Die besten Hausratversicherungen im Urteil von Franke und Bornberg

5.6.2026 – In der am Donnerstag veröffentlichten Neuauflage des Produktratings Hausratversicherung hat Franke und Bornberg 363 Offerten von 102 Anbietern unter die Lupe genommen. Die Höchstnote „FFF+“ („hervorragend“) erhielten 103 Angebote von 53 Produktgebern. Ein gutes Fünftel erhielt mit „FFF“ („sehr gut“) die zweitbeste Note. Fast jeder fünfte Testkandidat schnitt allerdings nur mit „ausreichend“ („F+“) oder schlechter ab.

Die Franke und Bornberg GmbH (FuB) hat ihr Rating von Hausrat-Tarifen für Privatpersonen überarbeitet und am Donnerstag die aktualisierten Ergebnisse veröffentlicht.

So wurden die Hausratversicherungen bewertet

Als Quellen für das Rating werden nach Unternehmensangaben ausschließlich die Versicherungsbedingungen sowie gegebenenfalls verbindliche Verbraucherinformationen, Antragsformulare, Versicherungsscheine, Geschäftsberichte und per Stichprobe verifizierte Daten genutzt.

Die Testkandidaten wurden zunächst dahingehend überprüft, in welchen Ausprägungen beziehungsweise Varianten welche Detailleistungen und Einzelregelungen angeboten werden, wird zur methodischen Vorgehensweise erläutert.

Bewertung von null bis 100 und Mindeststandards

Die Qualität der jeweiligen Regelungen wurde in einem nächsten Schritt auf einer Skala von null für die schlechteste Ausprägung bis 100 für die beste Ausprägung eingeordnet. Danach wurden die einzelnen Leistungskriterien entsprechend ihrer Bedeutung aus Kundensicht gewichtet.

Die Klassen sind den Angaben zufolge „in ihrer Bandbreite so bemessen, dass geringfügige, für die Praxis unerhebliche Punktunterschiede nicht zur Einstufung in eine andere Klasse führen. Zusätzlich werden Mindeststandards berücksichtigt“. Die sieben Bewertungsklassen reichen von „FFF+“ („hervorragend“) bis „F-“ („ungenügend“).

92 Prüfkriterien an Hausrat-Tarife angelegt

Im Vergleich zum Vorjahr (VersicherungsJournal 30.4.2025) wurde das Bewertungsraster den Angaben zufolge „gezielt weiterentwickelt.“ So wurden etwa Mehrleistungen bei energetischer Modernisierung und Technologiefortschritt sowie Leistungen bei Diebstahl von Gehhilfen und Stützapparaten in den Prüfkatalog aufgenommen.

Zudem wurden die Mindeststandards verschärft. „FFF+“-Tarife müssen nun bei grob fahrlässig herbeigeführten Schäden unabhängig von der Schadenhöhe auf eine Leistungskürzung verzichten, bei Rauch- und Rußschäden bis zur vereinbarten Versicherungssumme leisten und bei Diebstahl aus Wohnmobilen ohne Einschränkungen bezogen auf Uhrzeiten oder Dauern einer Fahrtunterbrechung leisten.

Insgesamt gingen in die Ratingbewertung 92 Prüfkriterien (Single) ein. Diese sind thematisch 35 Hauptpunkten zugeordnet, wie in den Bewertungsgrundlagen (PDF, 216 KB) nachzulesen ist. Dort sind auch weitere Informationen zur Methodik der Untersuchung zu finden.

Bestnote für 53 Hausratversicherer

Die Analysten haben aktuell 363 (2025: 356) Tarifkonfigurationen von 102 (96) Gesellschaften unter die Lupe genommen. Sie heben hervor, dass die meisten Anbieter Hausratpolicen in mehreren Varianten auf den Markt brächten.

An gut jede vierte (annähernd jede dritte) Offerte wurde die Höchstnote „FFF+“ vergeben. Zur Gruppe der Produktgeber mit der Bestnote gehören laut der laufend aktualisierten Auflistung im FuB-Internetauftritt die:

Vier Aufsteiger in die Spitzengruppe

Neben zahlreichen „Wiederholungstätern“ schafften DA Direkt, Fahrlehrerversicherung, HFK1676 und SV den Aufstieg in die Gruppe der Anbieter mit mindestens einem „FFF+“-Angebote. Nicht mehr dazu gehören einerseits die Akteure Axa Versicherung AG (auch DBV), Domcura AG, Ergo Versicherung AG, Europa Versicherung AG, HDI Versicherung AG und Helvetia Versicherungen.

Nicht mehr zu den Anbietern mit der Höchstnote gehören auch Häger Versicherungsverein a.G., MVK Versicherung VVaG, Prokundo GmbH, PVAG Polizeiversicherungs-AG, Signal Iduna Allgemeine Versicherung AG, Sparkassen-Versicherung Sachsen Allgemeine Versicherung AG (SV Sachsen) und Vödag Versicherung für den öffentlichen Dienst, Zweigniederlassung der Adler Versicherung AG,

Fast 70 Prozent der Testkandidaten mindestens „gut“

Gut jeder fünfte (2025: knapp jeder fünfte) Testkandidat wurde mit der Note „FFF“ („sehr gut“) bedacht, fast jeder fünfte (Vorjahr: mehr als jeder sechste) mit „FF+“ („gut“). In etwa jede achte (2025: fast jede siebte) Lösung erhielt ein „FF“ („befriedigend“), jede zehnte (Vorjahr: circa jede 15.) ein „ausreichend“ („F+“).

Rund jede zwölfte (2025: zehnte) Offerte schnitt schlechter als „ausreichend“ ab. Dabei kamen sechs (zehn) Tarife nicht über ein „ungenügend“ („F-“) hinaus.

Notenspiegel (Bild: Wichert)

Deutliche Leistungsunterschiede

Die Analysten teilten im Rahmen des Ratingupdates mit, dass Lösungen, die nur „befriedigend“ oder schlechter wegkommen, Defizite bei Onlineschäden und beim unberechtigten Gebrauch von Kreditkarten böten.

„Auch rund um Diebstähle offenbaren sich Lücken, etwa bei Trickdiebstahl, Diebstahl aus Kraftfahrzeugen, auf Reisen oder am Arbeitsplatz. Leistungen für gestohlene Gartenmöbel, Grills, Kinderwagen sowie Gehhilfen und Stützapparate sind ebenfalls nicht immer selbstverständlich“, stellen die Analysten heraus.

Wie beurteilen Sie diesen Artikel?
Artikel-Werkzeuge für Sie
Diese Seite empfehlen
Weitere Artikel der aktuellen Ausgabe
Diese Artikel könnten Sie noch interessieren