3.11.2022 – Zusatzeinnahmen bedeuten aber auch immer zusätzliche Gegenleistungen. Die Frage ist, ob man das überhaupt stemmen kann. Mit dem Versicherungsgeschäft haben wir administrativ sehr viel zu tun, für was wir keine Gebühren verlangen können und auch nicht dürfen.
Wie sehen solche Serviceleistungen denn aus? Soll man jetzt Geld nehmen für Leistungen, die bislang kostenfrei waren? Dürfte schwierig sein. Oder will man Leistungen anbieten, die man eigentlich gar nicht anbieten darf, vor allem nicht gegen Geld?
Welche Gebühren sind gerechtfertigt, um den zusätzlichen Aufwand zu finanzieren? Ist der zusätzliche Aufwand überhaupt ohne zusätzliches Personal realisierbar, ohne nach einer gewissen Zeit den zahlenden Kunden zu vergraulen, weil man es nicht schafft?
Ich sehe hier das Problem, die Kernkompetenzen zu verlassen und sich auf dünnes Eis zu begeben. Ich bin eher dafür, die Vergütung für die eigentlichen Produkte eines Versicherungs-Vermittlers attraktiver und nachhaltiger zu gestalten und damit die richtigen Akzente in Kundenrichtung zu setzen.
Eine Autowerkstatt kommt ja schließlich auch nicht auf die Idee, Hochzeiten ihrer Kunden zu organisieren. Und alles andere im Zusammenhang mit der Dienstleistung ist in der Reparaturrechnung drin! Ob es wirklich funktioniert, kann man erst nach einigen Jahren sagen.
Helmut Brunner
zum Artikel: „Servicegebühren – das funktioniert ja wirklich!”.




