21.7.2026 – Das Institut für Vorsorge und Finanzplanung hat die Tarife von 34 Anbietern in fünf Kategorien bewertet. Allianz, Alte Leipziger, Axa, Bayern-Versicherung, Continentale, Ergo Vorsorge, HDI, LV 1871, LVM, Metallrente, Neue Leben, Nürnberger, Signal Iduna, Stuttgarter und Württembergische erhielten in dem Rating mindestens in einem Segment die Note „exzellent“. Nur Allianz, Ergo Vorsorge und Württembergische schafften in drei Bereichen die Höchstnote.
Die Institut für Vorsorge und Finanzplanung GmbH (IVFP) hat eine Neuauflage ihres Ratings von bAV-Direktversicherungen (§ 3 Nummer 63 EStG) veröffentlicht. Untersucht wurden in der aktuellen, mittlerweile 15. Auflage 76 Tarife von 34 Anbietern.
Im Vorjahr waren es 74 Prüflinge von 40 Gesellschaften (VersicherungsJournal 23.7.2025), vor vier Jahren wurden noch 81 Testkandidaten von 40 Akteuren (21.7.2022) und vor acht Jahren sogar noch 93 Angebote von 48 Gesellschaften (19.4.2018).
So wurden die bAV-Angebote bewertet
Das Institut hat die Produkte der betrieblichen Altersversorgung (bAV) nach folgenden Kategorien getrennt gewertet:
- klassisch mit beitragsorientierter Leistungszusage (Bolz),
- Klassik Plus (Bolz),
- fondsgebunden mit Garantien (Bolz),
- Indexpolicen und
- Comfort.
In die Gesamtbewertung flossen vier Teilbereiche ein: Unternehmensqualität (25 Prozent Gewichtung), Rendite (40 Prozent), Flexibilität (25 Prozent) sowie Transparenz und Service (zehn Prozent). Diese sind den Angaben zufolge insgesamt in bis zu 90 Einzelkriterien unterteilt.
Als Basis der Untersuchung werden öffentlich zugängliche Daten genannt. Einzelheiten dazu veröffentlicht das IVFP in seinen Informationen zum Ratingverfahren bAV Direktversicherung 2026 (PDF, 279 KB).
Keine konkreten Noten mehr
Für die untersuchten Produkte werden, anders als früher üblich, keine konkreten, auf Zehntelpunkte heruntergebrochenen Noten mehr vergeben. Stattdessen teilt das Institut die Angebote in sieben Bewertungsklassen ein, beginnend mit „exzellent“ und dann weitergehend wie beim Schulnotensystem.
Innerhalb dieser Klassen nimmt das IVFP eine alphabetische Sortierung vor. Insofern kann an dieser Stelle nicht mehr berichtet werden, welcher „exzellente“ Tarif insgesamt und in den Teilbereichen am besten beurteilt wird.
Diese Anbieter erhielten mehrfach die Bestnote
„Exzellente“ Produkte in allen fünf Kategorien hat kein einziger Versicherer. Dies liegt insbesondere an der sehr niedrigen Zahl an Testkandidaten im Segment Klassik, von denen zudem keiner die Höchstnote schaffte.
In dieser Kategorie schnitten die Hannoversche Lebensversicherung AG („Bausteinrente (R4)“) und die Lebensversicherung von 1871 a.G. München (LV 1871; „Direktversicherung (RT1)“) am besten ab (jeweils „sehr gut“).
In drei Bereichen mit „exzellent“ bedacht wurden nur die Allianz Lebensversicherungs-AG und die Ergo Vorsorge Lebensversicherung AG (jeweils Index, Comfort und fondsgebunden) sowie die Württembergische Lebensversicherung AG (Klassik Plus, Comfort und fondsgebunden).
Jeweils zweimal gelang dies der Axa Lebensversicherung AG und der Stuttgarter Lebensversicherung a.G. (je Comfort und fondsgebunden), der Metallrente GmbH unter Konsortialführung der Allianz (Klassik Plus und Comfort) sowie der Neuen Leben Lebensversicherung AG (Klassik Plus und Index).
„Exzellent“ in einer Kategorie
In einer Kategorie „exzellent“ schnitten acht Produktgeber ab. Dies waren einerseits in der Kategorie „Fondsgebunden“ die Alte Leipziger Lebensversicherung a.G., die Continentale Lebensversicherung AG, die LV 1871 und die Signal Iduna Lebensversicherung AG.
Nur bei den Indexpolicen die Bestnote holte die Nürnberger Lebensversicherung AG, nur bei den Comfort-Tarifen die Bayern-Versicherung Lebensversicherung AG, die HDI Lebensversicherung AG und die LVM Lebensversicherungs-AG.
Eine Übersicht über die insgesamt 74 „exzellenten“, „sehr guten“ oder „guten“ Produkte in den einzelnen Kategorien inklusive der Teilnoten in den vier Untersuchungsbereichen kann auf dieser Internetseite eingesehen werden.




