Fehlentwicklung bei Fondsanlagen

17.2.2005 – Schade, dass die Fondsbranche jetzt auf das Versicherungsmodell umschwenkt, ausgerechnet in einer Phase, wo im Altersvorsorgemarkt nach dem Wegfall des Steuerprivilegs erstmals  „Waffengleichheit" einziehen könnte.

Seit Jahren empfehlen wir Kunden möglichst immer ungezillmerte Produkte zu wählen, beispielsweise im viel zitierten „Kanon der finanziellen Allgemeinbildung", den wir 2004 für das Ideenlabor der Commerzbank entwickelt haben.

Bislang konnte man Fondsprodukte unter diesem Aspekt bedenkenlos empfehlen. Mit der neuen Entwicklung wird nun auch in der Fondsanlage der Konflikt zwischen Kunden- und Vertriebsinteressen etabliert, den es in dieser Form in keinem anderen Wirtschaftssegment außer der Finanzbranche gibt, bzw. den niemand dort akzeptieren würde.

Wie gesagt: „Wirklich schade“!

Damit, dass der Markt diese Fehlentwicklung korrigiert, ist aus meiner Sicht vorerst nicht zu rechnen.

Marco Habschick

marco.habschick@eversjung.de

zum Artikel: „Erste Fondsanbieter „zillmern“ Sparpläne”.

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