Dies waren 2025 die häufigsten Todesursachen

9.10.2026 – Herz-/Kreislauferkrankungen waren im vergangenen Jahr ein weiteres Mal die mit Abstand häufigste Todesursache in Deutschland, gefolgt von Krebsleiden. Diese beiden Krankheitsgruppen kommen laut der aktuellen Todesursachenstatistik von Destatis auf einen Anteil von fast 57 Prozent. An dritter und vierter Stelle liegen nach jeweils deutlichen Zunahmen Atemwegserkrankungen sowie psychische und Verhaltensstörungen.

Das Statistische Bundesamt (Destatis) hat am Freitag die endgültigen Ergebnisse der Todesursachenstatistik für 2025 veröffentlicht. Demnach hat die Zahl der Todesfälle minimal um 0,1 Prozent auf 1.006.588 abgenommen. Damit wurden die im Januar publizierten, vorläufigen Zahlen (VersicherungsJournal 14.1.2026) um gut 0,3 Prozent nach oben korrigiert.

Rückgang um knapp 1.200

Insgesamt war ein Rückgang – übrigens der dritte in Folge – um 1.170 im Vergleich zum Jahr zuvor (VersicherungsJournal 15.10.2025) zu beobachten. Es war erst das fünfte Mal seit 1946, dass hierzulande mehr als eine Million Menschen verstarben (16.12.2022). Dies war allerdings seit 2021 durchgängig der Fall. Der Rekordwert wurde dabei im Jahr 2022 (15.11.2023) erreicht.

Die niedrigste Zahl an Verstorbenen in diesem Jahrhundert war 2004 zu verzeichnen. Seinerzeit waren etwa 190.000 Todesfälle beziehungsweise fast ein Fünftel weniger als zuletzt vermeldet worden.

Entwicklung (Bild: Wichert)

Dies waren 2025 die häufigsten Todesursachen

Nach Destatis-Angaben gingen fast ein Drittel (2024: gut ein Drittel) der Sterbefälle auf Krankheiten des Kreislaufsystems wie Herzinfarkt, Bluthochdruck oder Schlaganfall zurück. Nach absoluten Zahlen war ein Rückgang um 1,5 Prozent auf 334.065 zu beobachten. Zum Vergleich: Ende der 1980er-Jahre betrug der Anteil sogar noch über die Hälfte und 2012 immerhin noch rund 40 Prozent.

Einer Krebserkrankung (Neubildungen) erlag im Berichtsjahr erneut knapp jeder vierte Verstorbene. Bei einer leichten Reduzierung (minus 0,6 Prozent) der Fallzahl auf 238.388 verminderte sich der Anteil von 23,7 auf 23,5 Prozent. Anfang der 1980er-Jahre lag der Anteil noch lediglich bei rund einem Fünftel.

Deutliche Zunahmen der psychischen und Atemwegserkrankungen

Dritthäufigste Todesursache waren erneut Krankheiten des Atmungssystems wie unter anderem COPD oder Grippe. Mit 81.202 wurden fast ein Achtel mehr Fälle registriert. Der Anteil erhöhte sich von 7,5 auf fast 8,1 Prozent.

Weiterhin an vierter Stelle folgen mit einem Anteil von etwa einem Dreizehntel psychische und Verhaltensstörungen wie unter anderem Demenz. Konkret waren es 75.627 Fälle (plus 4,8 Prozent). Den amtlichen Daten zufolge waren zu mehr als 60 Prozent Frauen betroffen.

Weitere häufige Todesursachen

Rund jeder 20. bis 25. Sterbefall fiel in die Kategorien äußere Ursachen (wie Unfälle, Suizid oder Komplikationen bei medizinischen oder chirurgischen Eingriffen), Krankheiten des Verdauungssystems (wie Leberzirrhose oder Blinddarmdurchbruch), Erkrankungen des Nervensystems oder endokrine Ernährungs- und Stoffwechselkrankheiten (wie etwa Diabetes mellitus).

Ursachen (Bild: Wichert)

Anders als vor Jahresfrist waren bei der Reihenfolge der häufigsten Todesursachen keine Veränderungen zu beobachten.

Weitere Details zu den Todesursachen

Wie aus den Destatis-Daten weiter hervorgeht, verstarben im Berichtsjahr mehr Frauen (Anteil 50,32 Prozent) als Männer (49,68 Prozent). Zwei Jahre zuvor waren noch minimal mehr Herren als Damen gestorben.

Bei den Krebstoten waren die Männer mit gut 53 (2024: fast 54) Prozent in der Überzahl. Die Herz-/Kreislauferkrankungen verteilten sich unverändert zu rund 47 Prozent auf Männer und zu etwa 53 Prozent auf Frauen.

An einem Herzinfarkt, der zu dieser Krankheitsgruppe gehört, verstarben 39.535 (2024: 41.258) Personen. Männer kommen auf einen Anteil von weiterhin etwa 60 Prozent, Frauen lagen unverändert bei rund 40 Prozent.

Die Fallzahl war zum dritten Mal in Folge rückläufig, insgesamt um fast ein Sechstel. Bei den Frauen fiel das Minus laut Destatis mit 16,8 Prozent etwas höher aus als bei den Männern (14,1 Prozent). Besonders stark verminderte sich die Zahl bei den 80- bis 85-Jährigen (minus fast ein Drittel), wobei alle Altersgruppen betroffen waren.

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