8.7.2026 – Für das vergangene Jahr zählte Destatis deutlich mehr Verkehrsunfälle. Dabei stieg die Zahl der Crashs mit Sachschaden nur minimal und lange nicht so deutlich wie die der Unglücke mit Personenschaden. Personenschadenunfälle gehen zu einem Großteil auf menschliches Fehlverhalten zurück. Hier dominiert als Hauptursache „Abbiegen, Wenden, Rückwärts- sowie Ein- und Anfahren“.
Die Zahl der Verkehrstoten ist im vergangenen Jahr um 62 beziehungsweise 2,2 Prozent auf 2.832 gestiegen. Die Zahl der Verletzten erhöhte sich um 1,7 Prozent auf 371.109. Dies geht aus den am Dienstag vom Statistischen Bundesamt (Destatis) veröffentlichten, endgültigen Ergebnissen der Verkehrsunfallstatistik für 2025 hervor.
Langfristig gesehen Abwärtstrend bei den Verkehrstoten
Trotz des Anstiegs entspricht der aktuelle Wert dem viertniedrigsten Stand. Zudem ist bei der Anzahl der Verkehrstoten langfristig ein deutlicher Rückgang zu beobachten. So lag die Zahl bis 2006 noch bei über 5.000, wie aus früher von den Statistikern veröffentlichten Daten hervorgeht.
Im Jahr 2000 waren es noch mehr als 7.500 – und 1991 lag die Zahl der bei Unfällen im Straßenverkehr gestorbenen Personen mit deutlich über 11.000 Personen in etwa viermal so hoch wie aktuell. Der Rückgang zwischen 1991 und 2025 beläuft sich auf drei Viertel.
Zum Vergleich: Allein seit 2012 hat die Zahl der zugelassenen Fahrzeuge um fast ein Viertel auf zuletzt 69,1 Millionen zugenommen.
Langfristig weniger Unfälle mit Personenschäden
Laut Destatis ging es bei den polizeilich erfassten Verkehrsunfällen nur minimal nach oben (plus 0,4 Prozent auf 2,52 Millionen). Erhöht hat sich dabei vor allem die Zahl der Unfälle mit Personenschäden (plus 2.3 Prozent auf 297.364). Die Zahl der Crashs, bei denen es bei Sachschäden blieb, wuchs minimal um 0,1 Prozent an (auf 2,22 Millionen).
In der Zeitreihe ist bei den für die Kfz-Versicherer besonders teuren Unfällen mit Personenschäden ein deutlicher Rückgang festzustellen. In den Jahren um die letzte Jahrhundertwende waren es teils deutlich mehr als 350.000. In den 1990er-Jahren lag die Zahl noch bei in der Spitze fast 390.000 und damit um fast ein Drittel höher.
Ein ähnliches Bild zeigt sich auch bei den bei Straßenverkehrsunfällen verletzten Personen. Deren Zahl fiel im vergangenen Jahr mit weniger als 374.000 im Vergleich zu einigen Jahrzehnten zuvor niedriger aus. Denn in den 1990er-Jahren und zu Beginn des Jahrtausends waren es noch zum Teil deutlich mehr als 500.000.
Schwere Unfälle überwiegend wegen menschlichen Fehlverhaltens
Wie aus den amtlichen Daten weiter hervorgeht, gingen die Crashs mit Personenschaden fast ausschließlich (über 90 Prozent) auf menschliches Fehlverhalten zurück. Hauptursache waren falsches Abbiegen, Wenden, Rückwärtsfahren sowie Ein- und Anfahren. Dieses Fehlverhalten wird in fast jedem fünften Fall als Hauptursache in der Statistik aufgeführt.
Dahinter folgen anteilsmäßig dicht beieinander Vorfahrtsverletzungen eines Fahrers sowie das Unterschreiten des nötigen Abstandes zum vorausfahrenden Verkehrsteilnehmer (jeweils rund ein Sechstel).
Eine zu hohe oder den Straßenverhältnissen nicht angepasste Geschwindigkeit war in fast jedem achten Fall die Ursache für einen durch menschliches Fehlverhalten verursachten Verkehrsunfall mit Personenschaden.
Deutlich abgenommen hat nur die Zahl der Crashs, die auf falsches Verhalten gegenüber Fußgängern zurückgingen (minus fünf Prozent). Rückläufig waren auch die Ursachen nicht angepasste Geschwindigkeit sowie Alkohol, Drogen & Co. (Verkehrstüchtigkeit). Dafür haben Unfälle beim Abbiegen, Wenden sowie Rückwärts-, Ein- und Anfahren sowie durch Abstandsfehler spürbar zugenommen.
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