16.9.2026 – Die Debeka (plus fast 1,5 Milliarden Euro), die Allianz (plus fast 336 Millionen Euro) und die DKV (plus 316 Millionen Euro) haben die verdienten Bruttobeiträge im vergangenen Jahr absolut am stärksten ausgebaut. Dies macht zusammen fast die Hälfte des gesamten Branchenzuwachses aus. Prozentual legte die Ottonova mit über 40 Prozent am stärksten zu. Hingegen wuchs die LKH um nicht einmal ein halbes Prozent. Dies zeigt der Map-Report 945 „Bilanzrating private Krankenversicherung 2025“.
Im Geschäftsjahr 2025 haben die Anbieter der privaten Krankenversicherung (PKV) die verdienten Bruttobeiträge um 8,2 Prozent auf rund 54,9 Milliarden Euro ausgebaut. In den drei Jahren zuvor war es um zwischen vier und drei Prozent aufwärts gegangen (VersicherungsJournal 9.9.2025, 10.9.2024, 9.10.2023), im Jahr davor immerhin um fast sechs Prozent (17.10.2022).
Ottonova mit dem stärksten prozentualen Wachstum
Laut einer Übersicht aus dem Map-Report Nummer 945 – „Bilanzrating private Krankenversicherung 2025“ legten 13 der 35 aufgeführten Akteure mit geringstenfalls achtstelligem Umsatz um mindestens neun Prozent und damit stärker als der Markt zu. Drei (Vorjahre: vier; elf, fünf, sieben, sechs) von ihnen wuchsen mehr als doppelt so stark wie die Branche.
Spitzenreiter in Sachen Prämiensteigerung war unter den in der Vollversicherung (noch) aktiven Anbietern erneut die erst vor neun Jahren gegründete Ottonova Krankenversicherung AG (23.6.2017). Sie kam aktuell auf ein Plus von annähernd 41,5 Prozent (auf 54 Millionen Euro).
Fünf weitere Akteure wuchsen zweistellig
Um jeweils ein gutes Sechstel legten die Arag Krankenversicherungs-AG (auf 885 Millionen Euro) und der Debeka Krankenversicherungsverein a.G. (auf 9.658 Millionen Euro) zu.
Um etwa ein Siebtel wuchs die Concordia Krankenversicherungs-AG (auf 119 Millionen Euro), um ein Neuntel die DEVK Krankenversicherungs-AG (auf knapp 135 Millionen Euro) und um ein Zehntel die Provinzial Krankenversicherung Hannover AG (auf fast 120 Millionen Euro).
Gothaer mit Zuwachs von unter zwei Prozent
Mit einem Zuwachs von nicht einmal einem halben Prozent (auf knapp 962 Millionen Euro) blieb die Landeskrankenhilfe V.V.a.G. (LKH) besonders deutlich hinter dem Marktdurchschnitt zurück. Auch die Signal Iduna Krankenversicherung a.G. legte mit unter zwei Prozent (auf knapp 3.436 Millionen Euro) klar unterdurchschnittlich zu.
Steigerungen zwischen 3,5 und 4,5 Prozent schafften die Axa Krankenversicherung AG (auf 4.039 Millionen Euro), die Versicherer im Raum der Kirchen Krankenversicherung AG (auf 207 Millionen Euro), die Inter Krankenversicherung AG (auf 880 Millionen Euro), die Huk-Coburg-Krankenversicherung AG (auf fast 1.907 Millionen Euro) und die Nürnberger Krankenversicherung AG (auf 332 Millionen Euro).
In absoluten Zahlen steigerte die Branche das Prämienvolumen im Vergleich zum Jahr 2024 um etwa 4,5 Milliarden Euro. Davon entfiel mit 1.456 Millionen Euro fast ein Drittel auf die Debeka. Um etwa 336 (auf knapp 4.656) Millionen Euro wuchs die Allianz Private Krankenversicherungs-AG, um 316 (auf 5.711) Millionen Euro die DKV Deutsche Krankenversicherung AG.
Bezugshinweis
Der Map-Report Nummer 945 – „Bilanzrating private Krankenversicherung 2025“ ist bei der Franke und Bornberg GmbH erschienen. Er enthält auf 150 Seiten neben den detaillierten Ratingergebnissen auch Übersichten zu insgesamt mehr als zwei Dutzend Bilanzkennzahlen (Geschäftsjahr 2025) von rund drei Dutzend Anbietern.
Das Heft bietet auch Einzelübersichten mit acht ausgewählten Kennzahlen in der Zeitreihe von 2014 bis 2025. Es ist als E-Paper ab 495 Euro netto über die Bestellseite von Franke und Bornberg erhältlich.





