23.4.2026 – Auf Sechsjahressicht kam die Rheinland mit im Schnitt 152 Prozent auf die höchste Combined Ratio. Laut dem „Branchenmonitor 2025: Wohngebäudeversicherung“ waren sie und die BA die Bayerische Allgemeine die beiden einzigen Akteure, die kontinuierlich in der Verlustzone lagen.
Im Geschäftsjahr 2024 nahmen 28 der 50 größten Anbieter mehr an Beiträgen ein, als sie für Schäden und Kosten ausgaben. Dies zeigt die Publikation „Branchenmonitor 2025: Wohngebäudeversicherung“ der V.E.R.S. Leipzig GmbH.
Die Analyse enthält Übersichten zu zahlreichen Kennzahlen der 50 größten Anbieter mit rund 95 Prozent Marktanteil. Die verbleibenden 22 Akteure landeten versicherungstechnisch teils tief in der Verlustzone (VersicherungsJournal 16.10.2025, 3.11.2025).
Auf Sechsjahressicht lag die Rheinland bei über 150 Prozent
Aus dem Monitor lässt sich auch ablesen, dass auf Sechsjahressicht betrachtet nur 20 der aufgelisteten Akteure weniger für Schäden und Kosten ausgaben, als sie einnahmen (23.4.2026). Die verbleibenden 30 Anbieter steckten versicherungstechnisch zum Teil tief in den roten Zahlen. Bei neun von ihnen betrug die Combined Ratio im Schnitt mehr als 114 Prozent.
Der höchste Wert wird mit fast 152 Prozent für die Rheinland Versicherungs AG ausgewiesen. Über 120 Prozent lagen die BA die Bayerische Allgemeine Versicherung AG, die Rhion Versicherung AG, die Gothaer Allgemeine Versicherung AG und die Adler Versicherung AG.
Zwischen über 17 und knapp 15 Cent Verlust pro Beitragseuro schrieben die Signal Iduna Allgemeine Versicherung AG, die Interrisk Versicherungs-AG Vienna Insurance Group, die Bayerische Hausbesitzer-Versicherungsgesellschaft a.G. und die Barmenia Allgemeine Versicherungs-AG.
Nur zwei Akteure lagen kontinuierlich über 100 Prozent
In allen sechs Jahren in der Verlustzone verblieben nur zwei der vorgenannten Akteure. Dies war einerseits die Rheinland, die im vom Sturmtief „Bernd“ (VersicherungsJournal Archiv) geprägten drittletzten Jahr des Beobachtungszeitraums mit annähernd 218 Prozent ihre höchste kombinierte Schaden-Kosten-Quote erzielte. Seinerzeit lag nur ein weiterer Anbieter oberhalb der 200-Prozent-Marke (8.12.2022).
In den Jahren davor gehörte sie immer zu den Anbietern mit den höchsten Quoten (17.12.2021, 11.11.2020). Zuletzt schrieb sie nach der dritten Verminderung in Folge nur noch etwas mehr als fünf Cent Verlust pro Beitragseuro.
Bei der Bayerischen lag der Verlust in den beiden Jahren vor „Bernd“ jeweils unter zehn Cent pro Beitragseuro, in den beiden Jahren danach bei je um die 120 Prozent. Von 2020 bis 2023 gehörte das Unternehmen zu den Marktteilnehmern mit den marktweit höchsten Quoten (4.12.2023, 11.11.2024).
Nach einer leichten Verbesserung im vorletzten Jahr konnte die Bayerische ihre Combined Ratio zuletzt um fast 19 Prozentpunkte senken. Nur hauchdünn verpasste sie den Sprung in die Gewinnzone.
Weitere Studiendetails und Bezugsmöglichkeit
Während die Barmenia nur in drei Jahren versicherungstechnische Verluste schrieb, landeten die Adler, die Interrisk, die Rhion und die Signal Iduna (jeweils nicht 2020), die Gothaer (nicht 2019) sowie die Bayerische Hausbesitzer (nicht 2022) jeweils fünf Mal in den roten Zahlen.
Der „Branchenmonitor 2025: Wohngebäudeversicherung“ enthält zahlreiche weitere Kennzahlen zum Versicherungszweig. Die Daten werden auf Sechsjahressicht dargestellt (2019 bis 2024). Die rund 80-seitige Studie kann als PDF-Version für brutto 892,50 Euro inklusive Mehrwertsteuer bei Maik Entrich per E-Mail oder per Telefon unter 0341 24659262 bestellt werden.






