12.8.2026 – Das gesamte von der deutschen Investmentfondsbranche verwaltete Vermögen stieg im ersten Halbjahr 2026 um sieben Prozent auf knapp 5,2 Billionen Euro. Das von Publikumsfonds verwaltete Vermögen stieg um 695 Milliarden Euro beziehungsweise 51 Prozent auf aktuell 2.049 Milliarden Euro. Zu diesem Anstieg haben Mittelzuflüsse im Umfang von 51,8 Milliarden Euro sowie eine neue Erfassungsmethode für ETFs beigetragen. Von den im ersten Halbjahr 2026 in Publikumsfonds neu angelegten 51,8 Milliarden Euro flossen 38,3 Milliarden Euro in Aktienfonds. Davon entfallen 33,9 Milliarden Euro auf Aktien-ETFs. Auf den nächsten Plätzen folgen Renten- und Mischfonds.
Zur Jahresmitte verwalteten die Fondsgesellschaften für Anleger in Deutschland knapp 5.200 Milliarden Euro. Das sind 348 Milliarden Euro beziehungsweise sieben Prozent mehr als zu Jahresanfang (31. Dezember 2025: 4.852 Milliarden Euro). Das von Publikumsfonds verwaltete Vermögen stieg um 695 Milliarden Euro beziehungsweise 51 Prozent auf aktuell 2.049 Milliarden Euro.
Fast 600 Milliarden Euro sind in Aktien-ETFs investiert
Zu diesem Anstieg haben Mittelzuflüsse im Umfang von 51,8 Milliarden Euro beigetragen. Getrieben wurde diese Entwicklung aber auch durch Neuerungen bei der Erfassung der Daten. Die Zahlen basieren auf der seit Anfang 2025 bestehenden Zusammenarbeit des Bundesverband Investment und Asset Management e.V. (BVI) und ETF-Anbietern mit dem Zentralverwahrer Clearstream Group.
Hinzu kommen ETF-Vermögen von Fondsgesellschaften, die sich – auch unabhängig von einer Mitgliedschaft im BVI – der Erfassungsmethode auf Grundlage der Clearstream-Datenbank noch nicht angeschlossen haben. Darüber hinaus gibt es ETF-Bestände bei weiteren Zentralverwahrern, insbesondere Euroclear, die dem deutschen Markt zuzurechnen sind.
Mit geschätzt über 800 Milliarden Euro ist Deutschland der größte ETF-Markt in Europa. Über alle Anlageklassen hinweg weist die Statistik für ETFs ein Vermögen von 585 Milliarden Euro aus. Auf Aktien-ETFs entfallen 496 Milliarden Euro. Ihr Anteil am Vermögen der Aktienfonds beträgt damit 45 Prozent.
Absatzsieger bleiben Aktien-ETFs, Verlierer sind Immobilienfonds
Von den im ersten Halbjahr 2026 in Publikumsfonds neu angelegten 51,8 Milliarden Euro flossen 38,3 Milliarden Euro in Aktienfonds. Davon entfallen 33,9 Milliarden Euro auf Aktien-ETFs. Der Trend zu diesen kostengünstigeren, weil nicht aktiv gemanagten Varianten hält an.
Rentenfonds flossen 10,6 Milliarden Euro zu. Wie im Jahr 2025 dominierten Fonds, die überwiegend in Anleihen mit bis zu drei Jahren Restlaufzeit investieren (5,1 Milliarden Euro), und Fonds mit Schwerpunkt auf Unternehmensanleihen (3,5 Milliarden Euro). Es folgen Mischfonds mit 3,6 Milliarden Euro.
Aus Immobilienfonds flossen netto 3,3 Milliarden Euro ab: Nach Abflüssen von 1,8 Milliarden Euro im ersten Quartal zogen Anleger im zweiten Quartal 1,5 Milliarden Euro ab. Anleger, die ihre Immobilienfonds nach dem 21. Juli 2013 gekauft haben, müssen vor der Rückgabe eine zwölfmonatige Kündigungsfrist einhalten.
Altersvorsorgeeinrichtungen und Versicherer die größten Anlegergruppen
Vom verwalteten Gesamtvermögen entfallen 2.409 Milliarden Euro auf offene Spezialfonds. Hier sind Altersvorsorgeeinrichtungen mit 851 Milliarden Euro und Versicherer mit 560 Milliarden Euro die größten Anlegergruppen.
Von institutionellen Anlegern wurde im Vergleich mit dem Vorjahres-Halbjahr deutlich weniger investiert. Bei den geschlossenen Fonds sanken die Zuflüsse von 1,4 auf 0,1 Milliarden Euro. Bei den freien Mandaten flossen nach 2,9 nun 5,4 Milliarden Euro ab.




