22.6.2026 – Unter den Branchenschwergewichten (mehr als 675 Millionen Euro gebuchte Bruttobeiträge) hat die Huk24 das Prämienvolumen auf Sechsjahressicht in Kfz-Haftpflicht am stärksten ausgebaut. Einbußen hatte laut dem „Branchenmonitor 2025: Kraftfahrtversicherung“ von V.E.R.S. Leipzig nur die Axa hinzunehmen.
Die deutschen Kraftfahrtversicherer haben die gebuchten Bruttobeiträge zwischen 2019 und 2024 um ein Sechstel auf 19,57 Milliarden Euro ausgebaut. Während sieben der 50 größten Anbieter gegen den Branchentrend schrumpften (VersicherungsJournal 7.5.2026), legten 43 Akteure zum Teil deutlich zu (7.5.2026).
Dies ist dem „Branchenmonitor 2025: Kraftfahrtversicherung“ zu entnehmen. Die Studie wird jährlich von der V.E.R.S. Leipzig GmbH durchgeführt. Sie enthält Übersichten zu zahlreichen Kennzahlen der 50 größten Marktakteure in der Kraftfahrtversicherung, die auf rund 87 Prozent Marktanteil kommen. Zu den aufgelisteten Kennzahlen gehören unter anderem auch die Betriebskostenquoten (22.6.2026).
Axa mit Verlusten
Die Branchengrößen (10.12.2025) mit mehr als 675 Millionen Euro gebuchten Bruttoprämien wuchsen fast alle – bis auf eine Ausnahme. Dies war die Axa Versicherung AG, die auf Sechsjahressicht fast ein Fünfzehntel einbüßte (auf unter 778 Millionen Euro). Dadurch rutschten die Kölner in der Umsatzrangliste vom vierten auf den sechsten Platz ab.
Sie büßten zunächst dreimal in Folge ein. 2020 ging es coronabedingt mit fast sieben Prozent am stärksten nach unten. Das fast vierprozentige Minus im drittletzten Jahr des Betrachtungszeitraums führte die Axa im Geschäftsbericht 2022 (PDF, 1,3 MB) insbesondere auf den weiterhin steigenden Anteil von Gebrauchtfahrzeugen im Bestand zurück.
Dies „führte erneut zu rückläufigen Durchschnittsbeiträgen im Geschäftsjahr“, wird in dem Bericht erläutert. Zuletzt kehrte das Unternehmen in die Gewinnspur zurück und legte erst um 1,6 und dann um 5,0 Prozent zu.
Huk-Coburg VVaG und R+V mit unterdurchschnittlichem Wachstum
Um nur jeweils etwa ein Siebtel und damit schwächer als der Markt wuchsen die Huk-Coburg Haftpflicht-Unterstützungs-Kasse kraftfahrender Beamter Deutschlands a.G. in Coburg (auf 837 Millionen Euro) und die R+V Allgemeine Versicherung AG (auf knapp 740 Millionen Euro).
Der Huk-Coburg VVaG büßte wie die Axa dreimal zu Beginn des Betrachtungszeitraums ein. Dabei ging es 2021 um 2,5 Prozent abwärts – „aufgrund eines harten Preiswettbewerbs“, wie im Geschäftsbericht 2021 (PDF, 700 KB) ausgeführt wird. 2020 und 2022 landete das Unternehmen nur hauchdünn in der Verlustzone. 2024 legte das Unternehmen etwa stärker als der Markt zu.
Die R+V wuchs zu Beginn und in den letzten beiden Jahren des Beobachtungszeitraums. Die Steigerungsraten lagen zwischen 3,5 (2020) und 6,3 Prozent (2024). 2021 und 2022 hatten die Wiesbadener jeweils eine „rote Null“ zu verzeichnen.
So schlugen sich die übrigen Platzhirsche
Alle übrigen Branchenschwergewichte legten stärker als der Markt zu. Dabei agierte die Allianz Versicherungs-AG (plus 16,7 Prozent auf 2.209 Millionen Euro) nur unwesentlich besser als die Branche.
Steigerungsraten zwischen knapp 19 und gut 23 Prozent schafften die VHV Allgemeine Versicherung AG (auf 1.016,5 Millionen Euro), der LVM Landwirtschaftlicher Versicherungsverein Münster a.G. (auf 928 Millionen Euro), die Huk-Coburg-Allgemeine Versicherung AG (auf 1.532 Millionen Euro) und die DEVK Allgemeine Versicherungs-AG (auf 687,5 Millionen Euro).
Am stärksten unter den Branchengrößen legte die Huk24 AG zu (plus über 61 Prozent auf 753 Millionen Euro). Sie verbesserte sich auf Sechsjahressicht von der zehnten auf die siebte Position im Umsatzranking.
Weitere Studiendetails und Bezugshinweis
Kontinuierlich bauten nur die VHV, der LVM und die Huk24 ihre Einnahmen aus. Die Allianz, die DEVK Allgemeine und die Huk-Coburg-Allgemeine schrumpften 2021.
Der „Branchenmonitor 2025: Kraftfahrtversicherung“ enthält zahlreiche weitere Kennzahlen zum Versicherungszweig. Die Daten werden auf Sechsjahressicht dargestellt (2019 bis 2024). Die rund 200-seitige Studie kann als PDF-Version für brutto 1.487,50 Euro inklusive Mehrwertsteuer bei Maik Entrich per E-Mail oder per Telefon unter 0341 24659262 bestellt werden.






