31.8.2026 – Wer viel redet, kann oft auch im Arbeitsumfeld nicht zum Punkt kommen. In solchen Situationen ist es wichtig, dass der Angesprochene den Redefluss durch sein Verhalten nicht auch noch fördert. Einige Tipps helfen dabei.
Manchmal ist es nicht ganz einfach, sich freundlich und bestimmt Menschen zu entziehen, die gerne viel reden. Gleich ob im Büro oder im Verkaufsgespräch. Im Nachfolgenden werden vier Tipps vorgestellt, wie Vielredner höflich und dennoch klar in die Schranken verwiesen werden.
Erstens – Grenze ziehen
Begrenzen Sie die Dauer des Gesprächs.
Im Büro spricht Sie jemand an, den Sie als Vielredner kennen? Statt einem raschen „Ich habe keine Zeit“ versuchen Sie es mal mit: „Ich bin in Eile, aber ich nehme mir jetzt fünf Minuten Zeit für Dich“.
Sie nehmen sich die Zeit für denjenigen, der Sie anspricht, und schenken ihm auch Wertschätzung. Mit dem knappen Zeitbudget kommt er vielleicht auch direkt zum Punkt. Auf alle Fälle bleiben Sie freundlich.
Zweitens – keine Bestätigung
Hören Sie auf zu nicken.
Nicken oder ein gebrummtes „Hm hm“ signalisieren einerseits „Ich höre Dir zu“, andererseits auch „Ich stimme Dir zu“. Eine Einladung an Ihr Gegenüber, weiterzureden.
Gewöhnen Sie sich das ab, wenn Sie Vielredner stoppen wollen. Zugegeben: Zum einen ist das schwierig, wenn Sie das eigene Verhalten überhaupt bemerken; zum anderen kostet es Disziplin. Denn gerade Vielschwätzer warten auf Bestätigung und Sie müssen diese bewusst verweigern.
Drittens – Anerkennung
Unterbrechen Sie positiv.
Einfach unterbrechen, weil Sie genug haben und das Thema anders fortführen wollen? Oft geht dann der Kampf ums Wort weiter.
Ganz wichtig deshalb: Vermeiden Sie „aber“-Formulierungen, das ist eine Einladung zum Widerspruch. Eleganter ist: „Das ist ein wichtiger Punkt. Und …“ Sie geben Ihrem Gegenüber vielleicht sogar die Anerkennung, die er sich gerade wünscht. Und er ist von selbst still.
Viertens – klare Signale
Geben Sie klare Signale.
Ein Gespräch dauert und dauert, obwohl Ihrer Meinung nach alles Wichtige gesagt worden ist. Je nach Situation: Klappen Sie Ihren Laptop zu oder legen Sie Ihr Aufgeschriebenes zur Seite und sagen Sie etwas in der Art: „Dann sind wir uns ja einig. Sie bekommen den Vertrag Anfang kommender Woche.“
Ein klares Signal, dass es nichts Neues mehr aufzuschreiben gibt und Sie alle notwendigen Informationen haben. Wenn diese deutliche und höfliche Form nicht funktioniert, fragen Sie: „Gibt es einen Aspekt, den wir noch nicht berücksichtigt haben?“ Oder sehr abschließend: Stehen Sie auf.




