13.8.2026 – Die Haftpflichtkasse kommt in der Privathaftpflichtversicherung weiterhin auf den größten Geschäftsanteil im Versicherungsmaklermarkt, gefolgt von der VHV. Die Top Vier wird komplettiert von der Dema und der Helvetia. Deutlich nach oben zeigt die Kurve vor allem bei der GEV (von 13 auf sieben), aber auch bei K&M (von elf auf acht). Dies zeigt die Asscompact-„Marktstudie Privates Schaden-/Unfallgeschäft 2026“.
Die BBG Betriebsberatungs GmbH hat auch in diesem Jahr wieder die Bedeutung der Produktgeber in der privaten Kompositversicherung im Versicherungsmaklermarkt untersucht. Zu den abgefragten Zweigen gehört neben der Wohngebäude- (VersicherungsJournal 11.8.2026) unter anderem auch die Privathaftpflichtversicherung.
Grundlage der Asscompact-„Marktstudie Privates Schaden-/Unfallgeschäft 2026“ ist eine im Juni unter Versicherungsmaklern durchgeführte Onlineumfrage. Die Größe der Nettostichprobe wird mit 254 Personen angegeben.
Rund 87 Prozent der Befragten sind männlich, etwa 13 Prozent weiblich. Sie haben 31,0 Jahre Berufserfahrung bei einem Durchschnittsalter von 58,5 Jahren und wollen im Schnitt mit 67,8 Jahren aus dem Berufsleben ausscheiden.
Methodik der Asscompact-Studie
Im Rahmen der Befragung wurden die Vermittler unter anderem „gebeten, zu ihren präferierten Anbietern jeweils ihre Geschäftsanteile (nach Stück) in Prozent anzugeben. Die Prozentwerte werden als Punktwerte interpretiert, so dass jeder Vermittler maximal 100 Punkte auf alle Anbieter verteilen kann“, wird zur Methodik erläutert.
Abschließend wurde den Angaben zufolge ein Index gebildet, bei dem der Anbieter mit dem höchsten Wert 100 Punkte erhielt und die weiteren Anbieter anhand ihrer Abstände prozentual abgestuft wurden. Dieses Verfahren wurde für alle untersuchten privaten Kompositsparten angewandt.
Haftpflichtkasse behauptet erneut die Führungsposition
Die Spitzenposition verteidigte ein weiteres Mal die Haftpflichtkasse VVaG. An zweiter Stelle liegt unverändert die VHV Allgemeine Versicherung AG, die vor acht Jahren noch die Nase vorn hatte (6.8.2018).
Dabei konnten die Hannoveraner den Rückstand auf die Roßdorfer nicht weiter verkleinern. Im Vergleich zum Vorjahr (11.7.2025) wuchs er von 15 auf 17 Punkte an. Davor hatte er sich von 35 auf 18 Zähler verkleinert (5.7.2024, 14.7.2023).
Den Bronzerang sicherte sich erneut die Dema Deutsche Versicherungsmakler AG. Ihr relativer Geschäftsanteil ist allerdings nicht einmal halb so groß wie der des führenden Akteurs.
Auf den weiteren Plätzen
Den vierten Platz belegen die Helvetia Versicherungen. Im Vorjahr hatte die Baloise Sachversicherung AG Deutschland an sechster und die Helvetia Schweizerische Versicherungsgesellschaft AG, Direktion für Deutschland an neunter Stelle rangiert.
Im Zuge der Fusion der beiden aus der Schweiz stammenden Unternehmen zur Helvetia Baloise Holding AG (2.12.2025) hatte die Versicherungsgruppe ihren Markenauftritt erneuert und angekündigt, noch im laufenden Jahr die Marke „Baloise“ nicht mehr als eigenständige Wortmarke zu nutzen und nur noch unter dem Markennamen „Helvetia“ am Markt aufzutreten (6.2.2026).
Dahinter folgen dicht beieinander die Alte Leipziger Versicherung AG (unverändert an fünfter Stelle), die Axa Versicherung AG (von zwei über vier auf sechs) und die Grundeigentümer Versicherung VVaG (GEV; von 13 auf sieben). Die fünf vorgenannten Akteure kamen auf 23 bis 22 Zähler. Von elf auf acht nach oben ging es für die Konzept & Marketing – ihr unabhängiger Konzeptentwickler GmbH (K&M).
Nicht mehr genug Bewertungsstimmen erhielten die Adam Riese GmbH (2025: Platz sieben), die Vorjahres-Neunte Interrisk Versicherungs-AG Vienna Insurance Group und die vor Jahresfrist direkt dahinter rangierende Rhion Versicherung AG.
Weitere Studiendetails und Bezugshinweis
Konkrete Gründe für die zum Teil deutlichen Veränderungen sind dem Berichtsband der Studie nicht zu entnehmen.
Die 274-seitige „Marktstudie Privates Schaden-/Unfallgeschäft 2026“ enthält neben detaillierten Ranglisten zu den Geschäftsanteilen und zur Vermittlerzufriedenheit auch eine Analyse der Top-Anbieter. Der Berichtsband kann für 2.950 Euro inklusive Mehrwertsteuer bei Sebastian Sommerer per E-Mail oder per Telefon unter 0921 7575834 bestellt werden.





