22.4.2026 – Die vor knapp zwei Jahren ins Neugeschäft zurückgekehrte BY die Bayerische Vorsorge konnte im vergangenen Jahr den Neuzugang nach Stückzahl am kräftigsten steigern (plus fast 190 Prozent auf fast 22.000 Neuverträge). Die Targo (jetzt HDI Vorsorge) blieb nach dem Ende der Kooperation mit der Talanx mit minus 97 Prozent (auf unter 9.000 neue Policen) am stärksten hinter der Vertriebsleistung des Vorjahres zurück. Dies zeigt eine Zahlensammlung der Zeitschrift für Versicherungswesen (Heft 4/2026).
2024 ist der Neuzugang der im Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) organisierten Lebensversicherer nach vorläufigen Verbandszahlen um über ein Neuntel auf nur noch 3,8 Millionen Policen gesunken. Dies gab der GDV Mitte Februar (VersicherungsJournal 4.2.2026) im Rahmen seiner Jahresmedienkonferenz bekannt.
Fünf der neun Neugeschäftsschwergewichte steigerten sich
Die einzelnen Gesellschaften unterschieden sich dabei stark in ihrer Entwicklung, wie eine Zahlensammlung in Heft 4/2026 der Zeitschrift für Versicherungswesen (ZfV) zeigt. Die traditionell Anfang April veröffentlichte Neugeschäftsumfrage der Zeitschrift beruht auf Unternehmensangaben, die teilweise vorläufigen Charakter haben.
Demnach schafften, angeführt von der Allianz Lebensversicherungs-AG, insgesamt neun der 64 aufgeführten Akteure einen Neuzugang im sechsstelligen Bereich. Fünf von ihnen konnten mehr Neuverträge abschließen als ein Jahr zuvor. Unter den Neugeschäftsschwergewichten wuchs am stärksten die Axa Lebensversicherung AG (plus über ein Viertel auf fast 117.160 Policen) (16.4.2026).
BY die Bayerische Vorsorge mit der größten Steigerung
Noch stärker als die Axa bauten nur fünf Akteure ihr Neugeschäft aus, allen voran die BY die Bayerische Vorsorge Lebensversicherung a.G. Sie konnte den Neuzugang auf 21.927 neue Kontrakte fast verdreifachen.
Um knapp zwei Drittel bis gut die Hälfte legten die WWK Lebensversicherung a.G. (auf 68.869 Stück), die Hansemerkur Lebensversicherung AG (auf 14.403) und die Itzehoer Lebensversicherungs-AG (auf 4.372) zu. Ein um fast 30 Prozent höheres Neugeschäft schaffte mit 2.432 neuen Verträgen die Zurich Life Legacy Versicherung AG (Deutschland).
Um mehr als ein Fünftel wuchs der Neuzugang ansonsten nur noch bei der Dialog Lebensversicherungs-AG. Sie akquirierte im vergangenen Jahr 35.185 neue Verträge. Ein Jahr zuvor hatte sie noch zu den größten Verlierern gezählt (29.4.2025).
Targo und LPV mit den stärksten Rückgängen
Insgesamt erzielten 2025 branchenweit 35 Marktteilnehmer ein höheres Neugeschäft nach Stückzahl als vor Jahresfrist. Hingegen hatten 29 Akteure Einbußen zu verzeichnen.
Am stärksten fielen diese bei der kürzlich in HDI Vorsorge Lebensversicherung AG umbenannten (5.1.2026) Targo Lebensversicherung aus. Bei ihr verminderte sich der Neuzugang um 97 Prozent auf weniger als 8.800 neue Policen.
„Hier sorgte ein Sondereffekt – die Beendung der Kooperation mit der Talanx zum Jahresende – für den nahezu vollständigen Einbruch des Neugeschäftes“, führt ZfV-Chefredakteur Dr. Marc Surminski zum Hintergrund aus.
Einbußen von annähernd zwei Dritteln (auf unter 31.900 Stück) hatte die LPV Lebensversicherung AG hinzunehmen. Laut Surminski ist die frühere PB Leben (11.1.2023) „Teil des Bankvertriebs der Talanx und auf Restschuldversicherungen spezialisiert. Sie leidet offensichtlich unter der strengeren gesetzlichen Regulierung beim Vertrieb dieser Produkte über den Bankschalter.“
Weitere Akteure mit deutlich niedrigerem Neuzugang
Verminderungsraten von etwas über beziehungsweise unter 30 Prozent waren zu beobachten bei der Nürnberger Lebensversicherung AG (auf 71.000 neue Kontrakte), der Gothaer Lebensversicherung AG (auf unter 79.200) und der BL die Bayerische Lebensversicherung AG (auf knapp 13.900).
Um jeweils ein knappes Viertel hinter dem Ergebnis des Vorjahres blieb der Neuzugang 2025 bei der Condor Lebensversicherungs-AG (gut 4.900 Stück) und der Direkte Leben Versicherung AG (gut 1.800). Um fast ein Fünftel schrumpfte das Neugeschäft bei der R+V Lebensversicherung AG (330.450).






