News – Ausgewähltes zu Karriere und Unternehmen
  • Youtube – Hintergründe zum Buchprogramm
WERBUNG
Werben im Extrablatt

Mit einer Anzeige im Extrablatt erreichen Sie mehr als 14.000 Menschen im Versicherungsvertrieb, überwiegend ungebundene Vermittler. Über die Konditionen informieren die Mediadaten.

Ihr Wissen und Ihre Meinung sind gefragt

Ihre Leserbriefe können für andere Leser eine wesentliche Ergänzung zu unserer Berichterstattung sein. Bitte schreiben Sie Ihre Kommentare unter den Artikel in das dafür vorgesehene Eingabefeld.

Die Redaktion freut sich auch über Hintergrund- und Insiderinformationen, wenn sie nicht zur Veröffentlichung unter dem Namen des Informanten bestimmt ist. Wir sichern unseren Lesern absolute Vertraulichkeit zu. Schreiben Sie bitte an redaktion@versicherungsjournal.de.

Allgemeine Pressemitteilungen erbitten wir an meldungen@versicherungsjournal.de.

WERBUNG
Wie tickt Ihr Kunde?

In manchen Verkaufs-
gesprächen rennt man immer wieder gegen die Wand.

Woran es liegt und was Sie daran ändern können, erfahren Sie hier.

Diese Artikel könnten Sie noch interessieren
15.11.2017 – Im vergangenen Jahr schrieb die Branche in der verbundenen Hausratversicherung ein weiteres Mal satte Gewinne. In der Spitze waren es über 50 Cent pro Euro an Beitrag. Anders als 2015 landete keine der 50 größten Gesellschaften in der Verlustzone. (Bild: Wichert) mehr ...
 
6.11.2017 – Die Wohngebäudeversicherer schafften 2016 zwar nach einer langen Durststrecke wieder die Rückkehr in die Gewinnzone. Dennoch schrieb immer noch etwa jeder fünfte der 50 größten Anbieter zum Teil tiefrote Zahlen, wie eine aktuelle Studie zeigt. (Bild: Wichert) mehr ...
 
30.10.2018 – Die Sparte blieb 2017 zum zweiten Mal in Folge in der Gewinnzone. Dennoch schreiben immer noch etwa 40 Prozent der 50 größten Anbieter zum Teil tiefrote Zahlen, wie eine aktuelle Studie zeigt. (Bild: Wichert) mehr ...
 
1.2.2018 – Auch 2016 haben die Kompositversicherer zum Teil satte Gewinne geschrieben. Dennoch landeten immerhin sechs der 50 größten Anbieter versicherungstechnisch in der Verlustzone, wie eine aktuelle Untersuchung zeigt. (Bild: Wichert) mehr ...
 
20.4.2017 – Im Versicherungszweig verbundene Wohngebäude hat es auch zwischen 2013 und 2015 zum Teil große Marktanteilsverschiebungen gegeben. Wer die kräftigsten Einbußen hinnehmen musste beziehungsweise am stärksten zulegen konnte. (Bild: Wichert) mehr ...
 
30.11.2016 – Die verbundene Wohngebäudeversicherung bleibt eines der Sorgenkinder der Branche. Im vergangenen Jahr schrieben drei von fünf der 50 größten Anbieter zum Teil tiefrote Zahlen, wie eine aktuelle Studie zeigt. (Bild: Wichert) mehr ...
 
9.2.2015 – Der Munich Re- und der SV-Konzern sowie die Öffentlichen Versicherungen Oldenburg, die Öffentliche Versicherung Braunschweig und die NV-Versicherungen haben ihre vorläufigen Ergebnisse 2014 präsentiert. Bei den Beitragseinnahmen haben fast alle zugelegt. mehr ...
WERBUNG