18.9.2026 – Die Zahl der entwendeten Personenkraftwagen mit elektrischem oder hybridem Antrieb ist im vergangenen Jahr um weit über ein Drittel auf 3.108 gestiegen. Nicht ganz so stark hat laut dem „Bundeslagebild 2025 Kfz-Kriminalität“ mit 22,8 Prozent (auf 6.396.823 Fahrzeuge) der Zulassungsbestand zugenommen.
In den Zahlen sind Fahrzeuge mit Kombinationen aus Elektromotoren und anderen Antriebsarten (sogenannte Mild-Hybrid-Technologie) nicht enthalten. Ein Mild-Hybrid-Fahrzeug nutzt den Angaben zufolge „einen Elektromotor zur Unterstützung eines Verbrennungsmotors, um die Effizienz zu verbessern und den Kraftstoffverbrauch zu reduzieren. Anders als Plug-in-Hybride werden Mild-Hybride nicht über eine externe Stromquelle geladen und können nicht ausschließlich elektrisch betrieben werden.“
Das Lagebild hat das Bundeskriminalamt (BKA) im August veröffentlicht (VersicherungsJournal 31.8.2026, 3.9.2026, 8.9.2026). Als mögliche Ursachen für die Steigerung nennen die Autoren „die steigende Verbreitung von Fahrzeugen mit alternativen Antrieben in Deutschland sowie deren wachsende Attraktivität für Tätergruppierungen, die vor allem auf den hohen Wert der verbauten Batterien zurückzuführen ist. Auch der Ausbau der Ladeinfrastruktur im In- und Ausland begünstigt diesen Trend.“
Die BKA-Publikation beruht auf Zahlen des Informationssystems der Polizei (Inpol-Sachfahndung) und der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS). Berücksichtigt werden auch Angaben des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA), der großen deutschen Fahrzeugvermietungsunternehmen und des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV).




