Die größten Krankenzusatz-Anbieter

9.10.2018 – Der Bestand an Versicherten mit Zusatzpolicen ist seit 2009 kontinuierlich angestiegen – insgesamt um weit über ein Fünftel auf über 25,5 Millionen. Im vergangenen Jahr betrug das Plus branchenweit knapp zwei Prozent. Bei sieben Anbietern ging der Bestand jedoch zurück. Am stärksten war dies bei der Signal Iduna der Fall, wie eine Auflistung in der Zeitschrift für Versicherungswesen zeigt. Die R+V erzielte den größten Zuwachs. Die DKV bleibt mit großem Abstand Marktführer vor der Allianz und der Signal Iduna.

In der Vollversicherung hatten die privaten Krankenversicherer im vergangenen Jahr zum sechsten Mal in Folge einen Bestandsrückgang zu verzeichnen. In der Zusatzversicherung erzielten sie hingegen ein weiteres Mal eine Steigerung.

Laut Rechenschaftsbericht erhöhte sich der Bestand an Zusatzversicherungen um fast zwei Prozent auf über 25,5 Millionen Policen. Seit 2008 hatte die PKV-Branche hier einen Zuwachs von weit über einem Fünftel zu verzeichnen.

Dies zeigen vorläufige Branchenzahlen aus dem aktuellen Rechenschaftsbericht des Verbandes der privaten Krankenversicherung e.V. (PKV-Verband) (VersicherungsJournal 20.7.2018, 23.7.2018).

Bestandsentwicklung PKV-Zusatzversicherung (Bild: Wichert)

Signal mit dem größten Bestandsverlust

Die Entwicklung auf Ebene der einzelnen Gesellschaften gestaltet sich nach Daten der Zeitschrift für Versicherungswesen auch im vergangenen Jahr höchst unterschiedlich. Dies ist der Analyse „Die PKV im Jahre 2017“ in der Ausgabe 20/2018 der Fachzeitschrift zu entnehmen. Für die DKV Deutsche Krankenversicherung AG stand mit über 6.700 weniger versicherten Personen der größte Bestandsverlust zu Buche.

Insgesamt werden für sechs weitere Anbieter rückläufige Bestände ausgewiesen. Vergleichsweise groß waren die Rückgänge mit 6.655 bis rund 5.445 versicherten Personen auch bei der Süddeutschen Krankenversicherung a.G. (SDK), der Signal Iduna Krankenversicherung a.G. sowie der Continentalen Krankenversicherung a.G.

Im niedrigen vierstelligen Bereich verminderten sich die Zahlen bei Landeskrankenhilfe V.V.a.G. (LKH) und der Axa Krankenversicherung AG. Bei der Central Krankenversicherung AG ging der Zusatzversicherten-Bestand im mittleren dreistelligen Bereich zurück.

Die Signal Iduna, die LKH und die Central hatten auch 2016 Bestände in der Zusatzversicherung verloren. Die Axa und die Continentale hatten seinerzeit noch zu den Anbietern mit den größten Zuwächsen gezählt (VersicherungsJournal 9.10.2017).

Rückgang PKV-Zusatzversicherung (Bild: Wichert)

R+V wiederum mit dem größten Zuwachs

Den Bestand am stärksten ausbauen konnte nach absoluten Zahlen erneut die R+V Krankenversicherung AG. Sie legte um fast 63.000 versicherte Personen zu. Das zweitgrößte Plus erzielte die Hallesche Krankenversicherung a.G. mit 52.000.

Zuwächse zwischen etwa 38.500 und circa 33.500 hatten die Ergo Direkt Krankenversicherung AG sowie die beiden VKB-Töchter UKV – Union Krankenversicherung AG und Bayerische Beamtenkrankenkasse AG zu verzeichnen.

Zuwachs PKV-Zusatzversicherung (Bild: Wichert)

Die größten Krankenzusatz-Anbieter

In der Rangliste der Anbieter mit dem größten Bestand an Zusatzversicherten liegt trotz des größten Bestandsverlustes unangefochten und mit riesigem Vorsprung die DKV mit knapp 3,57 Millionen an der Spitze.

Deutlich dahinter folgt die Allianz Private Krankenversicherungs-AG, der im vergangenen Jahr der Sprung über die Zwei-Millionen-Marke gelang. Rang drei belegt die Signal Iduna mit so gerade eben noch 1,8 Millionen Ergänzungsversicherten.

Hauchdünn dahinter liegt der Debeka Krankenversicherungs-Verein a.G., der den Rückstand von knapp 60.000 auf unter 40.000 zusatzversicherte Personen reduzieren konnte.

Ebenfalls siebenstellige Werte werden darüber hinaus noch für die Ergo direkt, die Central, die UKV sowie die BBKK ausgewiesen.

Bestand PKV-Zusatzversicherung (Bild: Wichert)

Übersichten über zahlreiche weitere Kennzahlen

In der Analyse der Zeitschrift für Versicherungswesen werden Daten zu Beitragseinnahmen, Neugeschäft, Bestand sowie zahlreichen weiteren Geschäftszahlen von bis zu 32 PKV-Anbietern aufgelistet.

Nicht enthalten in den Übersichten sind die Freie Arzt- und Medizinkasse der Angehörigen der Berufsfeuerwehr und der Polizei VVaG (FAMK), die Vigo Krankenversicherung VVaG sowie die Hansemerkur Speziale Krankenversicherung AG. Letztere verkauft hauptsächlich Brillenversicherungen im Kooperationsgeschäft mit der Optikerkette Fielmann.

Einen Einblick in die Kennzahlen der privaten Krankienversicherer bietet auch der Map-Report Nummer 903 „Bilanzanalyse: Private Krankenversicherung 2008 bis 2017“ (VersicherungsJournal 21.8.2018, 3.9.2018, 11.9.2018, 20.9.2018).

Schlagwörter zu diesem Artikel
Geschäftsbericht · Mapreport · Private Krankenversicherung · Verkauf
 
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