11,1 Prozent mehr Dollar-Millionäre in Deutschland

4.6.2026 – Das Capgemini Research Institute hat wieder seinen „World Wealth Report“ veröffentlicht. Darin verzeichnen die Forscher sogenannte High Net Worth Individuals, also Besitzer eines investierbaren Vermögens von mindestens einer Million US-Dollar (entspricht etwa 860.000 Euro). Hierzu zählen nicht ihre Hauptwohnsitze, Sammlerstücke, Verbrauchsgüter und langlebigen Konsumgüter.

Die Zahl dieser vermögenden Privatpersonen stieg in Deutschland nach einem 2,5-prozentigen Rückgang im Vorjahr (VersicherungsJournal 6.6.2025) 2025 um 11,1 Prozent. Sie profitierten vom Aktienanteil ihrer Portfolios, der auf Jahressicht um drei Prozentpunkte auf 25 Prozent gewachsen ist. Die Börsen wurden 2025 in erster Linie durch hohe Kursgewinne im Technologiesektor getragen.

Für die 30. Ausgabe der Studienreihe (PDF, zwei MB) wurden neben vermögenden Privatpersonen auch deren Vermögensverwalter befragt. Dabei ging es unter anderem um die Beziehungen der Mandanten zu ihren Kundenberatern. Demnach hat sich der Wettbewerb um die lukrative Klientel verschärft: 19 Prozent (2019: 39 Prozent) dieser Kunden arbeiten exklusiv mit nur einem Ansprechpartner.

Die Berater wenden der Studie zufolge 41 Prozent ihrer Zeit für operative Aufgaben auf, weshalb sich 76 Prozent von ihnen KI-gestützte Systeme zur Automatisierung von Routineaufgaben wünschen. 61 Prozent bevorzugen den „Zugang zu einem integrierten Ökosystem von Spezialisten, um effektiv auf finanzielle und nicht-finanzielle Bedürfnisse reagieren zu können“, berichten die Studienautoren.

Und weiter: „Wenn Unternehmen die Kundenerfahrung richtig gestalten, empfehlen 53 Prozent der vermögenden Privatkunden ihr Unternehmen weiter.“ Außerdem führen 47 Prozent ihr Vermögen bei einem Anbieter zusammen, was sich direkt auf dessen sogenannten Wallet Share auswirke.

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