21.10.2026 – Im zweiten Quartal profitierten insbesondere Aktienanleger von steigenden Kursen. Dadurch wuchs das Geldvermögen der Deutschen auf knapp 10.000 Milliarden Euro. Besonders gefragt waren Investmentfonds.
Das Geldvermögen der privaten Haushalte betrug zur Jahresmitte 9.831 Milliarden Euro, 335 Milliarden mehr als zum Ende des ersten Quartals (VersicherungsJournal 16.7.2026).
Dies war vor allem auf außerordentlich hohe positive Bewertungseffekte in Höhe von 258 Milliarden Euro zurückzuführen, teilte die Deutsche Bundesbank mit. Dabei dominierten kapitalmarktnahe Anlagen, deren Bewertungsgewinne sich auf insgesamt 202 Milliarden Euro beliefen. Versicherungs- und Pensionsansprüche verzeichneten Bewertungsgewinne in Höhe von 48 Milliarden Euro.
Investmentfondsanteile besonders gefragt
Zusätzliche Ersparnisse werden weiterhin überwiegend in Form von Bargeld als auch von Sichteinlagen gehalten (16.1.2026). Unter den Kapitalmarktinstrumenten waren Investmentfondsanteile besonders gefragt.
Am Gesamtbestand machen Bargeld und Einlagen 36,4 Prozent aus. Versicherungs- und Alterssicherungssysteme kommen auf 27,2 Prozent.
Aggregierte reale Gesamtrendite bei etwa 3,2 Prozent
Über alle Haushalte hinweg stieg die aggregierte reale Gesamtrendite auf Jahressicht im zweiten Quartal 2026 auf etwa 3,2 Prozent (drittes Quartal 2025: 1,9 Prozent). Besonders die vermögendsten zehn Prozent der Haushalte profitierten von deutlich höheren positiven Renditebeiträgen der Investmentfondsanteile und Aktien.
Die vermögensärmere Hälfte der Haushalte erzielte hingegen trotz einer leichten Verbesserung weiterhin eine negative reale Rendite von rund minus 0,7 Prozent. Diese Haushalte halten ihr Geldvermögen überwiegend in Einlagen und Versicherungsansprüchen. Auf deren reale Rendite schlug die gestiegene Inflation besonders stark durch, so die Deutsche Bundesbank.

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