4.11.2026 – Die versicherungsgeschäftlichen Ergebnisquoten der privaten Krankenversicherer lagen im Fünfjahresschnitt zwischen 28,7 (Mecklenburgische) und 6,3 Prozent (Huk-Coburg). Das zeigt der Map-Report 945. Der Münchener Verein wies mit minus 0,4 Prozent (2024) die niedrigste Quote in einem der Jahre auf, die Mecklenburgische mit 36,5 Prozent (2022) die höchste. Bei Letzterer fiel die Schwankungsbreite mit über 15 Prozentpunkten am größten aus.
Im Schnitt der Jahre 2021 bis 2025 haben die Anbeiter der privaten Krankenversicherung (PKV) eine versicherungsgeschäftliche Ergebnisquote (nach dem PKV-Kennzahlenkatalog (PDF; 248 KB)) von 10,5 Prozent erzielt.
Dies ist dem Map-Report Nummer 945 – „Bilanzrating private Krankenversicherung 2025“ zu entnehmen. Dabei wurde der fünfjährige Durchschnitt aus fünf einzelnen Quoten der Jahre 2021 bis 2025 ermittelt.
Mecklenburgische mit der höchsten Quote
Für die Mecklenburgische Krankenversicherungs-AG haben die Analysten den höchsten Wert errechnet (28,7 Prozent). 16 Prozent waren es bei der Provinzial Krankenversicherung Hannover AG.
Dahinter folgen mit 14,8 bis 13,7 Prozent die Württembergische Krankenversicherung AG, die R+V Krankenversicherung AG, die Landeskrankenhilfe V.V.a.G. (LKH), die Alte Oldenburger Krankenversicherung AG, die DEVK Krankenversicherungs-AG und die Generali Deutschland Krankenversicherung AG.
Letztere schnitt damit am besten unter den Platzhirschen mit mindestens 1,45 Milliarden Euro gebuchten Bruttoprämien in der Vollversicherung ab (VersicherungsJournal 4.11.2026).
Huk-Coburg mit der niedrigsten Quote
Der niedrigste Wert wird mit 6,3 Prozent für die Huk-Coburg-Krankenversicherung AG ausgewiesen. Unter sieben Prozent waren es auch bei der Münchener Verein Krankenversicherung a.G. sowie der Concordia Krankenversicherungs-AG.
Zwischen 7,5 und 8,5 Prozent lagen die Barmenia Krankenversicherung AG, die Inter Krankenversicherung AG und die Versicherer im Raum der Kirchen Krankenversicherung AG (VRK).
Münchener Verein mit dem Tiefstwert im Beobachtungszeitraum
Die absolut niedrigste Quote im Betrachtungszeitraum stand im Jahr 2024 für den Münchener Verein zu Buche. Das Unternehmen erläutert im Konzern-Geschäftsbericht 2024 (PDF, 6,6 MB) zum Hintergrund:
„Neben der hohen Leistungssteigerung, die auch durch ein deutlich negatives Abwicklungsergebnis für 2023 beeinflusst ist, schlagen hier auch die Abschlusskosten für das äußerst positive Neugeschäft belastend zu Buche, da diese erst im weiteren Versicherungsverlauf durch die Beiträge finanziert werden.“
Bei leicht auf 20,15 Millionen Euro gesunkenen Verwaltungsaufwendungen stiegen die Abschlussaufwendungen um über ein Viertel auf 74,55 Millionen Euro. Die Schadenaufwendungen erhöhten sich um ein Achtel auf 568,4 Millionen. Gleichzeitig nahmen die verdienten Bruttoprämien aber „nur“ um fünf Prozent auf 660,2 Millionen Euro zu.
Bis zu über 15 Prozent Schwankungsbreite
Die höchste versicherungsgeschäftliche Ergebnisquote unter allen Gesellschaften erzielte im Beobachtungszeitraum die LKH im Jahr 2022 mit 36,5 Prozent. Sie wies auch in den übrigen betrachteten Jahren die höchste Quote der aufgelisteten Marktteilnehmer auf. Die größte Schwankungsbreite war mit über 15 Prozentpunkten ebenfalls bei der LKH zu beobachten.
Der Map-Report Nummer 945 – „Bilanzrating private Krankenversicherung 2025“ ist bei der Franke und Bornberg GmbH erschienen. Er enthält auf 150 Seiten neben den detaillierten Ratingergebnissen (15.9.2026) auch Übersichten zu insgesamt mehr als zwei Dutzend Bilanzkennzahlen (Geschäftsjahr 2025) von rund drei Dutzend Anbietern.
Dazu gehören neben den Abschluss- (27.10.2026, 27.10.2026) und Verwaltungskostensätzen (21.10.2026, 21.10.2026) unter anderem auch die Nettorenditen (13.10.2026). Auflistungen gibt es auch zu den verdienten Bruttoprämien insgesamt (16.9.2026) sowie den Bestandszahlen in der Ergänzungs- (21.9.2026, 24.9.2026, 24.9.2026) und der Vollversicherung.
Das Heft bietet auch Einzelübersichten mit acht ausgewählten Kennzahlen in der Zeitreihe von 2014 bis 2025. Es ist als E-Paper ab 495 Euro netto über die Bestellseite von Franke und Bornberg erhältlich.





