31.7.2026 – 2,1 Vorsorgebausteine haben die Deutschen durchschnittlich pro Kopf. 19 Prozent geben an, dass sie im Alter lediglich die gesetzliche Rente beziehen werden. 39 Prozent rechnen im Alter mit Einkünften aus einer betrieblichen Rente und 36 Prozent aus privaten Rentenversicherungen. Mit Einkünften aus Kapitalanlagen plant insbesondere die Generation Z. Steigende Lebenshaltungskosten machen 57 Prozent der Befragten Sorgen. 31 Prozent fürchten, zu wenig für den eigenen Ruhestand zu sparen.
2,1 Vorsorgebausteine haben die Deutschen durchschnittlich pro Kopf – die gesetzliche Rente mit eingerechnet. Zu diesem Ergebnis kommt der „Vorsorge-Index 2026“, eine repräsentative Studie, für die das Marktforschungsinstitut Ipsos GmbH im Auftrag der Allianz Lebensversicherungs-AG bundesweit mehr als 1.000 Deutsche zwischen 25 und 65 Jahren befragt hat (VersicherungsJournal 15.4.2026).
Gesetzliche Rente bleibt zentrales Standbein im Alter
19 Prozent geben an, dass sie im Alter lediglich die gesetzliche Rente beziehen werden. Etwas stärker gilt das für die rentennahe Altersgruppe der 55- bis 64-Jährigen mit 21 Prozent. Überproportional vertreten sind Frauen mit 59 Prozent und in Teilzeit tätige Personen mit 26 Prozent.
Dies bestätigt andere Umfragen. So verlassen sich beispielsweise laut der „Rentner-Studie 2026“ der HDI Versicherungen bei den 18- bis 35-Jährigen 41 Prozent der Frauen ausschließlich auf die gesetzliche Rente, bei den Männern sind es nur 28 Prozent (17.7.2026).
Verschiedene Einkommensquellen
Eine gesetzliche Rente erwarten 78 Prozent der arbeitenden Deutschen. 39 Prozent rechnen im Alter mit Einkünften aus einer betrieblichen Rente (bAV) und 36 Prozent aus privaten Rentenversicherungen.
33 Prozent setzen auch auf Einkünfte aus Kapitalanlagen.
| Einkommensquelle | Anteil in der deutschen Bevölkerung* |
|---|---|
| * in Prozent; Quelle: Allianz (Vorsorge-Index 2026) | |
| Gesetzliche Rente | 78 |
| Betriebliche Altersversorgung | 39 |
| Private Lebens- oder Rentenversicherung | 36 |
| 33 | |
| Mieteinnahmen | 12 |
| Sonstige | 12 |
| Keine | 6 |
Generation Z setzt verstärkt auf Kapitalvermögen als Altersvorsorge
Mit Einkünften aus Kapitalanlagen plant insbesondere die Generation Z (Jahrgänge 1995 bis 2010) mit 38 Prozent. Die Babyboomer (Jahrgänge 1946 bis 1964) hingegen setzen mit 31 Prozent weniger stark auf Kapitalanlagen, sondern auf eine Kombination aus gesetzlicher Rente mit betrieblicher Altersversorgung (bAV) sowie privater Altersvorsorge.
Auffällig ist der deutlich kritischere Blick jüngerer Menschen auf die gesetzliche Rente. Während von den Jahrgängen 1980 bis 1994 noch 74 Prozent die gesetzliche Rente als Altersvorsorge nennen, sind es bei den Jahrgängen 1995 bis 2010 nur noch 58 Prozent.
| Einkommensquelle | Gen Z (1995–2010)* | Gen Y (1980–1994)* | Gen X (1965–1979)* | Boomer (1946–1964)* |
|---|---|---|---|---|
| * in Prozent; Quelle: Allianz (Vorsorge-Index 2026) | ||||
| Gesetzliche Rente | 58 | 74 | 82 | 87 |
| Betriebliche Altersversorgung | 28 | 42 | 41 | 34 |
| Private Lebens- oder Rentenversicherung | 32 | 36 | 40 | 29 |
| Entnahmen aus Kapitalanlagen | 38 | 36 | 30 | 31 |
| Mieteinnahmen | 17 | 12 | 13 | 9 |
| Sonstige | 10 | 9 | 14 | 13 |
| Keine | 7 | 8 | 4 | 4 |
Altersvorsorge ist mehr als Vermögensaufbau
Kapitalanlagen nutzen die Menschen, die in den kommenden Jahren in Rente gehen, eher zum Vermögensaufbau. Sie verfügen häufig über mehrere Einkommensquellen. Ihr Medianvermögen liegt laut Institut der deutschen Wirtschaft Köln e.V. (IW) bei etwa einer Viertelmillion Euro.
Ruedi Kubat, CEO der Allianz Lebensversicherung, macht dazu deutlich: „ETFs und auch Aktien sind durchaus Bausteine für den mittel- und langfristigen Vermögensaufbau – Altersvorsorge ist aber mehr. Sie muss über Jahrzehnte hinweg verlässlich funktionieren und vor allem ein stabiles, zuverlässiges Einkommen im Ruhestand ermöglichen.“
Jeder Dritte legt zu wenig für den Ruhestand zurück
Gefragt wurde auch nach den finanziellen Sorgen. Steigende Lebenshaltungskosten treiben mit 57 Prozent der Befragten die meisten Menschen um – und zwar über alle Altersgruppen und Einkommensklassen hinweg. Zu Beginn des Jahres rechneten sogar mehr als zwei Drittel der von der Norisbank GmbH Befragten (67,1 Prozent) mit steigender Inflation (30.1.2016).
Unerwartete, hohe Ausgaben, etwa für Reparaturen, fürchten 34 Prozent; und 31 Prozent, zu wenig für den eigenen Ruhestand zu sparen. Frauen sind grundsätzlich skeptischer als Männer, was die eigene finanzielle Vorsorge anbelangt. Sie glauben über alle Generationen und Einkommensverhältnisse hinweg weniger daran, dass ihre eigenen Sparbemühungen ausreichend sind.
Die Angst, arbeitslos zu werden, treibt 15 Prozent der Deutschen um. 13 Prozent machen sich Sorgen wegen der eigenen Schuldenbelastung. Lediglich 13 Prozent der Befragten gaben an, keine finanziellen Sorgen zu haben.




