Die kostspieligsten Wohngegenden in deutschen Großstädten

22.5.2026 – Auf Platz eins der teuersten Stadtteile deutscher Großstädte liegt Altstadt-Lehel im Zentrum Münchens mit einem durchschnittlichen Quadratmeterpreis von 12.689 Euro. Insgesamt befinden sich 11 der 20 teuersten Stadtteile in der bayerischen Landeshauptstadt. Hamburg ist insgesamt 8-mal in den Top 20 vertreten. Den preislichen Gegenpol bildet das Ruhrgebiet mit Duisburg-Marxloh als günstigstem Stadtteil. Die Stadtteilpreise unterscheiden sich vom Durchschnitt der jeweiligen Stadt um bis zu 80 Prozent.

Die Aviv Germany GmbH hat die auf ihrer Plattform Immowelt.de inserierten Angebotspreise von Bestandswohnungen und Einfamilienhäusern in Deutschlands Großstädten als Datengrundlage genommen, um zu klären: Was sind die Stadtteile mit den höchsten Quadratmeterpreisen und in welchen Städten gibt es besonders drastische Preisunterschiede je nach Wohnlage?

Elf der 20 teuersten Stadtviertel befinden sich in München

Auf Platz eins des Preisrankings liegt Altstadt-Lehel im Zentrum Münchens mit einem durchschnittlichen Quadratmeterpreis von 12.689 Euro. Hier kosten Immobilien fast doppelt so viel wie in Berlin-Mitte. Auf den Plätzen zwei und drei folgen mit Maxvorstadt (11.312 Euro) und Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt (11.045 Euro) weitere Münchner Viertel.

Insgesamt befinden sich 11 der 20 teuersten Stadtteile in der bayerischen Landeshauptstadt. Hamburg ist achtmal in den Top 20 vertreten. Harvestehude in Hamburg (10.241 Euro; Platz fünf) ist der einzige Stadtteil außerhalb Münchens, in dem die 10.000-Euro-Marke durchbrochen wird.

Neben Harvestehude gehören vor allem das durch herrschaftliche Architektur geprägte Rotherbaum (9.859 Euro; Platz 7) und die moderne Hafencity (8.950 Euro; Platz elf) zu den teuersten Stadtteilen. Den Sprung in die absolute Spitzengruppe schafft zudem Frankfurt am Main: Das zentral gelegene Westend-Süd belegt mit einem Quadratmeterpreis von 8.433 Euro Platz 16.

Die teuersten Stadtteile für Wohnimmobilien

Platz

Stadtteil

Angebotspreis pro qm in Euro

1

Altstadt-Lehel (München)

12.689

2

Maxvorstadt (München)

11.312

3

Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt (München)

11.045

4

Schwabing-West (München)

10.242

5

Harvestehude (Hamburg)

10.241

6

Au-Haidhausen (München)

10.087

7

Rotherbaum (Hamburg)

9.859

8

Neuhausen-Nymphenburg (München)

9.721

9

Bogenhausen (München)

9.185

10

Schwabing-Freimann (München)

9.130

11

Hafencity (Hamburg)

8.950

12

Schwanthalerhöhe (München)

8.792

13

Uhlenhorst (Hamburg)

8.766

14

Hoheluft-Ost (Hamburg)

8.687

15

Untergiesing-Harlaching (München)

8.643

16

Westend-Süd (Frankfurt a. M.)

8.433

17

Nienstedten (Hamburg)

8.396

18

Eppendorf (Hamburg)

8.344

19

Othmarschen (Hamburg)

8.326

20

Sendling (München)

8.307

Günstig wohnen im Ruhrgebiet und in mittelgroßen Städten

Den preislichen Gegenpol bildet das Ruhrgebiet. In Duisburg-Marxloh, dem günstigsten Stadtteil, kostet der Quadratmeter im Schnitt lediglich 1.256 Euro – etwa ein Zehntel des Münchner Spitzenpreises. Insgesamt befinden sich 15 der 20 preiswertesten Viertel in Duisburg.

