24.4.2026 – Im Kraftfahrt-Flottengeschäft erzielt im Versicherungsmaklermarkt die R+V-Gruppe die größten Geschäftsanteile. Dahinter folgen unverändert VHV und Allianz, weiterhin vor der Itzehoer. Dies zeigt die Asscompact-„Marktstudie Private Kfz- und Flottenversicherung 2026“.
Im Privatkundensegment liefern unabhängige Vermittler nach wie vor das mit Abstand meiste Kraftfahrtgeschäft an die VHV Allgemeine Versicherung AG (VersicherungsJournal 14.4.2026). Im Flottengeschäft liegen die Hannoveraner hauchdünn hinter der R+V-Gruppe (inklusive Kravag Versicherungen) an zweiter Stelle.
Dies ist das Ergebnis der Asscompact-„Marktstudie Private Kfz- und Flottenversicherung 2026“. Basis der Untersuchung der BBG Betriebsberatungs GmbH ist eine Anfang Februar unter Versicherungsmaklern durchgeführte Onlineumfrage. Die Größe der Nettostichprobe wird mit 275 Personen angegeben.
Methodik der Asscompact-Studie
Rund 86 Prozent der Befragten waren männlich, etwa 14 Prozent weiblich. Sie haben 30,3 Jahre Branchenerfahrung bei einem Durchschnittsalter von 58,4 Jahren und wollen im Schnitt mit 68 Jahren aus dem Berufsleben ausscheiden. Fast vier von zehn Interviewten gaben an, mindestens bis zum Erreichen des 70. Lebensjahres arbeiten zu wollen.
Im Rahmen der Befragung wurden die Vermittler unter anderem „gebeten, zu ihren präferierten Anbietern jeweils ihre Geschäftsanteile (nach Stück) in Prozent anzugeben. Die Prozentwerte werden als Punktwerte interpretiert, so dass jeder Vermittler maximal 100 Punkte auf alle Anbieter verteilen kann“, wird zur Methodik erläutert.
Abschließend wird den Angaben zufolge ein Index gebildet, bei dem der Anbieter mit dem höchsten Wert 100 Punkte erhält und die weiteren Anbieter anhand ihrer Abstände prozentual abgestuft werden.
Allianz verteidigt Bronzerang bei Kfz-Flottenversicherungen
Nachdem sich die R+V im Vorjahr den Spitzenplatz zurückgeholt hatte (9.4.2025, 10.4.2024, 12.4.2023), baute sie nun den Vorsprung auf die VHV von sechs auf 15 Punkte aus. Dahinter folgen in unveränderter Reihenfolge die Allianz Versicherungs-AG, die Itzehoer Versicherung/Brandgilde von 1691 VVaG und die Axa Versicherung AG.
Während die Allianz nach minimalen Verlusten auf einen zwei Drittel so großen relativen Geschäftsanteil wie die R+V kommt, büßten die beiden anderen Akteure vergleichsweise deutlich ein. Dabei schnitt die Itzehoer mit 32 Zählern um ein gutes Sechstel schlechter ab als vor Jahresfrist, die Axa mit nur noch 16 Punkten sogar um über 40 Prozent schlechter.
Die sechste Position sicherte sich die Württembergische Versicherung AG, die sich um über ein Viertel auf 14 Zähler steigerte. Nicht mehr zu den Testkandidaten gehörte die SV Sparkassenversicherung Gebäudeversicherung AG.
Gut 31 Prozent Finanzdienstleister
Im Rahmen der Untersuchung wurde nicht nur für das Privatkundensegment (14.4.2026), sondern auch für den Bereich Flotte erfragt, welcher Anteil über Pools, Dienstleister, Haftungsdächer oder Verbünde angebahnt oder gar abgewickelt wird.
Ergebnis: Der Anteil liegt im Mittel bei 31,2 Prozent (Vorjahre: 31,5; 26,1; 29,3; 32,1) und damit deutlich niedriger als bei den Privatkunden. Dort wird fast die Hälfte des Geschäfts über Pools & Co. zumindest angebahnt.
Leicht zunehmende Relevanz des Flottengeschäfts erwartet
Erhoben wurden im Rahmen der Studie auch die frühere, die aktuelle und die zukünftige Bedeutung des Geschäftsfelds. Anders als bei den Privatkunden erwarten die Befragten im Flottengeschäft keine abnehmende Relevanz.
Vor fünf Jahren besaß das Flottengeschäft aus heutiger Sicht für 28,3 Prozent der befragten Makler eine „(sehr) große“ Relevanz. Aktuell liegt der bereits bei 34,8 Prozent. Fünf Jahre in die Zukunft geschaut sind es 37,4 Prozent.
Die 236-seitige „Marktstudie Private Kfz- und Flottenversicherung 2026“ enthält zudem Analysen zur Vermittlerzufriedenheit und Weiterempfehlungsbereitschaft. Der Berichtsband kann für 2.950 Euro inklusive Mehrwertsteuer bei Sebastian Sommerer per E-Mail oder per Telefon unter 0921 7575834 bestellt werden.





