15.6.2026 – Bei acht der 50 größten Anbieter schrumpften auf Sechsjahressicht die Einnahmen in der Hausratversicherung. Die Dialog büßte laut dem „Branchenmonitor 2025: Hausratversicherung“ prozentual gesehen mit über einem Fünftel am stärksten ein. Auch die Interlloyd und die Helvetia verloren vergleichsweise stark.
In den zurückliegenden Jahren ist das Prämienaufkommen in der verbundenen Hausratversicherung kräftig angestiegen. Zahlen des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) zufolge betrug das Plus auf Zehnjahressicht betrachtet über ein Viertel.
Dabei ging es nur 2020 und 2021 um weniger als zwei Prozent aufwärts. Im letztgenannten Jahr fiel die Steigerung mit nur 0,8 Prozent am niedrigsten aus. Am stärksten wuchs die Branche 2023 mit über sechs Prozent. Von 2019 auf 2024 bauten die Hausratversicherer das Prämienvolumen um fast ein Sechstel aus.
42 Mal Umsatzzuwachs
Doch längst nicht alle der 50 umsatzstärksten Akteure hatten an der positiven Entwicklung teil. Angeführt von der Provinzial Versicherung AG (plus 137 Prozent) wuchsen nur 42 von ihnen (VersicherungsJournal 15.6.2026).
Dies zeigt der „Branchenmonitor 2025: Hausratversicherung“ der V.E.R.S. Leipzig GmbH. Dieser erfasst zahlreiche Kennzahlen der 50 größten Marktteilnehmer in dieser Sparte mit rund 92 Prozent Marktanteil.
Acht Hausratversicherer im Minus
Acht Marktteilnehmer hatten dem Monitor zufolge sinkende Umsätze zu verzeichnen. Am stärksten fielen diese bei der Dialog Versicherung AG aus, die auf Sechsjahressicht mehr als ein Fünftel ihres Prämienvolumens verlor (auf unter 27,6 Millionen Euro).
Knapp sieben bis gut sechs Prozent weniger Umsatz als 2019 erzielten im Jahr 2024 die Interlloyd Versicherungs-AG (auf unter 15 Millionen Euro) und die Helvetia Schweizerische Versicherungsgesellschaft AG, Direktion für Deutschland (auf 30 Millionen Euro).
Schrumpfungsraten zwischen zwei und einem Prozent verzeichneten die Interrisk Versicherungs-AG Vienna Insurance Group (auf 15 Millionen Euro), die Versicherer im Raum der Kirchen Sachversicherung AG (VRK; auf 16,4 Millionen Euro), die Gothaer Allgemeine Versicherung AG (auf unter 87 Millionen Euro), die Janitos Versicherung AG (auf 13 Millionen Euro) sowie die HDI Versicherung AG (auf 75 Millionen Euro).
Neben der Dialog gehörten auch die Gothaer und der HDI zu den Marktteilnehmern mit besonders deutlichen Rückgängen beim Vertragsbestand in dieser Sparte (12.3.2026).
Details zu den hohen Verlusten
Die Dialog war der einzige der vorgenannten Akteure, der sich kontinuierlich im Rückwärtsgang befand. Dabei verlangsamte sich das Verminderungstempo von zunächst zweimal um die neun Prozent auf unter ein Prozent, um zuletzt wieder auf über zwei Prozent anzusteigen.
Das Unternehmen verlor auch in vielen anderen Kompositzweigen. Besonders groß fiel das Minus auch in Unfall mit über einem Fünftel aus (26.3.2026). In Kraftfahrt ging der Umsatz um fast ein Sechstel zurück (1.4.2026), in Haftpflicht um über ein Neuntel (16.3.2026). Die Dialog war nur einer von zwei Anbietern, die in der Schaden-/Unfallversicherung insgesamt sinkende Umsätze hatten (26.5.2026).
Die Helvetia und die Interlloyd kehrten nach jeweils drei Rückgängen 2023 in die Wachstumsspur zurück. Auch im letzten Jahr des Beobachtungszeitraums legten die beiden Gesellschaften zu, wenn auch um Einiges schwächer als zuvor.
Der „Branchenmonitor 2025: Hausratversicherung“ enthält zahlreiche weitere Kennzahlen zum Versicherungszweig. Die Daten werden auf Sechsjahressicht dargestellt (2019 bis 2024). Die rund 80-seitige Studie kann als PDF-Version für brutto 892,50 Euro bei Maik Entrich per E-Mail oder per Telefon unter 0341 24659262 bestellt werden.







