Allianz holt sich Spitzenplatz bei Fondspolicen zurück

18.5.2026 – Die Allianz löste im vergangenen Jahr die Generali im Segment fonds- und indexgebundene Lebensversicherungen als Spitzenreiter in der Rangliste der umsatzstärksten Anbieter (verdiente Nettobeiträge) ab. Dahinter folgen R+V, Zurich Deutscher Herold, Debeka und Provinzial. Dies zeigt der Map-Report 944 – „Solvabilität im Vergleich 2016 bis 2025“. Mylife und Skandia erzielten jeweils rund 97 Prozent ihrer Einnahmen in diesem Geschäftsfeld.

Fast ein Drittel der verdienten Bruttobeiträge in der Lebensversicherung entfiel im vergangenen Jahr auf fonds- und indexgebundene Policen. Dies zeigt der im Mai veröffentlichte Map-Report Nummer 944 – „Solvabilität im Vergleich 2016 bis 2025“.

Hauptthema des Heftes ist die Finanzstärke der Lebens- und Krankenversicherer auf Basis der SFCR-Berichte (VersicherungsJournal 7.5.2026, 11.5.2026).

Map-Report zeigt Fondspolicen-Anteil der Lebensversicherer

Zusätzlich zu den Solvenz-Daten wurde auch noch die Struktur der Lebensversicherungsbestände nach Versicherungszweigen aufgeschlüsselt, wie es in den nun nach den Regeln von Solvency II vorgeschriebenen SFCR-Berichten erforderlich ist.

Dementsprechend sind im Map-Report die verdienten Bruttobeiträge für alle 74 erfassten Lebensversicherer aufgelistet – differenziert nach den Versicherungsformen Leben mit Überschussbeteiligung, Index- und fondsgebundene Policen, Sonstige und Leben-Rückversicherung.

Somit lässt sich aus dem Datenmaterial die Bedeutung der investmentbasierten Versicherungen für die einzelnen Gesellschaften ablesen.

Allianz zieht wieder an Generali vorbei

Die im Map-Report gelisteten 74 Lebensversicherer haben 2025 ein Prämienaufkommen von zusammen 94,85 Milliarden Euro erzielt (plus 4,9 Prozent). Das in dem Heft repräsentierte Beitragsvolumen von fonds- und indexgebundenen Lebens- und Rentenversicherungen beträgt 29,54 Milliarden Euro (plus rund ein Neuntel). Von den erfassten Unternehmen haben 63 Umsätze mit derartigen Produkten gemacht.

Die Beitragseinnahmen sind allerdings sehr ungleich verteilt. Mit fast 4,3 Milliarden Euro liegt die Allianz Lebensversicherungs-AG an erster Stelle. Sie legte um über ein Sechstel zu und zog wieder an der Generali Deutschland Lebensversicherung AG vorbei, der sie im Vorjahr den Vortritt lassen musste (21.5.2025, 11.6.2024). Letztere nahm zuletzt mit knapp 4,1 Milliarden Euro „nur“ 2,2 Prozent mehr ein als vor Jahresfrist.

Auf den weiteren Plätzen beim Fondspolicen-Geschäft

Dahinter folgen in unveränderter Reihenfolge die R+V Lebensversicherung AG und die Zurich Deutscher Herold Lebensversicherung AG. Die Wiesbadener bauten ihren Vorsprung durch ein Plus von einem Fünftel (auf 2,24 Milliarden Euro) deutlich auf über eine halbe Milliarde Euro aus. 2024 hatte die Zurich nicht einmal 70 Millionen zurückgelegen. Zuletzt zeigte die Kurve leicht nach unten (minus 1,6 Prozent).

Über der Marke von einer Milliarde Euro lagen ansonsten nur noch der Debeka Lebensversicherungsverein a.G. (plus fast ein Drittel) und die Provinzial Lebensversicherung AG (plus über ein Sechstel), die weiterhin an fünfter und sechster Stelle liegen. Die sechs vorgenannten Akteure kommen auf einen Marktanteil von über 50 Prozent.

Die Positionen sieben bis zehn belegen mit etwa 999 Millionen Euro bis 948 Millionen Euro die Alte Leipziger Lebensversicherung a.G. (plus über ein Achtel), die HDI Lebensversicherung AG (plus 2,7 Prozent), die WWK Lebensversicherung a.G. (plus ein Sechstel) und die Bayern-Versicherung Lebensversicherung AG (plus fast ein Fünftel). Dabei überholte die Alte Leipziger den HDI.

Die umsatzstärksten Fondspolicen-Anbieter (Bild: Wichert)

Spezialisten am Werk

Wie bedeutsam die Fondspolicen für die einzelnen Versicherer sind, geht weit auseinander. Die höchsten Anteile am Gesamtbestand hatte diese Versicherungsform 2025 mit jeweils um die 97 Prozent bei der vor vier Jahren von der Ideal Lebensversicherung a.G. gekauften (17.6.2022) Mylife Lebensversicherung AG sowie bei der Run-off-Gesellschaft Skandia Lebensversicherung AG.

Dahinter folgen die ebenfalls im Run-off befindliche Heidelberger Lebensversicherung AG (85,1 Prozent), die Helvetia Schweizerische Lebensversicherung AG (81,7 Prozent) und die Zurich Deutscher Herold (81,2 Prozent).

Fünf weitere Anbieter weisen vergleichsweise hohe Fondspolicen-Anteile zwischen knapp 75 und über 60 Prozent auf. Hierzu gehören neben der WWK auch die Deutsche Ärzteversicherung AG, die Neue Leben Lebensversicherung AG, die Generali sowie die Signal Iduna Lebensversicherung AG.

Anteil der Fondspolicen am LV-Geschäft (Bild: Wichert)

Weitere Studiendetails und Bezugshinweis

Der 122-seitige Map-Report Nummer 944 – „Solvabilität im Vergleich 2016 bis 2025“ ist bei der Franke und Bornberg GmbH erschienen. Er enthält neben Übersichten zu den Bedeckungsquoten von 74 Lebens- und 36 privaten Krankenversicherern auch Übersichten zu den Beitragseinnahmen.

Erstmals aufgelistet werden auch Daten von Schaden-/Unfallversicherern – und zwar der 50 nach verdienten Bruttobeiträgen größten Marktakteure. Das Heft kann als E-Paper ab brutto 589,05 Euro über die Bestellseite von Franke und Bornberg erworben werden.

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