28.4.2026 – Im vergangenen Jahr fiel der Beitragszugang um etwa ein Siebtel höher aus als 2024. Laut einer Übersicht der Zeitschrift für Versicherungswesen konnten, angeführt von der Alten Leipziger (plus 48 Prozent), alle elf Neuzugangsschwergewichte zulegen. Auch die Marktführerin Allianz wuchs. Am schwächsten unter den Platzhirschen baute die Provinzial ihren Beitragszugang aus.
2025 sind die gebuchten Bruttobeiträge der deutschen Lebensversicherer um über fünf Prozent auf 99,4 Milliarden Euro gestiegen. Der Neuzugang sank um ein gutes Neuntel auf nur noch 3,8 Millionen Policen. Dies gab der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) Mitte Februar (VersicherungsJournal 13.2.2025, 14.2.2025) im Rahmen seiner Jahresmedienkonferenz bekannt.
Das Gesamtneugeschäft (gesamter Beitragszugang) erhöhte sich hingegen um ein Siebtel auf fast 38,4 Milliarden Euro, wie die aktuelle Neugeschäftsumfrage der Zeitschrift für Versicherungswesen (ZfV) zeigt. Diese basiert ausdrücklich auf vorläufigen Zahlen der Anbieter. Die Ergebnisse wurden in der Ausgabe 4/2026 der Zeitschrift veröffentlicht.
Allianz mit dem höchsten Beitragszugang
Den höchsten Neuzugang (gesamter Beitragszugang inklusive Pensionskassen und -fonds) erzielte unter den 64 Anbietern aus der ZfV-Auflistung die Allianz Lebensversicherungs-AG mit fast 16,7 Milliarden Euro. An zweiter Stelle liegt die R+V Lebensversicherung AG mit annähernd 4,9 Milliarden Euro vor der Generali Deutschland Lebensversicherung AG mit über 2,2 Milliarden Euro.
Über eine Milliarde Euro waren es ansonsten nur noch bei der Bayern-Versicherung Lebensversicherung AG und der Alten Leipziger Lebensversicherung a.G. Zwischen 989 und 600 Millionen Euro schafften der Debeka Lebensversicherungsverein a.G., die Provinzial Lebensversicherung AG und die SV Sparkassenversicherung Lebensversicherung AG.
Beitragszugänge zwischen 641 und 535 Millionen Euro erzielten die Ergo Vorsorge Lebensversicherung AG, die Gothaer Lebensversicherung AG und die Württembergische Lebensversicherung AG.
Alte Leipziger und Ergo Vorsorge mit dem deutlichsten Zuwachs
Alle elf vorgenannten Platzhirsche schafften eine Steigerung im Vergleich zu 2024. Die größten Zuwächse werden mit jeweils knapp der Hälfte für die Alte Leipziger und die Ergo Vorsorge ausgewiesen.
Bei Ersterer war nach Unternehmensangaben (PDF, 95 KB) „insbesondere der deutliche zinsbedingte Anstieg der Einmalbeiträge [ausschlaggebend]. Noch einmal spürbar besser als bereits im Vorjahr entwickeln sich die laufenden Beiträge. Sie steigen voraussichtlich um rund sieben Prozent und erreichen damit den zweithöchsten Stand der Unternehmensgeschichte“.
Die Entwicklung bei der Ergo Vorsorge kommentiert ZfV-Chefredakteur Dr. Marc Surminski folgendermaßen: „Offenbar ist es dem Unternehmen inzwischen gelungen, nach einer längeren Phase der Umstrukturierung nun im Neugeschäft die PS des großen Ergo-Vertriebs wirklich auf die Straße zu bringen.“
So wuchsen die übrigen neun Schwergewichte
Deutlich besser als der Markt wuchsen mit etwa einem Viertel bis rund einem Fünftel die Debeka, die R+V und die SV. Um etwas über beziehungsweise unter ein Sechstel legten die Allianz und die Württembergische zu.
Die Württembergische schaffte eine Steigerungsrate von einem Siebtel, die Gothaer eine von einem Achtel. Während die Generali um rund ein Zwölftel besser abschnitt als vor Jahresfrist, baute die Provinzial den Beitragszugang um 4,5 Prozent aus.
Bei der R+V fließt nach einem schwachen Vorjahr laut Surminski offenbar „das Einmalbeitragsgeschäft über die Bankpartner wieder wie in alten Zeiten: Es legte um 31,8 Prozent auf rund 2,8 Milliarden Euro zu.
Bei der Debeka war das kräftige Plus nach Aussage des ZfV-Chefredakteurs „im Wesentlichen auf eine kräftige Steigerung der Einmalbeiträge (plus 40,3 Prozent) zurückzuführen […]. In früheren Jahren hatten sich die Koblenzer in diesem Geschäft eher zurückgehalten; jetzt schwimmen sie mit einem veränderten Produktangebot vor dem Markt.“






