26.10.2026 – Die Anbieter der Wohngebäudeversicherung erzielten 2025 in dieser Sparte laut GDV mit rund 19,2 Millionen Verträgen im Bestand etwa 14,35 Milliarden Euro gebuchte Bruttoprämien. Die Ranglisten nach Policenbestand und nach Beitragseinnahmen führt jeweils die Allianz an. Dahinter folgen SV, Bayerische Landesbrand und Provinzial (Kontrakte) beziehungsweise Provinzial, R+V und Axa (Beiträge). Prozentual legten unter den Marktgrößen die Allianz nach Policen und die Gothaer nach Prämien am stärksten zu. Dies zeigt der „Branchenmonitor 2026: Wohngebäudeversicherung“ von V.E.R.S. Leipzig.
Die deutschen Wohngebäudeversicherer hatten Ende 2025 laut den „Statistiken zur deutschen Versicherungswirtschaft“ des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) rund 19,2 Millionen Verträge im Bestand. Das waren – bereinigt aufgrund der Änderung der Grundgesamtheit – 0,1 Prozent weniger als im Jahr zuvor.
Allianz bei den Einzelgesellschaften an der Spitze
Auf Ebene der Einzelgesellschaften betrachtet hatte mit über 2,3 Millionen die Allianz Versicherungs-AG die meisten Policen in den Büchern. Dies zeigt der „Branchenmonitor: Wohngebäudeversicherung 2026“ der V.E.R.S. Leipzig GmbH. In diesem werden zahlreiche Kennzahlen der 50 größten Marktteilnehmer mit rund 95 Prozent Marktanteil dargestellt.
An zweiter Stelle liegt die SV Sparkassenversicherung Gebäudeversicherung AG mit knapp 1,3 Millionen Verträgen vor der Bayerischen Landesbrandversicherung AG mit 1,15 Millionen. Dahinter folgen mit ebenfalls über einer Million Policen die Provinzial Versicherung AG und die R+V Allgemeine Versicherung AG.
Die Wohngebäudeversicherer auf den weiteren Plätzen
Die Ränge sechs bis zehn belegen die Bayerischer Versicherungsverband Versicherungs-AG, die Axa Versicherung AG, der LVM Landwirtschaftlicher Versicherungsverein Münster a.G., die Huk-Coburg Haftpflicht-Unterstützungs-Kasse kraftfahrender Beamter Deutschlands a.G. in Coburg und die Generali Deutschland Versicherung AG.
Ihre Bestände liegen zwischen 890.000 und rund 704.000 Verträgen. Im Vergleich zum Vorjahr gab es keine Positionsveränderungen (VersicherungsJournal 13.11.2025).
Zwischen plus 50.400 und minus 76.300 Verträgen
Fünf von den zehn Marktgrößen mit mehr als 700.000 Kontrakten gelang es, im Vergleich zu 2024 zuzulegen. Nur die R+V und der LVM bauten ihren Bestand im fünfstelligen Bereich aus, wenn Letzterer auch nur so gerade eben.
Die größten Einbußen dagegen hatte die Bayerische Landesbrand zu verzeichnen (minus fast 76.300 Policen). Rund 35.300 Kontrakte weniger im Bestand als ein Jahr zuvor hatte die Axa und etwa 29.100 weniger die SV.
Für die Allianz errechnet sich mit 2,2 Prozent die höchste Steigerungsrate, beim LVM sind es knapp zwei Prozent. Am stärksten schrumpfte die Vertragszahl prozentual bei der Bayerischen Landesbrand mit minus 6,2 Prozent. Vier Prozent betrug das Minus der Axa und über zwei Prozent dasjenige der SV.
Prämienvolumen: Allianz vor Provinzial, R+V und Axa
Nach gebuchten Bruttobeiträgen – diese beliefen sich den Angaben des GDV zufolge 2024 branchenweit auf etwa 14,35 Milliarden Euro (plus 8,3 Prozent) – zeigt sich eine etwas andere Reihenfolge. Auch hier liegt die Allianz an der Spitze – mit aktuell annähernd zwei Milliarden Euro gebuchter Bruttoprämie.
Die zweite Position belegt die Provinzial mit 1,2 Milliarden Euro vor der R+V mit annähernd einer Milliarde Euro. Dahinter folgen die Axa mit aktuell rund 843 Millionen Euro Umsatz und die SV mit knapp 835 Millionen. An sechster bis zehnter Stelle liegen der LVM, der Bayerische Versicherungsverband, die Ergo Versicherung AG, die Gothaer und die Generali mit Bruttobeitragseinnahmen zwischen 601 und 446 Millionen Euro.
Besser als bei den Verträgen positionieren sich die Gothaer (fünf Plätze), die Ergo (vier Ränge), die Axa (drei Positionen) sowie Provinzial, R+V und LVM (jeweils zwei Plätze). Schlechter reihten sich der Huk-Coburg VVaG mit Platz 14 (neun) nach Umsatz (Verträgen), die SV mit Rang fünf (zwei) und der Bayerische Versicherungsverband mit Position sieben (sechs) ein. Nur an 23. Stelle beim Umsatz rangiert die vertragsmäßig drittplatzierte Bayerische Landesbrand.
Ergo und Allianz mit dem größten Prämienwachstum
Unter den zehn Marktteilnehmern mit dem größten Beitragsaufkommen legte die Gothaer mit fast einem Fünftel am stärksten zu. Dadurch verdrängte sie die Generali in der Umsatzrangliste vom neunten Platz.
Die Ergo, die Allianz, der LVM und die R+V bauten ihre Einnahmen ebenfalls im zweistelligen Prozentbereich aus. Knapp unter der Marke von zehn Prozent blieb die Axa. Unterdurchschnittliche Zuwachsraten zwischen 6,9 und 4,6 Prozent standen für den Bayerischen Versicherungsverband, die Provinzial, die Generali und die SV zu Buche. Letztere verlor Position vier in der Rangliste an die Axa.
Der „Branchenmonitor 2026: Wohngebäudeversicherung“ enthält zahlreiche weitere Kennzahlen zum Versicherungszweig. Die Daten werden auf Sechsjahressicht dargestellt (2020 bis 2025). Die rund 80-seitige Studie kann als PDF-Version für brutto 1.090,10 Euro inklusive Mehrwertsteuer bei Maik Entrich per E-Mail oder per Telefon unter 0341 24659262 bestellt werden.








