29.7.2026 – Laut einer Umfrage im Auftrag der Continentale verfügen 37 Prozent der Berufstätigen über eine betriebliche Altersvorsorge. Andere betriebliche Vorsorgeangebote sind deutlich seltener verbreitet: Elf Prozent haben eine betriebliche Krankenversicherung und acht Prozent eine betriebliche Berufsunfähigkeitsversicherung über ihren Arbeitgeber abgeschlossen.
Die Continentale Versicherungsgruppe hat erneut eine Studie bei der Heute und Morgen GmbH beauftragt, um zu schauen, wie die Deutschen abgesichert sind. Die Studienreihe erscheint seit dem Jahr 2000 und beleuchtet regelmäßig unterschiedliche Schwerpunktthemen.
In diesem Jahr steht unter anderem die betriebliche Vorsorge im Fokus. Bundesweit wurden 1.387 Personen ab 18 Jahren repräsentativ befragt, darunter 823 Berufstätige.
Die vollständige Studie „So versichert sich Deutschland: Zwischen Klassikern, Trends und blinden Flecken“ erscheint erst im September, wie eine Unternehmenssprecherin auf Nachfrage bestätigte. Ausgewählte Ergebnisse stellt die Continentale der Presse jedoch bereits vorab zur Verfügung.
37 Prozent haben eine Betriebsrente
Laut Umfrage verfügen 37 Prozent der befragten Berufstätigen über eine betriebliche Altersversorgung (bAV). Weitere 14 Prozent gaben an, dass ihr Arbeitgeber ihnen zwar eine solche angeboten habe, sie jedoch keinen Vertrag abgeschlossen hätten.
51 Prozent erklärten dagegen, dass sie keine bAV über ihren Arbeitgeber haben. Ihnen wurde auch kein entsprechender Vertrag angeboten.
bUV auf Platz zwei vor der bKV
Am zweithäufigsten verbreitet ist die betriebliche Unfallversicherung (bUV), über die 13 Prozent der Berufstätigen verfügen. Weitere sieben Prozent gaben an, dass ihr Arbeitgeber ihnen einen entsprechenden Schutz angeboten habe, sie diesen jedoch nicht abgeschlossen hätten.
Es folgt die betriebliche Krankenversicherung (bKV). Elf Prozent haben eine bKV abgeschlossen, acht Prozent erhielten ein entsprechendes Angebot ihres Arbeitgebers.
„Die aktuelle GKV-Reform dürfte der bKV zusätzlichen Rückenwind verleihen“, sagt Jürgen Wörner, Vorstand Vertriebspartnerbetreuung und Kundendienst bei der Continentale Versicherung. Als Gründe nennt er höhere Zuzahlungen bei Medikamenten, geringere Festzuschüsse beim Zahnersatz und Leistungseinschränkungen in der gesetzlichen Krankenversicherung (VersicherungsJournal 20.7.2026).
Acht Prozent sind über Betrieb gegen Berufsunfähigkeit versichert
Eine betriebliche Berufsunfähigkeitsversicherung (bBU) haben nach der Umfrage acht Prozent der Berufstätigen abgeschlossen. Offen bleibt allerdings, ob die übrigen Befragten stattdessen privat gegen das Risiko einer Berufsunfähigkeit vorsorgen. Dazu macht die Continentale keine Angaben.
Die Umfrage deutet zudem auf Informationsdefizite hin. Rund die Hälfte der Befragten gab an, dass ihr Arbeitgeber keine betriebliche Vorsorge anbietet oder sie nicht wüssten, welche Angebote im Unternehmen bestehen. Die Continentale leitet daraus einen hohen Beratungsbedarf ab und sieht Chancen für Vermittler, betriebliche Vorsorgelösungen stärker zu vermitteln.





