20.4.2026 – Die Zahl der registrierten Finanzanlagenvermittler ist im Startquartal 2026 genauso gesunken wie die der Immobiliardarlehensvermittler sowie der Immobiliardarlehensberater. Nach oben zeigt die Kurve nur bei den Honorar-Finanzanlagenberatern. Dies belegen jetzt von der DIHK veröffentlichte Zahlen.
Die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) hat aktuelle Zahlen aus dem Vermittlerregister veröffentlicht. Zum 1. April 2026 waren demnach mit 41.211 knapp 0,1 Prozent beziehungsweise 33 Finanzanlagenvermittler (§ 34f GewO) weniger verzeichnet als drei Monate zuvor (VersicherungsJournal 8.1.2026).
Damit hat sich der positive Trend der letzten Quartale (8.10.2025, 11.7.2025) nicht fortgesetzt. Letztmalig einen Rückgang hatte es in den ersten drei Monaten des Vorjahres gegeben (8.4.2025).
Fast alle mit Erlaubnis zur Investmentfondsvermittlung
Nach den aktuellen Daten besitzen nahezu alle Finanzanlagenvermittler – nämlich 40.879 (unverändert gut 99 Prozent) – die Erlaubnis zur Vermittlung von Investmentfonds nach § 34f (1) Nummer 1 GewO.
Weiterhin ist knapp jedem Fünften die Vermittlung von geschlossenen Fonds (§ 34f (1) Nummer 2 GewO) gestattet. Gut jeder neunte (Jahresende 2025: knapp jeder achte) Verzeichnete darf Vermögensanlagen (§ 34f (1) Nummer 3 GewO) vermitteln.
Zuwachs bei den Honorar-Finanzanlagenberatern
Gestiegen ist hingegen die Anzahl der Honorar-Finanzanlagenberater (§ 34h GewO). Zum Stichtag 1. April zählte das Register 361 Meldungen. Das sind elf mehr als zu Jahresbeginn.
Bis auf eine Ausnahme besitzt jeder der aktuell verzeichneten Honorar-Finanzanlagenberater die Erlaubnis zur Beratung zu offenen Investmentvermögen. Nach geschlossenen Fonds besteht bei den Beratern mit einem knappen Viertel Anteil eine deutlich höhere Nachfrage als bei den 34f-Vermittlern. In etwa gleich hoch fällt diese mit einem guten Neuntel bei der Beratung zu Vermögensanlagen aus.
Weniger Immobiliardarlehensvermittler
Die Zahl der Immobiliardarlehensvermittler (§ 34i GewO) ist zum zweiten Mal in Folge zurückgegangen. Sie reduzierte sich zwischen Anfang Januar und Anfang April um 55 auf 57.874 Verzeichnete. Das entspricht einem Minus um rund 0,1 Prozent.
Von den Registrierten traten 609 als Honorar-Immobiliardarlehensberater auf, das sind elf weniger als zu Beginn der vorangegangenen Dreimonatsperiode. Gründe für diese Entwicklungen sind aus der DIHK-Statistik nicht abzuleiten.
Mit einem Anteil von aktuell knapp 1,1 Prozent wird der Honorarberaterstatus im Immobilienbereich häufiger nachgefragt als im Finanzanlagenbereich (knapp 0,9 Prozent). Im Versicherungsvermittlerregister liegt der Anteil mit unter 0,2 Prozent noch niedriger (8.4.2026).






