28.10.2026 – Laut der LBS-Analyse „Markt für Wohnimmobilien“ kosteten gebrauchte Einfamilienhäuser ähnlich viel wie im Vorjahr. Bauland und auch neue Reihenhäuser zeigten sich ebenfalls relativ preisstabil. Die Preise für neue Eigentumswohnungen dagegen klettern um knapp sechs Prozent. Die Nachfrage nach freistehenden Einfamilienhäusern aus dem Bestand nimmt in einigen Regionen wieder zu. Zwei Drittel der Befragten sagten, dass ihre Kunden das neue Heim häufig einer Modernisierung einschließlich einer energetischen Sanierung unterziehen. Eine verlässliche Förderung erleichtert die Kaufentscheidung.
Am Markt für selbst genutzte Immobilien setzt sich die Phase der Stabilisierung im Jahr 2026 fort, meinen rund 400 Immobilienvermittlern von LBS und Sparkassen. Bestehende Eigenheime kosten gemäß dem jährlich erhobenen Preisspiegel im bundesweiten Durchschnitt ähnlich viel wie ein Jahr zuvor. Bauland und auch neue Reihenhäuser zeigten sich ebenfalls relativ preisstabil.
Neue Eigentumswohnungen um sechs Prozent teurer
Ältere Reihenhäuser und Eigentumswohnungen kosten etwas mehr. Das Preisniveau des Jahres 2023 wurde aber längst noch nicht wieder erreicht.
Die Preise für neue Eigentumswohnungen dagegen klettern deutlich: Im Preisspiegel 2026 betrug das durchschnittliche Plus gegenüber dem Vorjahr knapp sechs Prozent. Laut „Wohnatlas“ der Postbank – eine Niederlassung der Deutsche Bank AG betragen die Preisunterschiede zwischen neuen und älteren 70-Quadratmeter-Eigentumswohnungen bis zu 420.000 Euro (VersicherungsJournal 2.10.2026).
Der Neubau bereitet Sorge, so die LBS-Experten. Die Nachfrage entwickele sich regional uneinheitlich; das Angebot an neuen Reihenhäusern und Eigentumswohnungen dürfte aufgrund der weiterhin hohen Baukosten eher noch abnehmen. Mit Preisrückgängen sei daher nicht zu rechnen – aber zumeist auch nicht mit größeren Preissprüngen.
Der Traum vom Häuschen mit Garten lebt
Wie schon im vergangenen Jahr beobachteten die LBS-Experten auch in diesem Jahr, dass die Nachfrage nach freistehenden Einfamilienhäusern aus dem Bestand in einigen Regionen wieder zunimmt (15.9.2025). Verstärkt hat sich besonders das Interesse an Eigenheimen im äußersten Westen der Republik am Niederrhein, in der Eifel und im nördlichen Rheinland-Pfalz.
Gefragt sind sie außerdem im Norden Niedersachsens, in Berlin sowie in Oberfranken und Niederbayern. Die Plattform Immowelt.de hatte für Eigentumswohnungen festgestellt: Je weiter weg vom Stadtkern, desto günstiger die Angebote (15.7.2026). Vergleichbares gilt für Einfamilienhäuser: Im Durchschnitt steigt die Erschwinglichkeit mit zunehmender Entfernung von den großen Ballungszentren (30.7.2026).

- Zum Vergrößern Bild klicken. (Bild: LBS)
Energetische Sanierung gehört dazu
Energieeffizienz ist aufgrund der aktuellen Entwicklungen ein wichtiger Faktor bei der Wahl einer Immobilie (20.8.2026). Wie Käufer von älteren Gebäuden mit diesem Thema umgehen, wurde in einer Sonderbefragung erhoben. Das Ergebnis: Energetische Sanierungen gehören inzwischen dazu.
Zwei Drittel der Befragten sagten, dass ihre Kunden das neue Heim häufig einer Modernisierung einschließlich einer energetischen Sanierung unterziehen würden. Modernisierungen ohne energetisches Update kommen dagegen nicht mehr allzu oft vor: Zwar berichteten 26 Prozent, dass dies hin und wieder der Fall sei, aber nur zwölf Prozent bemerkten es häufiger.
Ist eine Modernisierung geplant, dann geschieht sie in der Regel zeitnah vor dem Einzug, wie vier von fünf Befragten festgestellt haben. Immerhin 42 Prozent erleben öfter, dass die Modernisierungsarbeiten nach und nach stattfinden. Am seltensten kommt es vor, dass die Modernisierung lange aufgeschoben wird.
Fördermittel müssen verlässlich sein
37 Prozent der befragten Immobilienexperten gaben an, dass Käufer bestehender Immobilien häufig bis sehr häufig beispielsweise die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) für die Sanierung nutzten – nur zehn Prozent beobachten dies so gut wie nie.
„Dass sich der Markt für Wohnimmobilien stabilisiert hat und die Menschen sich den Eigentumserwerb tendenziell wieder zutrauen, ist eigentlich eine gute Nachricht“, ordnet LBS-Verbandsdirektor Axel Guthmann die Ergebnisse der jährlichen Befragung ein.
„Aber auch die Bundesregierung sollte das ihr Mögliche tun und ihr Versprechen aus dem Koalitionsvertrag umsetzen, angehende Wohneigentümer zu unterstützen“, fordert Guthmann. Erleichterungen bei der Grunderwerbsteuer stehen ganz oben auf seiner Liste. Aber auch eine verlässliche Förderung, gerade beim Thema energetische Sanierung, würde sicherlich so manche Kaufentscheidung erleichtern.
| Großstadt | Preis in Euro |
|---|---|
| * Die häufigsten Preise für gebrauchte Einfamilienhäuser in den teuersten Großstädten über 500.000 Einwohner; Quelle: LBS Markt für Wohnimmobilien 2026 | |
| München | 1.300.000 |
| Köln | 870.000 |
| Düsseldorf | 850.000 |
| Stuttgart | 850.000 |
| Frankfurt am Main | 770.000 |
| Berlin | 625.000 |
| Hamburg | 600.000 |
| Nürnberg | 600.000 |
| Dresden | 575.000 |
| Dortmund | 500.000 |
| Essen | 500.000 |
| Hannover | 490.000 |
| Duisburg | 385.000 |
| Bremen | 370.000 |
| Leipzig | 320.000 |




