29.9.2026 – Aus Sicht der Wettbewerbsfairness und der statistischen Repräsentativität stellt die Methodik dieser konkreten Studie für Maklerversicherer eine strukturelle Benachteiligung und Verzerrung dar.
Das Ranking „Höchste Beratungsqualität“ trennt zwar in der Veröffentlichung grob zwischen „Klassischen Versicherern“ (Serviceversicherern) und „Direktversicherern“, wirft bei den klassischen Versicherern aber alle Anbieter in einen Topf.
Wird der Kunde von einem Makler sehr gut beraten, der dann den Versicherer vermittelt, verbindet er dessen Beratung mit ihm selbst, nicht mit der Marke des Versicherers. Wird er dann für die Studie nach der Beratungsqualität des Versicherers gefragt, verbindet er mit dessen Marke gar nicht die Beratung durch den Makler. Anders wenn ein Versicherungsvertreter die Versicherung vermittelt − dessen Beratung wird vom Kunden dem Versicherer zugeschrieben.
Es gibt keine mathematische Bereinigung oder Gewichtung, die berücksichtigt, über welchen Vermittler-Vertriebskanal die Versicherung zustande kam. Da Serviceversicherer mit vielen eigenen Vertretern systembedingt viel mehr ihnen zugeschriebene markengebundene Kundenkontakte erzeugen, dominieren sie folgerichtig die vorderen Plätze.
Ein Versicherer mit hohem Makleranteil kann in dieser speziellen Focus-Money-Studie kaum vordere Plätze belegen. Das benachteiligt neben dem Maklerversicherer dann auch den Makler, der ihn vermitteln möchte.
Peter Schramm
zum Artikel: Diese Versicherer bieten die beste Beratungsqualität




