18.3.2026 – Dr. Juri Schiwago (Omar Sharif) begegnet im Zug nach Warykino dem zur Zwangsarbeit in Sibirien verurteilten Intellektuellen Kostojed-Amurski (Klaus Kinski), der vom Wärter angekettet wird. Mit der Bemerkung, er wolle so viele „Freiwillige” abliefern, wie ihm übergeben wurden.
An seinen Ketten rüttelnd ruft Kinski „Ich bin der einzige freie Mensch in diesem Zug.” Er meint echte Freiheit, was aus den Umständen auch völlig klar wird, an der Ketten gar nichts ändern können.
Und so sollte auch jeder Versicherungsmakler genau das im Beitrag Vermerkte sagen können: „dass echte Unabhängigkeit vor allem durch unser tägliches Handeln im Interesse der Kunden bewiesen wird – und genau dafür stehen wir als Versicherungsmakler ein.”
Echte Unabhängigkeit kann auch bei formaler – juristischer – Abhängigkeit durch den Erhalt von Provisionen durch Versicherer bestehen. Dass man nicht einfach nur mit „Unabhängigkeit” werben darf, hindert nicht, mit „Echter Unabhängigkeit” zu werben, wenn klar ist, was damit wirklich gemeint ist und was nicht.
Auf die Provisionen durch Versicherer kann ja ebenso deutlich dabei hingewiesen werden, wie Kinski bei seinen Worten an seinen Ketten zerrt. So wenig wie diese seine echte Freiheit hindern, beeinträchtigen Provisionen der Versicherer nicht die Echte Unabhängigkeit des Versicherungsmaklers. Sondern nur die Unabhängigkeit (beziehungsweise Freiheit) nach den augenscheinlichen Anschauungen, wenn man vereinfacht nur auf Provisionen (beziehungsweise Ketten) blickt.
Peter Schramm
zum Artikel: „Dürfen Makler nun doch (nicht) mit ihrer Unabhängigkeit werben?”.




