25.5.2020 (€) – Optionstarife, Altersentlastungstarife, Beamten als Zielgruppe und automatische Risikovoranfragen – das sind einige der Themen des VersicherungsJournal Extrablatts 2|2020.
Trotz eines positiven Wanderungssaldos von den gesetzlichen Kassen hat die Zahl der privat Vollversicherten 2019 weiter um 0,1 Prozent auf 8,74 Millionen Personen abgenommen. Neben einkommens- beziehungsweise berufsbedingt erzwungenen Abgängen leiden die privaten Krankenversicherer (PKV) unter dem demografischen Trend; sprich: altersbedingten Abgängen durch Tod, die nicht durch entsprechende Geburten ausgeglichen werden.
Ein Vielfaches
Üblicherweise muss viel Bruttogeschäft gezeichnet werden, damit netto ein Zuwachs übrig bleibt. Den Wanderungssaldo bestimmen nicht nur wirtschaftliche Faktoren wie die Entwicklung der Einkommen oder die für 2020 auf 62.550 (60.750) Euro Jahresbruttoeinkommen erneut angehobene Versicherungspflichtgrenze, sondern auch die Angst, den Krankenversicherungsschutz im Alter nicht mehr zahlen zu können.
Nach einigen Jahren mit besonders vielen Negativ-Schlagzeilen zu drastischen Beitragsanpassungen (BAP) blieb es hier zuletzt ruhig. Der „20. Map-Report zur Krankenversicherung: PKV-Rating 2020“ meldet für 2020 Entwarnung an der Preisfront (VersicherungsJournal 1.4.2020).
Werte Leserschaft,

- Monika Lier (Bild: Lier)
Versicherer kalkulieren oft Risiken, welche die Öffentlichkeit nicht einmal dem Namen nach kennt. Oder wer wusste schon vor dem Erdbeben im Indischen Ozean 2004, was ein „Tsunami“ ist? So ist das jetzt auch mit Covid-19.
Die „länder- und kontinentübergreifende Ausbreitung einer ansteckenden Krankheit“ kalkulieren Aktuare in vielen Produkten ein. § 7 der Krankenversicherungsaufsichtsverordnung schreibt für derart Unvorhersehbares einen Sicherheitszuschlag von mindestens fünf Prozent der Bruttoprämie vor.
Der Sicherheitszuschlag gilt für die höheren Kosten bei den Leistungsausgaben und für Ausfälle bei den Kapitalanlagen infolge von Marktverwerfungen. Dies erläutert Stefan Reker vom Verband der Privaten Krankenversicherung e.V. auf Seite 8. Bei den Eigenkapitalregeln sind sogar die Folgen einer so schlimmen Seuche wie der Spanischen Grippe 1918/20 zugrunde gelegt worden.
Gleichwohl wird der tückische Virus nicht spurlos an der PKV vorbei ziehen. Denn weltweit droht ein kräftiger wirtschaftlicher Abschwung. Sinkende Einkommen mindern das PKV-Kundenpotenzial. Hätten wir also unseren Heftplan aus dem Herbst 2019 ändern sollen? Nein, es gibt genügend Versicherte, die gut informierte Vermittler brauchen, und auch Chancen für das Neugeschäft.
Viel Spaß beim Lesen!
Ihre
Monika Lier
Chefredakteurin

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Das lesen Sie im Extrablatt 2|2020
- Viel Psychologie 4
- Gastkommentar 10
- Den gordischen Knoten meistern 11
- Die Kunden von morgen heute gewinnen 16
- Eine Frage des Status 24
- Kein Allheilmittel 28
- Immer der gleiche Ärger 30
- Unersetzliche Tools 34
- Testen Sie Ihr Wissen 38
- Impressum 39
Das Extrablatt 2|2020 mit dem Titel „PKV – Geldwertes Wissen für Vermittler zur Vollversicherung und zur Beihilfe“ können Sie als E-Paper im PDF-Format (3,4 MB) hier herunterladen.



