Die größten Risikolebens-Versicherer

2.11.2018 – Die Targo Leben war auch 2017 der Anbieter mit dem größten Risikoleben-Neugeschäft sowie Vertragsbestand und konnte beides erneut am stärksten ausbauen. Bei der R+V ging das Neugeschäft am kräftigsten zurück und bei der Württembergischen der Bestand. Dies zeigt der Map-Report 904.

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Im vergangenen Jahr haben die deutschen Lebensversicherer über 1,11 Millionen neue Risikolebens-Versicherungen akquiriert. Damit war diese Sparte hinter Kollektiv- und sonstigen Versicherungen die drittwichtigste beim Neuzugang (eingelöste Versicherungsscheine Hauptversicherung). Dies zeigt der Map-Report 904 – „Bilanzanalyse deutscher Lebensversicherer 2017“.

Der Anteil am Neugeschäft erhöhte sich um rund einen halben Prozentpunkt auf 22,4 Prozent. Zum Vergleich: 2015 waren es erstmals mehr als ein Fünftel, 2006 nur rund ein Achtel (VersicherungsJournal 12.10.2017).

Targo mit dem größten Neuzugang

Das größte Neugeschäft erzielte den Map-Report-Daten zufolge die Targo Lebensversicherung AG, die Versicherungspartner der Targobank ist. Alle Produkte werden nach Unternehmensangaben „exklusiv für die Vertriebswege des Bankpartners entwickelt.“

Die Gesellschaft aus dem Talanx-Konzern verzeichnete im vergangenen Jahr über 420.000 eingelöste Versicherungsscheine in der Hauptversicherung (plus gut zehn Prozent im Vergleich zu 2016). Das entsprach weit über einem Drittel des gesamten Neuzugangs der Branche. Über alle Produktarten gesehen reichte das für den zweiten Platz beim Neugeschäft (VersicherungsJournal 15.10.2018).

An zweiter Stelle folgt die Credit Life AG vor der weiteren Talanx-Tochter PB Lebensversicherung AG sowie der Hannoverschen Lebensversicherung AG. Diese drei Gesellschaften kamen auf gut 84.000 bis knapp 62.000 Neuverträge.

RLV Neuzugang (Bild: Wichert)
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R+V mit dem größten Neugeschäftsrückgang

Wie die Datenübersicht im Map-Report 904 weiter zeigt, hat mit 18 Gesellschaften nur in etwa jeder vierte Anbieter sein Neugeschäft im Vergleich zum Vorjahr ausgebaut. Auch hier liegt die Targo mit einem Plus von fast 40.000 Verträgen klar in Front.

Ebenfalls Zuwächse im fünfstelligen Bereich erzielten die Hannoversche, die Credit Life und die Cosmos Lebensversicherungs-AG.

Andererseits blieb der R+V Lebensversicherung AG der Neuzugang 2017 am stärksten hinter dem des Jahres zuvor zurück – und zwar um über 21.000 Policen. Vergleichsweise hohe Rückgänge hatten auch die Europa Lebensversicherung AG und die Swiss Life AG, Niederlassung für Deutschland zu verzeichnen.

RLV Neugeschäft Veränderung (Bild: Wichert)

Targo vor Cosmos

In der Rangliste nach Gesamtbestand konnte die Targo ihre Spitzenposition aus dem Vorjahr (VersicherungsJournal 12.10.2017) weiter ausbauen. Mit fast 1,3 Millionen Verträgen (plus 7,4 Prozent) hat die Gesellschaft nun rund 420.000 Verträge und damit fast doppelt so viel Vorsprung vor der Cosmos wie im Jahr zuvor. Bei Letzterer verminderte sich der Bestand 2017 um rund 1,5 Prozent.

Die R+V liegt an dritter Stelle mit einem Risikoleben-Bestand von knapp 790.000. Dahinter folgen die Hannoversche, die Europa und die Dialog Lebensversicherungs-AG mit Beständen zwischen rund fast 660.000 und fast 460.000 Verträgen.

RLV Bestand (Bild: Wichert)

Cosmos mit dem größten Bestandsrückgang

Auch beim Bestandszuwachs liegt die Targo an der Spitze. 2017 stand ein Plus von fast 88.000 zu Buche. Die Credit Life legte um über 78.000 Verträge zu. Dahinter folgen die Hannoversche, die Deutsche Lebensversicherungs-AG und die Dialog mit Zuwächsen zwischen gut 36.000 und knapp 23.000.

Den mit Abstand größten Rückgang hatte mit fast 37.000 Policen die Württembergische Lebensversicherung AG zu verzeichnen. Bei der Cosmos verminderte sich der Bestand um knapp 14.000 Kontrakte, bei der Generali Lebensversicherung AG um fast 9.000 Verträge.

RLV Bestand Veränderung (Bild: Wichert)

Der Map-Report 904 „Bilanzanalyse deutscher Lebensversicherer 2017“ enthält auf 154 Seiten Übersichten und Grafiken zu diversen Geschäftszahlen wie etwa die Stornoquote (VersicherungsJournal 2.10.2018) von bis zu 82 Lebensversicherern.

Weitere Kennzahlen sind Verwaltungskosten- und Abschlusskostenquoten, (bereinigte) Nettorenditen, Beitragseinnahmen und Marktanteile (VersicherungsJournal 8.10.2018). Hintergrund-Informationen zu der Untersuchung sind auf dieser Internetseite zu finden.

Die Studie ist lieferbar als PDF-Datei für Unternehmen oder als gedrucktes Heft (Preise je ab 363 Euro inklusive Mehrwertsteuer) sowie im rabattierten Jahresabonnement. Bestellt werden kann unter diesem Link. Die Konditionen für das Jahresabonnement sind auf dieser Internetseite einzusehen.

 
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