Auch in Bremen, Dresden und Leipzig zahlen Immobilienkäufer in den günstigsten Stadtteilen weniger als 2.000 Euro für den Quadratmeter. Dies dürfte der wichtigste Grund sein, warum sich die Nachfrage von den größten deutschen Großstädten tendenziell in große Städte mit regionaler Bedeutung, wie beispielsweise Leipzig oder Freiburg, oder mittelgroße Städte verlagert (VersicherungJournal 27.1.2026; 7.5.2026).

Berliner Immobilien bleiben erschwinglich

Im Immowelt-Ranking taucht die deutsche Hauptstadt erstmals auf Platz 46 auf. Der teuerste Berliner Stadtteil ist das grüne Villenviertel Dahlem im Südwesten der Stadt mit 7.190 Euro. Zusammen mit dem benachbarten Grunewald (7.188 Euro; Platz 47) befinden sich somit lediglich zwei Berliner Stadtteile unter den teuersten 50.

Mitte, das drittteuerste Pflaster Berlins, folgt erst auf Platz 62. Mit durchschnittlich 6.647 Euro pro Quadratmeter liegen die Immobilienpreise hier rund halb so hoch wie im Münchner Stadtzentrum.

Durchschnittspreise haben nur beschränkte Aussagekraft

Bei der überwiegenden Zahl der Immobilienmarkt-Analysen werden je Stadt oder Landkreis Durchschnittspreise errechnet. Dahinter verbergen sich allerdings oft erhebliche Unterschiede in Abhängigkeit von der Wohngegend. Das zeigt der Vergleich der Stadtteilpreise mit dem Durchschnittspreis der jeweiligen Stadt.

So liegt der Quadratmeterpreis im günstigsten Berliner Viertel, Neu-Hohenschönhausen (3.040 Euro) im Osten der Hauptstadt, 38 Prozent niedriger als der Durchschnittspreis für ganz Berlin (4.907 Euro). Im preiswertesten Stadtteil Hamburgs, dem am westlichen Rand der Stadt gelegenen Neuenfelde (3.255 Euro), kosten Wohnimmobilien sogar 45 Prozent weniger als der Hamburger Durchschnitt (5.887 Euro).

Gleichzeitig fallen auch die Aufpreise in den teuersten Gegenden der Hansestadt erheblich aus: In Harvestehude (10.241 Euro), dem kostspieligsten Pflaster Hamburgs, zahlen Immobilienkäufer 74 Prozent mehr als im Stadtdurchschnitt. Lediglich in der Düsseldorfer Altstadt (8.103 Euro) liegt der Aufschlag mit 80 Prozent noch höher.

Die größten Preisunterschiede für Wohnimmobilien innerhalb der Städte

Stadtteil

Angebotspreis pro qm in Euro

Differenz zum Stadtmittel

Altstadt (Düsseldorf)

8.103

80%

Harvestehude (Hamburg)

10.241

74%

Rotherbaum (Hamburg)

9.859

67%

Bredeney (Essen)

4.520

56%

Altstadt-Lehel (München)

12.689

55%

Westend-Süd (Frankfurt a. M.)

8.433

54%

Huckingen (Duisburg)

3.261

52%

HafenCity (Hamburg)

8.950

52%

Uhlenhorst (Hamburg)

8.766

49%

Oberkassel (Düsseldorf)

6.635

48%

...

...

...

Curslack (Hamburg)

3.665

-38%

Alt-Hohenschönhausen (Berlin)

3.048

-38%

Rönneburg (Hamburg)

3.651

-38%

Neu-Hohenschönhausen (Berlin)

3.040

-38%

Neuengamme (Hamburg)

3.622

-38%

Ochsenwerder (Hamburg)

3.599

-39%

Marxloh (Duisburg)

1.256

-41%

Altengamme (Hamburg)

3.433

-42%

Kirchwerder (Hamburg)

3.385

-43%

Neuenfelde (Hamburg)

3.255

-45%

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