13.10.2026 – Die Inter erzielte laut dem Map-Report 945 mit fast 3,9 Prozent die höchste Nettorendite im Fünfjahresschnitt (2021 bis 2025), die Mecklenburgische mit unter 1,7 Prozent die niedrigste. Im Branchenschnitt waren es 2,66 Prozent.
Im Durchschnitt der Jahre 2021 bis 2025 haben die Anbieter der privaten Krankenversicherung (PKV) eine Nettorendite (Nettoergebnis aus Kapitalanlagen in Prozent des mittleren Jahresbestandes an Kapitalanlagen) von 2,66 Prozent erzielt. Dies zeigt eine Auflistung im Map-Report Nummer 945 „Bilanzrating private Krankenversicherung 2025“ (VersicherungsJournal 15.9.2026).
So wurden die Quoten errechnet
Zur Berechnung der Quote wird in dem Heft erläutert, dass im Zähler „die Bruttoerträge aus der Gewinn- und Verlustrechnung [stehen], die für die Geschäftsjahre 2021 bis 2025 addiert werden. Davon werden die entsprechend ermittelten Aufwendungen für Kapitalanlagen subtrahiert.
Im Nenner steht auf gleiche Weise die Summe der Jahresmittelwerte aus den Kapitalanlagen (Bilanzwert). Es gibt also keinen Mittelwert aus fünf einzelnen Quoten, sondern ein gewichtetes Mittel, bei dem die letzten Jahre (bei Wachstum) höher gewichtet werden als die längerfristige Vergangenheit.“
Acht Anbieter besser als der Markt
Nur acht der 30 im Map-Report aufgelisteten Akteure agierten besser als der Markt – allen voran die Inter Krankenversicherung AG mit 3,87 Prozent. Knapp dahinter folgt die Allianz Private Krankenversicherungs-AG mit 3,51 Prozent.
Über der Marke von 3,0 Prozent lagen, wenn auch jeweils nur knapp, ansonsten nur die Gothaer Krankenversicherung AG, die Signal Iduna Krankenversicherung a.G. und die Barmenia Krankenversicherung AG.
Etwas besser als der Markt schnitten die Universa Krankenversicherung a.G., die Hallesche Krankenversicherung a.G. und die DKV Deutsche Krankenversicherung AG ab.
Sieben Akteure mit Renditen von unter zwei Prozent
Andererseits blieben sieben Marktteilnehmer unter der Marke von zwei Prozent. Nur um Nuancen darunter lagen die Bayerische Beamtenkrankenkasse AG (BBKK) und die Arag Krankenversicherungs-AG.
Der niedrigste Wert wird für die Mecklenburgische Krankenversicherungs-AG mit 1,68 Prozent ausgewiesen. Zwischen 1,74 und 1,96 Prozent lagen die Landeskrankenhilfe V.V.a.G., die UKV – Union Krankenversicherung AG, die Concordia Krankenversicherungs-AG und die Versicherer im Raum der Kirchen Krankenversicherung AG (VRK).
So schlugen sich die Branchengrößen
Unter den Platzhirschen (mindestens 400.000 Vollversicherte im Bestand) schnitt die Allianz wie oben beschrieben mit über 3,5 Prozent am besten ab. Besser als der Markt agierten auch Signal Iduna und DKV.
Auf unterdurchschnittliche Werte zwischen 2,53 und 2,05 kamen die Axa Krankenversicherung AG, die Continentale Krankenversicherung a.G., der Debeka Krankenversicherungsverein a.G. und die Huk-Coburg-Krankenversicherung AG.
Bei der korrekten Interpretation der Nettorenditen sind Map-Report-Chefredakteur Reinhard Klages „einige Faktoren wie die Anlageform und die Risikostruktur der Kapitalanlage zu berücksichtigen. Zudem gilt es auch, den Zeitpunkt der Kapitalanlage und die Realisierung außerordentlicher Erträge genauer unter die Lupe zu nehmen.“
Bezugshinweis
Der Map-Report Nummer 945 – „Bilanzrating private Krankenversicherung 2025“ ist bei der Franke und Bornberg GmbH erschienen. Er enthält auf 150 Seiten neben den detaillierten Ratingergebnissen auch Übersichten zu insgesamt mehr als zwei Dutzend Bilanzkennzahlen (Geschäftsjahr 2025) von rund drei Dutzend Anbietern.
Dazu gehören neben den Nettorenditen unter anderem auch die verdienten Bruttoprämien insgesamt (16.9.2026) sowie die Bestandszahlen in der Ergänzungs- (21.9.2026, 24.9.2026, 24.9.2026) und der Vollversicherung.
Das Heft bietet auch Einzelübersichten mit acht ausgewählten Kennzahlen in der Zeitreihe von 2014 bis 2025. Es ist als E-Paper ab 495 Euro netto über die Bestellseite von Franke und Bornberg erhältlich.







