Die privaten Krankenversicherer mit dem größten Vollversichertenschwund

8.5.2026 – Zum Redaktionsschluss lagen die Vollversichertenzahlen für 2025 von 17 Anbietern vor. Elf davon bauten ihren Bestand aus. Dazu gehören vor allem die Hansemerkur, aber auch Axa, R+V, LVM, Huk-Coburg und Hallesche. Erstmals seit vielen Jahren konnte auch die Allianz wieder wachsen. Bestandsverluste hatten neben der DKV auch die Bayerische Beamtenkrankenkasse, die Generali, die SDK, die VRK und die Nürnberger zu verzeichnen.

2025 ist die Zahl der Vollversicherten nach vorläufigen Zahlen des Verbands der Privaten Krankenversicherung e.V. (PKV-Verband) um 0,5 Prozent gestiegen. Damit war nach zuvor zwölf Rückgängen zum dritten Mal in Folge eine Zunahme zu beobachten.

Das Plus dürfte sich ausgehend vom Bestand Ende 2024 von 8,739 Millionen Personen auf über 43.000 Vollversicherte belaufen. Damit gehören in etwa 8,78 Millionen Menschen zum Kreis der vollversicherten Personen.

Bestandsentwicklung (Bild: Wichert)

Seit dem Höchststand von annähernd neun Millionen Vollversicherten im Jahr 2011 ging deren Zahl um 2,2 Prozent beziehungsweise rund 196.000 Personen zurück.

Sechsmal Minus, über ein Dutzend Mal Plus bei den PKV-Anbietern

Eine erste Übersicht des VersicherungsJournals mit konkreten Zahlen von 17 Gesellschaften – das entspricht in etwa der Hälfte der Marktteilnehmer – zeigt elf PKV-Anbieter mit Nettozuwächsen und sechs mit Nettorückgängen beim Bestand an Vollversicherten. Datengrundlage sind bereits vorliegende Geschäftsberichte (Stand: 8. Mai) beziehungsweise Unternehmensmitteilungen.

Noch keine konkreten Zahlen liegen vom Marktführer (29.9.2025) Debeka Krankenversicherungsverein a.G. vor. Der Anbieter hat in den vergangenen Jahren netto fast immer die meisten Vollversicherten hinzugewonnen (9.7.2025, 10.10.2023, 18.7.2019). Die Koblenzer berichteten Anfang April per Pressemitteilung von einem erneut gewachsenen Vollversichertenbestand.

Den Bestand ausbauen konnten auch die Barmeniagothaer Versicherungen, die mit der Barmenia Krankenversicherung AG und der Gothaer Krankenversicherung AG im Vollversicherungsmarkt aktiv sind.

Das für das Segment Gesundheit zuständige Vorstandsmitglied Christian Ritz zeigte sich in einer Unternehmensmeldung stolz über „das Bestandswachstum in der Vollversicherung um fast 9.000 Menschen. Eine erneute deutliche Steigerung im Vergleich zum Vorjahr und das stärkste Plus an versicherten Personen seit über 15 Jahren“.

Hansemerkur mit fünfstelligem Zuwachs

Erneut im fünfstelligen Bereich wuchs die Hansemerkur Krankenversicherung AG. Das Plus fiel mit über 20.000 (auf über 334.300) Personen um über die Hälfte größer aus als ein Jahr zuvor. Immerhin im mittleren vierstelligen Bereich (auf über 816.400) legte die Axa Krankenversicherung AG zu.

Um etwa 2.500 bis rund 1.150 Vollversicherte steigerten die R+V Krankenversicherung AG (auf 75.000), die LVM Krankenversicherungs-AG (auf fast 84.700), die Huk-Coburg-Krankenversicherung AG (auf knapp 428.600) und die Hallesche Krankenversicherung a.G. (auf über 226.300) ihre Bestände.

Zuwächse schafften darüber hinaus auch die UKV – Union Krankenversicherung AG (auf fast 85.600 Vollversicherte), die Alte Oldenburger Krankenversicherung AG (auf 55.000), die Allianz Private Krankenversicherungs-AG (auf unter 554.700), die Provinzial Krankenversicherung Hannover AG (auf fast 15.600) und die Württembergische Krankenversicherung AG (auf fast 22.700).

Zuwächse (Bild: Wichert)

Dabei kehrte die Allianz nach vielen rückläufigen Jahren wieder in die Wachstumsspur zurück. Bei der Nummer fünf im Markt war die Reduzierung in den Vorjahren tendenziell niedriger ausgefallen. Vor sieben Jahren hatte der Nettoverlust noch im fünfstelligen Bereich gelegen (14.9.2020), 2024 dann nur noch im mittleren vierstelligen Bereich (8.5.2025).

DKV mit dem stärksten Rückgang

Die größten Verluste standen einmal mehr für die DKV Deutsche Krankenversicherung AG zu Buche (minus über 14.000 auf unter 652.300 Vollversicherte).

Um etwa 2.550 bis knapp 1.400 Personen schrumpften die Bestände bei der Bayerischen Beamtenkrankenkasse AG (auf unter 285.700), der Generali Deutschland Krankenversicherung AG (auf unter 285.000) und der Süddeutschen Krankenversicherung a.G. (SDK; auf unter 142.300).

Verluste (Bild: Wichert)

Jeweils um die 600 Vollversicherte weniger im Bestand als ein Jahr zuvor hatten Ende 2025 die Versicherer im Raum der Kirchen Krankenversicherung AG (VRK; knapp 32.200) und die Nürnberger Krankenversicherung AG (gut 37.600 Personen).

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