Marktanteilsgewinner und -verlierer in der PKV

11.9.2018 – Die privaten Krankenversicherer haben von 2016 auf 2017 die verdienten Bruttobeiträge um fast fünf Prozent auf rund 39 Milliarden Euro ausgebaut. Fast jede zweite Gesellschaft blieb laut dem aktuellen Map-Report 903 hinter dieser Wachstumsrate zurück und verlor Marktanteile. Größter Verlierer war die DKV, größter Gewinner die Debeka.

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Die verdienten Bruttobeitragseinnahmen in der privaten Krankenversicherung (PKV) sind im vergangenen Jahr um fast fünf Prozent auf 39 Milliarden Euro gestiegen. Dies ist dem Rechenschaftsbericht 2017 des Verbands der Privaten Krankenversicherung e.V. (PKV-Verband) zu entnehmen.

Der Bericht wurde im Juli veröffentlicht (VersicherungsJournal 20.7.2018, 23.7.2018) und enthält für das Geschäftsjahr 2017 ausdrücklich nur vorläufige Zahlen.

Einzelne Gesellschaften

Auf Ebene der einzelnen Gesellschaften konnten alle Anbieter ab 20 Millionen Euro Beitragsvolumen ihr Prämienaufkommen erhöhen. Die Freie Arzt- und Medizinkasse der Angehörigen der Berufsfeuerwehr und der Polizei VVaG (FAMK) hatte einen Rückgang von 0,4 Prozent auf 49,8 Millionen zu verzeichnen.

Dem Debeka Krankenversicherungs-Verein a.G. gelang nach absoluten Zahlen die größte Steigerung (plus 508 Millionen Euro). Die höchste Steigerungsrate stand mit fast 16 Prozent für die Mecklenburgische Krankenversicherungs-AG zu Buche (VersicherungsJournal 8.6.2018).

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DKV mit dem größten Marktanteilsverlust

Da zahlreiche private Krankenversicherer nur markt-unterdurchschnittlich zulegten, hatte fast die Hälfte der Gesellschaften einen Rückgang bei den Marktanteilen zu verzeichnen. Dies zeigt eine Auflistung im aktuellen Map-Report Nummer 903 „Bilanzanalyse: Private Krankenversicherung 2008 bis 2017“.

Die größten Marktanteilsverluste standen den Daten zufolge für die DKV Deutsche Krankenversicherung AG, die Allianz Private Krankenversicherungs-AG und die Central Krankenversicherung AG zu Buche.

Diese drei Anbieter hatten Einbußen von mindestens 0,2 Prozentpunkten hinzunehmen. Vergleichsweise große Verminderungen gab es auch bei der Landeskrankenhilfe V.V.a.G. (LKH) und der Gothaer Krankenversicherung AG sowie bei der Süddeutschen Krankenversicherung a.G. (SDK).

Marktanteilsverlierer (Bild: Wichert)

Debeka legt am stärksten zu

Den mit Abstand größten Marktanteilsgewinn (plus 0,6 Prozentpunkte) erzielte die Debeka, die auch den Vollversichertenbestand am stärksten ausbaute (VersicherungsJournal 20.6.2018).

Um mindestens 0,1 Prozentpunkte legten auch die Axa Krankenversicherung AG und die Hansemerkur Krankenversicherung AG zu. Ein vergleichsweise hohes Wachstum gab es auch bei der R+V Krankenversicherung AG.

Marktanteilsgewinner (Bild: Wichert)

Debeka vergrößert Vorsprung

In der Marktanteilsrangliste nach Beitragseinnahmen festigte die Debeka ihren Spitzenplatz und vergrößerte bei nunmehr deutlich über 15 Prozent Anteil den Vorsprung auf die DKV von zwei auf fast drei Prozentpunkte. Die Axa an weiterhin vierter Stelle verkürzte den Rückstand auf die Allianz auf Position drei von rund 1,1 Prozentpunkten auf unter 0,8 Prozentpunkte.

Zugleich bauten die Kölner ihren Abstand zur Signal Iduna Krankenversicherung a.G. von unter 0,5 auf über 0,6 Prozentpunkte aus. Die Marktanteile der drei vorgenannten Gesellschaften liegen zwischen knapp neun und gut sieben Prozent.

Die Central behauptete trotz des Abrutschens unter die Fünf-Prozent-Marke ihren sechsten Rang. Die Plätze sieben bis neun belegen unverändert die Barmenia Krankenversicherung a.G., die Continentale Krankenversicherung a.G. und die Bayerische Beamtenkrankenkasse AG.

Die drei letztgenannten Anbieter kommen auf Marktanteile von jeweils gut vier Prozent und liegen nur rund 0,1 Prozentpunkte auseinander. Anteile von jeweils drei Prozent werden für die Huk-Coburg-Krankenversicherung AG, die Hansemerkur sowie die Hallesche Krankenversicherung a.G. ausgewiesen.

Rangliste (Bild: Wichert)

Weitere Studiendetails

Der Map-Report Nummer 903 „Bilanzanalyse: Private Krankenversicherung 2008 bis 2017“ enthält auf 119 Seiten Übersichten und Grafiken zu diversen Geschäftszahlen. Behandelt werden unter anderem die Abschlusskosten- (VersicherungsJournal 3.9.2018) und Verwaltungskostenquote sowie Beitragseinnahmen und Marktanteile von bis zu 38 privaten Krankenversicherungs-Gesellschaften.

Für 30 Anbieter der Krankenvollversicherung werden darüber hinaus auf jeweils zwei Seiten acht Kennzahlen im Langfristvergleich zum Markt tabellarisch und grafisch dargestellt. Weitere Hintergrund-Informationen zu der Untersuchung sind auf dieser Internetseite zu finden.

Die Studie ist lieferbar als PDF-Datei für Unternehmen oder als gedrucktes Heft (Preise je ab 363 Euro inklusive Mehrwertsteuer) sowie im rabattierten Jahresabonnement. Bestellt werden kann unter diesem Link. Die Konditionen für das Jahresabonnement sind auf dieser Internetseite einzusehen.

 
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