Was heißt gute Führung?

2.6.2026 – Führungsaufgaben sind Chefsache. Doch ohne Unterstützung durch das Team ist erfolgreiche Führung nicht möglich. Zu einem guten Führungsstil gehört, Mitarbeitern die Informationen zu geben, die sie benötigen, um ihren Job zu erfüllen. Weitere Leitlinien sind, Führungsprinzipien vorzuleben, regelmäßig Feedback bei den Mitarbeitern einzuholen und ein Firmen- oder Verhaltensleitbild zu entwickeln.

Ein Vermittlerbüro ohne Führung ist wie ein Schiff ohne Kapitän. Alle reden mit, keiner hört auf den anderen und der Kurs wechselt ständig.

Gute Führung bedeutet, als Chef selbst Verantwortung zu übernehmen und sie nicht zu delegieren. Aber eine gute Führungskraft kann er nur sein, wenn er sich von seinen Mitarbeitern bei seiner Führungsaufgabe unterstützen lässt. Das heißt zum Beispiel, Informationen und Meinungen einzuholen.

Klarheit und Berechenbarkeit

Vermitteln Sie eine klare Linie: Mitarbeiter brauchen Klarheit und Berechenbarkeit. Das macht sie sicher und erfolgreich.

Der Inhaber eines Vermittlerbüros ist dafür verantwortlich, seinen Leuten Orientierung zu geben: „Das sind unsere gemeinsamen Ziele. Das sind unsere Aufgaben. So finden wir die beste Lösung.“

Das sind die Informationen, die Mitarbeiter benötigen, um ihren Job zu erfüllen. Natürlich ändern sich immer wieder die Arbeitsbedingungen und das Umfeld der Versicherungsbranche, also müssen Entscheidungen verändert oder sogar zurückgenommen werden. Umso wichtiger ist es, dies explizit zu kommunizieren.

Führungsprinzipien vorleben

Kommunizieren Sie, wie Sie Führung verstehen. Wenn Sie zum Beispiel eine Unternehmenskultur etablieren wollen, in der jeder Mitarbeiter seine Meinung offen sagen kann, dann müssen alle diese Diskussionen aushalten können. Das gilt besonders für den Chef, wenn er erkennen muss, dass er mit seiner Meinung eventuell mal allein dasteht.

Eine gute Führungskraft muss ihre Führungsprinzipien vorleben. Wenn Ihnen Zuverlässigkeit wichtig ist, dann können Sie selbst nicht regelmäßig zu spät zu Meetings kommen. Dann wird der Eindruck vermittelt: Sie halten nicht Wort, Sie sind für Ihre Mitarbeiter nicht zuverlässig. Kommen Sie fünf Minuten früher und nutzen Sie die Zeit für den persönlichen Austausch oder für bilaterale Absprachen.

Feedback einholen bei den Mitarbeitern

Holen Sie sich Feedback bei Ihren Mitarbeitern. Ein Beispiel hierfür: Ein Unternehmensberater führte mit seinen Mitarbeitern drei Mitarbeitergespräche pro Jahr. Inhalt einer Besprechung war eine Mitarbeiterbeurteilung. Aber alle zwei Jahre ließ er sich von den Mitarbeitern beurteilen – anonym.

Wenn Ihre Mitarbeiter ihnen ein Feedback geben, ohne Angst vor den Konsequenzen zu haben, dann können Sie sich als Führungskraft entwickeln. Ermutigen Sie Ihre Mitarbeiter dazu, dass sie Ihnen sagen, wann Sie Ihre eigenen Vorgaben nicht einhalten. Denn ein besseres Qualitätsmanagement als die eigenen Leute gibt es nicht.

Firmen- oder Verhaltensleitbild entwickeln

Entwickeln Sie ein Firmen- oder Verhaltensleitbild. Es gehört zum Auftrag einer Führungskraft, ein Leitbild zu entwickeln, an dem sich die Mitarbeiter orientieren können. In den Prozess können Sie auch Ihre Kollegen einbeziehen, dann setzen sich die Leitlinien leichter durch.

Wichtig ist, dass Sie die genannten Werte mit einem Verhalten verbinden. In einem Unternehmen beispielsweise war „Höchstleistung“ ein Wert. Schwer zu erfüllen? Der Geschäftsführer erklärte, für ihn sei auch Höchstleistung, wenn jemand in einem Brief einen Rechtschreibfehler entdeckt und – statt ihn abzuschicken – den Tippfehler korrigiert und dann neu ausdruckt.

Wie beurteilen Sie diesen Artikel?
Artikel-Werkzeuge für Sie
Diese Seite empfehlen
Schlagwörter zu diesem Artikel
Weitere Artikel der aktuellen Ausgabe
Diese Artikel könnten Sie noch interessieren