31.8.2026 – Nach absoluten Zahlen liegt erneut VW vor weiterhin Audi, Mercedes und BMW an der Spitze der „Klauhitparade 2025“ der Pkw. Dies zeigt die Publikation „Kfz-Kriminalität: Bundeslagebild 2025“ des Bundeskriminalamts.
Die Zahl der dauerhaft abhandengekommenen Personenkraftwagen ist im vergangenen Jahr um 5,4 Prozent auf 15.257 gesunken. Dies ist dem „Bundeslagebild 2025 Kfz-Kriminalität“ des Bundeskriminalamts (BKA) zu entnehmen.
Die Auswertung beruht auf Zahlen des Informationssystems der Polizei (Inpol-Sachfahndung) und der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) sowie den Angaben des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA), der großen deutschen Fahrzeugvermietungs-Unternehmen und des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV).
Statistische Unterschiede zwischen Bundeslagebild und PKS
Direkte Vergleiche mit den Zahlen aus der PKS (VersicherungsJournal 21.4.2026, 9.6.2026) sind nicht möglich. Dies liegt unter anderem daran, dass in dem Statistikmaterial zur PKS alle polizeilich erfassten Diebstahlsdelikte von Kraftwagen (inklusive unerlaubter Ingebrauchnahme) aufgelistet werden. Im Bundeslagebild geht es hingegen um Pkw, eine Teilmenge der Kraftwagen.
Zudem werden hier nur solche Diebstähle („dauerhaft abhandengekommen“) erfasst, die „im Laufe des Berichtsjahres entwendet, unterschlagen und anderweitig betrügerisch erlangt wurden und auch noch am Jahresende zur Sachfahndung in Inpol ausgeschrieben sind“, heißt es in der BKA-Publikation. Letztgenannte Delikte werden in der PKS unter eigenen Straftatenschlüsseln statistisch erfasst.
Deutlich mehr Fahndungsnotierungen
Fast doppelt so stark abgenommen wie die Zahl der dauerhaft abhandengekommenen Personenkraftwagen hat die Zahl der Kfz-Gesamtfahndungsnotierungen. Diese sank im Berichtsjahr um 9,3 Prozent auf 43.748.
Auf der anderen Seite ist der Gesamtzulassungsbestand nach Zahlen des KBA im Berichtsjahr um circa 0,3 Prozent auf fast 49,5 Millionen gestiegen. Dabei erhöhte sich die Zahl der Elektrofahrzeuge um ein knappes Viertel auf rund 2,03 Millionen. Bei den Hybridfahrzeugen ging es ebenfalls um fast ein Viertel (auf 4,366 Millionen) nach oben.
VW an der Spitze der „Klauhitparade“
Wie aus dem Bundeslagebild weiter hervorgeht, entfielen zuletzt 44,4 Prozent (minus zwei Prozentpunkte) der dauerhaft abhandengekommenen Fahrzeuge auf die vier an der Spitze liegenden deutschen Autohersteller. Bei VW waren es rund 2.060 Fälle, bei Audi etwa 1.740 Delikte, bei Mercedes fast 1.500 und bei BMW fast etwa 1.470.
Zum Vergleich: Vor zwei Jahren waren es nur 39,5 Prozent (14.10.2024), in den Jahren davor aber noch über 45 Prozent (8.8.2023) beziehungsweise fast 50 Prozent (29.11.2022) – und 2018 sogar 56,4 Prozent.
Zunahmen bei VW und Audi
Steigerungen waren im Vergleich zum Jahr zuvor (25.9.2025) nur bei VW (plus 1,6 Prozent) und bei Audi (plus 1,1 Prozent). zu beobachten. Die Zahl der dauerhaft abhandengekommenen Fahrzeuge der Renaults verminderte sich hingegen mit fast einem Fünftel besonders stark. Noch deutlicher nach unten zeigte die Kurve nur bei den Hyundais.
Welche Automarken bei den Langfingern am beliebtesten sind, wertet auch der GDV jedes Jahr auf Basis der versicherten Fälle aus. Hier liegen die vier vorgenannten deutschen Hersteller bei den Fallzahlen auf den vordersten fünf Plätzen. Toyota befindet sich an dritter Stelle, vor Mercedes und BMW. Bei der Schadenhäufigkeit je 1.000 versicherte Fahrzeuge kommt Land Rover auf den höchsten Wert (18.9.2025).





