27.4.2026 – Die MMV ist der Topanbieter aus Sicht von Versicherungsmaklern, wenn es um die Vermittlung von Policen zur Absicherung von Wohnmobilen geht. Sie löste die R+V-Gruppe als Spitzenreiter ab, die weiterhin vor der VHV liegt. Dies ist ein Ergebnis der „Marktstudie Private Kfz- und Flottenversicherung 2025“ der BBG Betriebsberatungs GmbH.
Die rund 887.560 haftpflichtversicherten Campingfahrzeuge (Wagniskennziffer (WKZ) 127) haben 2024 annähernd 32.300 Schäden mit einem Schadenaufwand von 125,3 Millionen Euro verursacht.
Das geht aus der „Jahresgemeinschaftsstatistik über den Schadenverlauf in der Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung 2024“ hervor. Sie wird vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) gemeinsam herausgegeben und beinhaltet keine Aufwendungen für die Schadenregulierung.
Schadengeschehen hat sich verschlechtert
Im Vergleich zu 2023 (VersicherungsJournal 22.4.2025) stieg die Zahl der versicherten Risiken erneut um rund ein Zwölftel. Die Zahl der Crashs nahm um sechs Prozent zu, während sich die Kosten um mehr als ein Sechstel erhöhten. Infolge dieser Entwicklung hat sich das Schadengeschehen aus Versicherersicht verschlechtert.
Für die Fahrzeugart werden in der aktuellen Statistik eine Schadenhäufigkeit von 36 Unfällen je 1.000 Jahreseinheiten (2023: 37; 2022: 36; 2021: 35 Unfälle) und ein Durchschnittsschaden von 3.878 Euro (3.514; 3.250; 3.081) ausgewiesen. Der für die Prämienkalkulation wichtige Schadenbedarf liegt bei 141 Euro (130; 117; 108).
Unfallhäufigkeit steigt mit dem Fahrzeugalter
Ein tieferer Blick in die Statistik zeigt: Mit ansteigendem Fahrzeugalter fällt unter statistischen Aspekten betrachtet das Schadengeschehen schlechter aus.
So verursachten 2024 von je 1.000 Fuhrwerken dieser Art, die noch keine sechs Jahre auf der Straße unterwegs waren, nur 36 einen Haftpflichtschaden. Zum Vergleich: Die Gesamtheit aller Pkw verursachte 50 Haftpflichtschäden je 1.000 Fahrzeuge (11.12.2025).
Mit steigendem Alter des Campingfahrzeugs nimmt die Unfallhäufigkeit tendenziell zu. So wurden in den Gruppen zwischen zwölf und 22 Jahren bereits jeweils etwa 40 Zusammenstöße je 1.000 versicherte Risiken registriert. Bei den sehr alten Fuhrwerken (ab 31 Jahren) waren es hingegen nur noch 27 Unfälle je 1.000 Einheiten.
Allerdings gehört nur jeder zwölfte fahrbare Untersatz mit der WKZ 127 zur letztgenannten Gruppe. Am stärksten besetzt ist mit 38 Prozent die Riege der jungen Fahrzeuge mit höchstens sechs Jahren.
Höherer Schadenbedarf bei älteren Campingfahrzeugen
Die Klasse der zehn- bis elfjährigen Gefährte kommt mit 159 Euro auf den höchsten Schadenbedarf. Mit sinkender Fahrleistung nimmt dieser fast kontinuierlich ab. In der Gruppe der 17- bis 22-jährigen Fuhrwerke fällt der Schadenbedarf mit 157 Euro ähnlich hoch aus. Am niedrigsten ist der Wert mit 113 Euro bei den über 31 Jahre alten Gefährten.
Diese Gruppe kommt allerdings hinsichtlich der durchschnittlichen Kosten pro Crash am schlechtesten weg (4.208 Euro). Der niedrigste Wert wird für die sechs bis neun Jahre alten fahrbaren Untersätze ausgewiesen (3.656 Euro).
Absicherung von Wohnmobilen: MMV ist Topanbieter aus Vermittlersicht
Auf welche Produktgeber unabhängige Versicherungsmakler bei der Absicherung von Wohnmobilen setzen, hat die BBG Betriebsberatungs GmbH im Rahmen der Asscompact-„Marktstudie Private Kfz- und Flottenversicherung 2026“ ermittelt. Diese basiert auf einer Onlineumfrage unter Maklern und Mehrfachvertretern. Die Größe der Nettostichprobe wird mit 275 Personen angegeben.
Aufgeführt werden neben Ranglisten zu den Geschäftsanteilen und zur Weiterempfehlungsbereitschaft (14.4.2026, 24.4.2026) unter anderem Ranglisten der Topanbieter für verschiedene Sonderrisiken im Kraftfahrtsegment.
Beim Sonderrisiko „Wohnmobile“ verlor die R+V-Gruppe (inklusive Kravag Versicherungen) als solche den Spitzenplatz. Mit einem Anteil von nur noch etwas über einem Fünftel (Vorjahr: weit über ein Drittel) findet sich die Gruppe nur noch an zweiter Stelle wieder.
Eindeutiger Favorit der Makler ist die MMV GmbH Versicherungsmakler, die vor Jahresfrist noch nicht zu den namentlich aufgeführten Testkandidaten gehört hatte. Sie konnte aktuell fast 40 Prozent der Favoritennennungen auf sich vereinen. Laut Internetimpressum ist das Unternehmen als Versicherungsmakler tätig und vertreibt spezielle Deckungskonzepte mit den Risikoträgern R+V und Kravag.
VHV rutscht auf Bronzerang ab
Den Bronzerang belegt die Vorjahreszweite VHV Allgemeine Versicherung AG, für die gut jeder sechste Interviewte votierte. Dahinter folgen die Helvetia Schweizerische Versicherungsgesellschaft AG, Direktion für Deutschland (von fünf auf vier) und die Axa Versicherung AG (von sechs auf fünf).
Gleichauf an sechster Stelle liegen die Allianz Versicherungs-AG (drei Plätze verschlechtert) und die Itzehoer Versicherung/Brandgilde von 1691 VVaG (zwei Ränge verschlechtert). Die achte Position teilen sich die OCC Assekuradeur GmbH und die Verti Versicherung AG. Die sechs letztgenannten Anbieter kamen auf Anteile zwischen gut sechs und knapp vier Prozent.
Die 236-seitige „Marktstudie Private Kfz- und Flottenversicherung 2026“ enthält zudem Analysen zur Vermittlerzufriedenheit und Weiterempfehlungsbereitschaft. Der Berichtsband kann für 2.950 Euro inklusive Mehrwertsteuer bei Sebastian Sommerer per E-Mail oder per Telefon unter 0921 7575834 bestellt werden.






