2.9.2026 – Die Allianz besitzt in der Umsatzrangliste der Lebensversicherer mit fast 26,4 Milliarden Euro inzwischen 18,6 Milliarden Euro Vorsprung auf die weiter Zweitplatzierte R+V. Von den Platzhirschen (mindestens 1,6 Milliarden Euro Bruttoprämien) wuchs neben den beiden vorgenannten Akteuren nur noch die Alte Leipziger im zweistelligen Prozentbereich. Lediglich bei vier Marktgrößen schrumpften die Einnahmen. Zu den Gewinnern in der Umsatzrangliste gehören neben der Axa auch die Alte Leipziger, Provinzial, Volkswohl Bund und SV. Nach unten ging es vor allem für den HDI, aber auch für die Zurich, Nürnberger, Proxalto und Ergo, wie der Ausgabe 9/2026 der Zeitschrift für Versicherungswesen zu entnehmen ist.
Die gebuchten Bruttobeiträge sind 2025 in der Lebensversicherung im engeren Sinn (also ohne Pensionskassen und Pensionsfonds) um rund 5,3 Prozent auf 96,7 Milliarden Euro gestiegen. Das geht aus der Mitte Juni vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) im Internet veröffentlichten Zahlensammlung „Altersvorsorge in Zahlen“ hervor (VersicherungsJournal 17.6.2026).
Einmalbeiträge treiben Umsatzplus
Dabei ging es bei den Einmalbeiträgen um über ein Sechstel auf 32,1 Milliarden Euro nach oben. Auch die laufenden Beiträge für ein Jahr erhöhten sich, wenn auch nur minimal (plus 0,2 Prozent auf 6,8 Milliarden Euro). Das APE fiel mit 10,0 Milliarden Euro um etwa sieben Prozent höher aus als ein Jahr zuvor.
Die Bruttobeitragseinnahmen der Top 50 sind mit 5,8 Prozent „spürpar stärker als der Gesamtmarkt gestiegen“, heißt es in der aktuellen Ausgabe 9/2026 der Zeitschrift für Versicherungswesen (ZfV). In dieser werden zahlreiche Kennzahlen der 50 umsatzstärksten Marktakteure aufgelistet.
ZfV-Chefredakteur Dr. Marc Surminski hebt hervor: „Groß schlägt klein beim Wachstum – in der Lebensversicherung ist das so.“ Der Hauptwachstumstreiber Einmalbeiträge „bewegte sich […] wieder in Richtung der Spitzenwerte aus der Zeit der Niedrigzinsen“, so Surminski weiter.
Allianz baut Vorsprung weiter aus
Haupttreiber dieser Entwicklung war laut Surminski erneut die Allianz Lebensversicherungs-AG. Nach zwei Jahren mit rückläufigen Beitragseinnahmen (4.9.2024, 16.8.2023) hatte der Marktführer 2024 mit einem Plus von einem knappen Achtel über 60 Prozent des gesamten Prämienzuwachses der Top-50-Lebensversicherer vereinnahmt (2.9.2025).
Im vergangenen Jahr fiel das Plus mit 10,6 Prozent nur leicht schwächer aus. „Mit einem Volumen von 26,4 Milliarden Euro steht das Unternehmen mittlerweile für rund 28 Prozent des gesamten Marktvolumens“, analysiert der ZfV-Chefredakteur.
Der Vorsprung auf die weiterhin zweitplatzierte R+V Lebensversicherung AG erhöhte sich von knapp 17 auf 18,6 Milliarden Euro. Die Wiesbadener wuchsen mit über einem Achtel (auf fast 7,8 Milliarden Euro sogar noch etwas stärker als die Allianz.
Die Lebensversicherer auf den weiteren Plätzen
Die dritte Position belegt die Generali Deutschland Lebensversicherung AG mit über 6,5 Millionen Euro vor dem Debeka Lebensversicherungsverein a.G. (gut 3,8 Milliarden Euro). Dahinter folgen die Alte Leipziger Lebensversicherung a.G. (3,1 Milliarden Euro) und die Zurich Deutscher Herold Lebensversicherung AG (fast 2,75 Milliarden Euro).
In den Zahlen der Zurich ist das gesamte Deutschland-Geschäft enthalten (inklusive des Bestands der Zurich Life Legacy Versicherung AG (Deutschland)), wird in einer Fußnote erläutert).
Über die Marke von zwei Milliarden Euro schafften es ansonsten nur noch die Bayern-Versicherung Lebensversicherung AG, die Provinzial Lebensversicherung AG und die Nürnberger Lebensversicherung AG. Auf den Plätzen zehn bis zwölf liegen mit gut 1,9 bis knapp 1,8 Milliarden Euro die Axa Lebensversicherung AG, die Proxalto Lebensversicherung AG und die Ergo Lebensversicherung AG.
An 13. bis 16. Stelle finden sich mit 1,7 bis 1,6 Milliarden Euro die Württembergische Lebensversicherung AG, die Volkswohl Bund Lebensversicherung a.G., die SV Sparkassenversicherung Lebensversicherung AG und die HDI Lebensversicherung AG wieder.
Nur vier Lebensversicherer im Minus
Von den 16 Branchengrößen mit mindestens 1,6 Milliarden Euro gebuchten Bruttobeiträgen konnten 2025 nur vier ihren Umsatz nicht steigern. Zum Vergleich: Ein Jahr zuvor hatten fünf der Marktriesen rückläufige Umsätze hinzunehmen. In den beiden Jahren davor bauten sogar nur jeweils zwei Platzhirsche ihre Einnahmen aus.
Die größten Rückgänge hatten im vergangenen Jahr mit etwas über sieben beziehungsweise knapp sechs Prozent die bei Run-off-Gesellschaften Proxalto und Ergo Leben zu verzeichnen. Um 0,9 Prozent schrumpfte der Umsatz beim HDI, um 0,5 Prozent bei der Nürnberger.
Die größte Steigerung schaffte die Alte Leipziger mit weit über einem Siebtel. Zweistellig wuchsen ansonsten nur noch wie oben beschrieben die Allianz und die R+V. Die SV legte um fast neun Prozent zu, die Axa und die Bayern-Versicherung um sieben bis sechs Prozent.
Zahlreiche Rangveränderungen
Während es auf den ersten vier Positionen keine Rangveränderungen gab, zog die Alte Leipziger an der Zurich vorbei auf den fünften Platz. Die Provinzial überholte die Nürnberger und findet sich nun an achter Stelle wieder.
Die Axa kletterte von zwölf auf zehn nach oben, wodurch die Proxalto und die Ergo Leben jeweils eine Position verloren. Der HDI hingegen fiel von 14 auf 16 zurück. Jeweils um eine Position verbesserten sich der Volkswohl Bund (von 15 auf 14) sowie die SV (von 16 auf 15).






