18.8.2026 – Nur gut jede dritte Krankenkasse konnte in den ersten sechs Monaten 2026 Versicherte hinzugewinnen. Am stärksten gelang dies nach absoluten Zahlen der Techniker und prozentual der BKK Public. Viele der übrigen „Gewinner“ gehören nach Daten des gesundheitspolitischen Hintergrunddienstes Dfg ebenfalls zu den günstigsten Vertretern ihrer Zunft.
Zwischen Anfang Januar und Anfang Juli 2026 hatte weit mehr als die Hälfte der Krankenkassen Versichertenrückgänge zu verzeichnen. Dies zeigt eine Datensammlung des gesundheitspolitischen Hintergrunddienstes Dfg – Dienst für Gesellschaftspolitik.
Am deutlichsten nach absoluten Zahlen verlor die Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See mit über 32.000 Personen. Prozentual schrumpfte mit über sieben Prozent die BKK Scheufelen am stärksten (VersicherungsJournal 14.8.2026).
Techniker wuchs am stärksten
Nicht einmal drei Dutzend Körperschaften bauten ihre Versichertenbestände in der ersten Jahreshälfte aus. Am stärksten legte, wie zuletzt meist üblich (11.5.2026, 5.3.2025, 9.9.2024), die Techniker Krankenkasse zu. Sie gewann im ersten Halbjahr mehr als 190.000 (auf annähernd 12,45 Millionen) Versicherte hinzu.
Im sechsstelligen Bereich wuchs ansonsten die BKK Firmus (auf über 1,15 Millionen Personen). Dadurch kletterte die seit Kurzem nur noch regional geöffnete Körperschaft (16.4.2026) im Branchenranking von Rang 16 auf Position 15 nach oben.
Die Körperschaft war im Berichtszeitraum die günstigste Krankenkasse. Zum Jahreswechsel hatte sie den Zuschlag auf den Einheitsbeitrag nicht erhöht und bei 2,18 Prozent belassen. Der Gesamtbeitragssatz beträgt 16,78 Prozent. Die Techniker gehört trotz einer Erhöhung um moderate 0,24 Punkte auf 2,69 Prozent zu den günstigsten Vertreterinnen ihrer Zunft (7.1.2026, 7.1.2026).
Weitere Kassen mit vergleichsweise hohem Zuwachs
Ihre Versichertenbestände um gut 34.900 bis annähernd rund 16.150 Personen bauten die AOK Bayern – Die Gesundheitskasse, die AOK Rheinland-Pfalz/Saarland – Die Gesundheitskasse, die DAK-Gesundheit und die AOK – Die Gesundheitskasse für Niedersachsen aus.
In die Top Ten der Gewinner nach „Köpfen“ schafften es mit ebenfalls fünfstelligen Steigerungen auch die IKK – Die Innovationskasse, die Audi BKK sowie die BKK Linde. Um etwa 9.200 Personen legte die AOK Plus – Die Gesundheitskasse für Sachsen und Thüringen zu.
BKK Public schaffte die höchste Zuwachsrate
Prozentual legten mit etwas über beziehungsweise unter einem Sechstel die BKK Public und die BKK Firmus zu. Erstere gehört mit jetzt knapp 12.500 Versicherten zu den kleinsten Marktteilnehmern. Um 6,6 Prozent wuchs die SKD BKK (auf 88.100 Personen).
Steigerungsraten zwischen 4,5 und 2,3 Prozent schafften die IKK (auf rund 261.650), die BKK Linde (auf fast 265.700), die Tui BKK (auf knapp 18.000), die BKK Freudenberg (auf annähernd 48.000), die Debeka BKK (auf über 192.600), die BKK Faber-Castell & Partner (auf etwa 113.250) und die Krones BKK (auf fast 24.500).
Letztere verlangt mit 16,8 Prozent Zusatzbeitragssatz (nach einer Erhöhung des Zusatzbeitrags zum Jahreswechsel um 0,8 Prozentpunkte) nur unwesentlich mehr als die günstigste Kasse BKK Firmus. Am teuersten unter den prozentualen Gewinnern ist die Debeka BKK mit einem Gesamtbeitragssatz von 17,85 Prozent.






