Kommt die Rente mit 70?

21.5.2026 – Die von der Bundesregierung eingesetzte Alterssicherungskommission (ASK) hat sich laut einem Bericht der Bild-Zeitung darauf geeinigt, eine stufenweise Anhebung des Renteneintrittsalters zu empfehlen. Demnach soll die Regelaltersgrenze Anfang der 2040er Jahre zunächst auf 68 Jahre steigen, in den frühen 2050er Jahren auf 69 Jahre. Zehn Jahre später soll sie schließlich bei 70 Jahren liegen.

Darüber hinaus werde auch eine Absenkung des Rentenniveaus von 48 Prozent auf 46 Prozent empfohlen, so die Bild. Das Rentenniveau beschreibt das Verhältnis einer Standardrente nach 45 Beitragsjahren zum durchschnittlichen Arbeitseinkommen.

Derzeit ist gesetzlich festgelegt, dass das Rentenniveau bis 2031 nicht unter 48 Prozent sinken darf (VersicherungsJournal 19.12.2025). Die sogenannte Haltelinie sorgt regelmäßig dafür, dass die Renten stärker steigen als die Löhne (29.4.2026).

Gegenüber der Verlagsgruppe Handelsblatt GmbH dementierten jedoch mehrere Mitglieder der Kommission, dass es eine Einigung auf konkrete Jahreszahlen und Altersangaben gebe. Es sei zwar Konsens, dass das Renteneintrittsalter an die steigende Lebenserwartung gekoppelt werden solle. Die Zahl 70 komme in der ersten Kurzfassung des Abschlussberichts jedoch nicht vor.

Die 13-köpfige ASK soll Vorschläge für eine Reform der gesetzlichen Rentenversicherung ausarbeiten. Der Abschlussbericht wird zum Ende des zweiten Quartals 2026 erwartet. Vorsitzende sind:

  • die Professorin Dr. Constanze Janda, Rechtswissenschaftlerin und Rektorin der Universität für Verwaltungswissenschaften Speyer, sowie
  • Frank-Jürgen Weise, ehemaliger Vorstandsvorsitzender der Bundesagentur für Arbeit.
Lesetipp: „Gesetzliche Altersrente: die wichtigsten Regeln im Überblick. Beratungswissen zu Rentenarten, Bezugsvoraussetzungen und Rentenhöhe“
Dossier Cover (Bild: VersicherungsJournal)

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