9.10.2026 – Die Zeitschrift „Fonds professionell“ hat wieder die Anlagevolumina der Assekuranzen untersucht, die hierzulande Investmentprodukte im Policenmantel anbieten. Das Feld der insgesamt 65 analysierten Unternehmen führt die Generali mit einem Anteil von 13,8 Prozent am Gesamtvolumen an. Aufgestiegen sind in diesem Jahr die stark gewachsenen Tochtergesellschaften der Konzerne Debeka und Provinzial.
Die Zeitschrift Fonds professionell hat wieder die Investmentbestände der am deutschen Markt aktiven Versicherer analysiert. Für ihre aktuell veröffentlichte Marktstudie wurden die Bestände von 65 Anbietern fondsgebundener Lebensversicherungen untersucht.
Deren Kunden können für die Anlage ihrer Ersparnisse aus insgesamt 5.641 Fonds von 169 Kapitalverwaltungsgesellschaften wählen. Das hierin investierte Gesamtvolumen lag zum Jahreswechsel bei 233,2 Milliarden Euro.
Die Studienautoren kommen nach eigenen Angaben auf eine Marktabdeckung von 98,4 Prozent. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) beziffert die Kapitalanlagen aller Fondspolicen demnach etwa vier Milliarden Euro höher.
Generali Leben unangefochten an der Spitze
Laut der Marktstudie liegen 62,4 Prozent des gesamten Investmentbestands in Policen der zehn größten Versicherungskonzerne. Der mit Abstand höchste Anteil entfällt wie im Vorjahr (VersicherungsJournal 7.10.2025) auf den Marktführer, deren Produkte exklusiv über die Deutsche Vermögensberatung AG (DVAG) vertrieben werden.
Die Generali Deutschland Lebensversicherung AG kommt demnach mit einem Volumen von 32,1 Milliarden Euro auf einen Anteil von knapp 13,8 Prozent am Gesamtvolumen der von Fonds professionell analysierten Verträge.
Erst mit Abstand folgt die Mitbewerber Zurich Deutscher Herold Lebensversicherung AG (Fondsbestand: 21,2 Milliarden Euro; Marktanteil: 9,1 Prozent). Dicht dahinter liegt die R+V Lebensversicherung AG (21,1 Milliarden Euro; neun Prozent). Mit der zum Konzern gehörenden Condor Lebensversicherungs-AG sind es 22,9 Milliarden Euro beziehungsweise 9,8 Prozent.
Konzerne mit mehreren Töchtern vertreten
Auf Rang vier folgt die Heidelberger Lebensversicherung AG (15,5 Milliarden Euro; 6,6 Prozent). Sie käme zusammen mit den weiteren Anbietern aus der Viridium-Gruppe – Skandia Lebensversicherung AG, Proxalto Lebensversicherung AG und Entis Lebensversicherung AG – auf 22,9 Milliarden Euro beziehungsweise 11,6 Prozent.
Mit etwas Abstand folgt die Allianz Lebensversicherungs-AG (14,8 Milliarden Euro; 6,5 Prozent) auf dem fünften Rang. Sie liegt klar vor der Nürnberger Lebensversicherung AG (11,1 Milliarden Euro; 4,8 Prozent) und der HDI Lebensversicherung AG (10,2 Milliarden Euro; 4,4 Prozent).
Letztere käme auf 14,6 Milliarden Euro beziehungsweise 6,3 Prozent, wenn man sie mit drei ebenfalls zum Talanx-Konzern gehörenden Anbietern zusammenrechnen würde. Dies sind die Neue Leben Lebensversicherung AG, die HDI Vorsorge Lebensversicherung AG und die LPV Lebensversicherung AG. Tabellenplatz acht belegt die WWK Lebensversicherung a.G. (7,1 Milliarden Euro; drei Prozent).
Zwei Versicherer aus den Top Ten verdrängt
Bis hierhin entspricht die Anbieterliste dem Ranking des Vorjahres. Doch zum Stichtag 31.12.2024 lagen noch die zusammengezählten Bestände der Konzernschwestern Ergo Vorsorge Lebensversicherung AG, Ergo Life S.A. und Ergo Direkt AG auf Platz neun. Es folgte die 100-prozentige Viridium-Tochter Skandia. Sie sind auf die Ränge elf beziehungsweise 13 abgerutscht.
Verdrängt wurden sie aus den Top Ten der Fondspolicen-Anbieter von zwei Mitbewerbern, die Ende 2024 noch auf den Rängen zwölf und 13 zu finden waren. Die Debeka Lebensversicherungsverein a.G. und die zusammengefassten Schwestergesellschaften des Provinzial-Konzerns haben ihre Fondsbestände auf Jahressicht um jeweils mehr als 29 Prozent gesteigert.
| Rang | Unternehmen | Volumen in Milliarden Euro | Veränderung ggü. Vorjahr in Prozent |
|---|---|---|---|
| Reihenfolge: Rang 2026; Quelle: Fonds professionell; Stand: 31.12.2025 | |||
| 1 | Generali | 32,1 | +5,3 |
| 2 | Zurich | 21,2 | +4,8 |
| 3 | R+V | 21,1 | +25,7 |
| 4 | Heidelberger | 15,5 | +5,1 |
| 5 | Allianz | 14,8 | +18,2 |
| 6 | Nürnberger | 11,1 | +6,8 |
| 7 | HDI | 10,2 | +5,5 |
| 8 | WWK | 7,1 | +9,3 |
| 9 | Debeka | 6,4 | +29,2 |
| 10 | Provinzial | 5,9 | +29,8 |
Zum Vergleich: Bei der Ergo legte das Volumen auf Jahressicht um 3,2 Prozent zu, bei Skandia um 2,4 Prozent. Ein Plus war nach Ansicht der Studienautoren „dank der guten Kursentwicklung an den Finanzmärkten“ auch zu erwarten gewesen und im Durchschnitt wuchs der Fondsbestand sogar um 11,4 Prozent. Einzig die Hannoversche Lebensversicherung AG weist demnach keinen Anstieg aus.




