21.5.2026 – Auf Sechsjahressicht kam die Nürnberger mit im Schnitt knapp 117 Prozent auf die höchste Combined Ratio. Deutlich in der Verlustzone lagen auch die BGV, Alte Leipziger, WGV und die beiden DEVK-Sachversicherer. Dies zeigt die Publikation „Branchenmonitor 2025: Kraftfahrtversicherung“ von V.E.R.S. Leipzig.
Im Geschäftsjahr 2024 nahmen nur elf der 50 größten Anbieter mehr an Beiträgen ein, als sie für Schäden und Kosten ausgaben. Dies zeigt die Publikation „Branchenmonitor 2025: Kraftfahrtversicherung“ der V.E.R.S. Leipzig GmbH.
Die Analyse enthält Übersichten zu zahlreichen Kennzahlen der 50 größten Anbieter mit rund 90 Prozent Marktanteil. Die verbleibenden 39 Akteure landeten versicherungstechnisch teils tief in der Verlustzone (VersicherungsJournal 21.10.2025, 10.11.2025).
Nürnberger mit im Schnitt fast 117 Prozent
Aus dem Monitor lässt sich auch ablesen, dass auf Sechsjahressicht betrachtet 23 der aufgelisteten Akteure versicherungstechnisch zum Teil tief in den roten Zahlen steckten. Bei acht von ihnen betrug die kombinierte Schaden-Kosten-Quote im Schnitt der Jahre 2019 bis 2024 mehr als 105 Prozent.
Die höchste Combined Ratio wird mit im Schnitt fast 117 Prozent für die Nürnberger Allgemeine Versicherungs-AG ausgewiesen. Zwischen fast elf und gut acht Cent Verlust pro Beitragseuro schrieben die BGV-Versicherung AG, die Alte Leipziger Versicherung AG, die WGV-Versicherung AG und die DEVK Allgemeine Versicherungs-AG.
Zwischen im Schnitt 107,5 und 105,5 Prozent lagen der DEVK Deutsche Eisenbahn Versicherung Sach- und HUK-Versicherungsverein a.G., die Debeka Allgemeine Versicherung AG und die Garanta Versicherungs-AG.
Fünf Akteure nur einmal in der Gewinnzone
Fünf der vorgenannten Akteure landeten in fünf der sechs Jahre in den roten Zahlen. Dies waren Alte Leipziger, BGV, DEVK Allgemeine, Nürnberger und WGV. Sie alle schafften im ersten Corona-Jahr den Sprung in die Gewinnzone. Allerdings gehörten Alte Leipziger, DEVK Allgemeine und Nürnberger zu den Marktteilnehmern mit den höchsten Combined Ratios (20.12.2021).
Letztere war im letzten Jahr des Beobachtungszeitraums der unprofitabelste Akteur. Bei dem Unternehmen, das seit Mitte Mai zur Vienna Insurance Group AG Wiener Versicherung Gruppe (VIG) gehört (19.5.2026), stiegen die Schadenaufwendungen zwar minimal an. Da die Einnahmen allerdings deutlich zurückgingen, stieg die Schadenquote auf den Branchenhöchstwert von 113,5 Prozent an (21.10.2025).
2023 kam die Nürnberger auf die zweithöchste kombinierte Schaden-Kosten-Quote. Noch schlechter schnitt seinerzeit nur die BGV ab, deren Quote sich um 21 Prozentpunkte auf fast 133 Prozent verschlechterte. Noch stärker stieg die Quote bei der WGV (plus 23 Prozentpunkte auf 128 Prozent). Dem Unternehmen gelang ein Prämienplus von 7,1 Prozent auf 172,7 Millionen Euro. Demgegenüber stiegen die Schadenaufwendungen um über ein Drittel auf 195 Millionen Euro (8.11.2024).
Weitere Studiendetails und Bezugshinweis
Immerhin jeweils ein weiteres Mal neben 2020 in die versicherungstechnische Gewinnzone schaffte es im Betrachtungszeitraum der DEVK VVaG (2021). Zwei weitere Male gelang dies der Garanta (auch 2019 und 2022) sowie der Debeka (auch 2019 und 2021).
Der „Branchenmonitor 2025: Kraftfahrtversicherung“ enthält zahlreiche weitere Kennzahlen zum Versicherungszweig. Die Daten werden auf Sechsjahressicht dargestellt (2019 bis 2024). Die rund 200-seitige Studie kann als PDF-Version für brutto 1.487,50 Euro inklusive Mehrwertsteuer bei Maik Entrich per E-Mail oder per Telefon unter 0341 24659262 bestellt werden.






