Ascore kürt die besten Privathaftpflichtpolicen

5.6.2026 – In der am Donnerstag veröffentlichten Neuauflage des Produktscorings Privathaftpflichtversicherung hat Ascore 348 Produkte von 58 Anbietern für Singles und Familien unter die Lupe genommen. Die Höchstnote „sechs Kompasse“ („herausragend“) erhielt jeweils knapp jede vierte Offerte. In etwa genauso viele Testkandidaten bekamen fünf Kompasse.

Die Ascore Das Scoring GmbH hat erneut die Bedingungsqualität von Privathaftpflichtpolicen unter die Lupe genommen und am Donnerstag die aktuellen Ergebnisse des Produktscorings-Updates vorgelegt.

Das Produktscoring basiert auf einem Vergleich von 42 (Zielgruppe Familie) beziehungsweise 38 Anforderungen (Zielgruppe Single). Neben zahlreichen mit „Ja“ oder „Nein“ zu beantwortenden Fragen wurde für bestimmte Anforderungen jeweils eine Benchmark definiert, die sich an marktüblichen Standards orientiert. Wird diese Hürde erfüllt, erhält der Versicherer jeweils einen Punkt.

Punkte werden in Kompasse umgerechnet

Wie gut der vorgegebene Maßstab erfüllt wird, bleibt unberücksichtigt. Wird die Messlatte verfehlt, vergeben die Analysten keine Punkte. Das Unterschreiten einer Benchmark kann auch nicht durch ein Übererfüllen bei einem anderen Kriterium kompensiert werden.

Die Punkte werden schließlich in Kompasse umgerechnet. Die Höchstnote sind sechs dieser Richtungsanzeiger („herausragend“). Im schlechtesten Fall wird nur ein Kompass („schwach“) vergeben. Die Bewertungen dazwischen lauten „ausgezeichnet“ (fünf Kompasse), „sehr gut“ (vier Kompasse), „gut“ (drei Kompasse) und „ausreichend“ (zwei Kompasse).

Bis zu 30 Score-Kriterien

Die Prüfpunkte für die Haftpflichtpolicen sind aufgeteilt auf die neun Bereiche Antrag/Vertrag, Deckungsumfang, (Miet-)Sachschäden, „Fahrzeuge, Freizeit, Sport“, Umweltschäden, Tätigkeiten, Immobilienbesitz und Vermietung, sonstige Leistungen, Personen und Familie sowie Ausland.

Die Kriterien reichen von „B“ wie „Bauherrenrisiko“ über „E“ wie „eigene und fremde Segel- oder Motorboote“ bis „V“ wie „Verlust fremder privater Schlüssel“.

Zusätzlich zu den 42 (38) Score-Kriterien für Familien (Singles) umfasst die Analyse 67 (60) „IR-Kriterien“ (Individual Research). Diese ergänzen den Angaben zufolge „die Bewertung um weiterführende Informationen und liefern zusätzliche Orientierung für Produktvergleiche und Detailanalysen“.

Für das aktuelle Update wurden einige neue Aspekte in den Prüfkatalog aufgenommen. Dazu gehört neben dem Kriterium „Bauherrenrisiko – Versicherungsschutz bei Eigenleistung oder Nachbarschaftshilfe“ auch der Aspekt „Forderungsausfalldeckung: Geltungsbereich umfasst die Mitgliedstaaten der EU, das Vereinigte Königreich, Norwegen und die Schweiz“.

Erstmals Tarife mit der Höchstnote

Das Analysehaus hat im Rahmen des Scoring-Updates insgesamt 348 Tarifkonfigurationen von 58 Produktgebern unter die Lupe genommen. Davon erhielten in der Zielgruppe Familien 40 und in der Zielgruppe Singles 42 Angebote die Höchstnote „herausragend“.

Mit fünf der Richtungsanzeiger wurden im Segment Familien (Singles) fast jede vierte (knapp jede fünfte) Lösung bedacht. Vier Kompasse erhielt jeder fünfte (sechste) Testkandidat.

Drei Richtungsanzeiger bekam jede siebte (sechste) Offerte, zwei Kompasse erreichte jeder zehnte (neunte) Prüfling. Die Note „schwach“ wurde an knapp sieben (gut sechs) Prozent der Offerten vergeben.

Notenspiegel (Bild: Wichert)

Bestnote für fast drei Dutzend Privathaftpflichtversicherer

Zur Gruppe der Produktgeber, die für mindestens eines ihrer Haftpflicht-Angebote die Bestnote erhielten, gehören in beiden Zielgruppen:

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