9.10.2026 – Im jetzt veröffentlichten Unternehmensscoring der Lebensversicherer 2026 hat Ascore die Testkandidaten auf 16 Kennzahlen (in Ein-, Drei- oder Fünfjahresbetrachtung) aus den Bereichen Erfahrung, Sicherheit, Erfolg und Bestand hin durchleuchtet.
Am Donnerstagabend hat die Ascore Das Scoring GmbH ihr aktuelles „LV-Unternehmens-Scoring“ veröffentlicht. Elfmal wurde die Höchstnote vergeben, bei 15 Testkandidaten änderte sich im Vergleich zum Vorjahr die Bewertungsnote (VersicherungsJournal 9.10.2026).
Zur Methodik
Bei dem Scoringverfahren wird für jedes Kriterium, bei dem eine selbst definierte Benchmark inklusive Toleranz erfüllt ist, ein Punkt vergeben. 1,0 Zähler gibt es „bei Überschreiten (oder Erreichen) der Benchmark innerhalb der einfachen Toleranz. So ergibt sich insgesamt eine Gesamtpunktzahl, die auf sechs Kompasse umgelegt und in Kompassen dargestellt wird“, wird erläutert.
Wird diese Vorgabe nicht erreicht, aber die Messlatte mit doppelter Toleranz, so gibt es einen halben Punkt. Wird diese Messlatte verfehlt, gibt es keine Punkte. Das Unterschreiten einer Benchmark kann auch nicht durch ein Übererfüllen eines anderen Kriteriums kompensiert werden.
16 bewertungsrelevante Kennzahlen
Ausgewertet wurden Kennzahlen der erneut 57 (2024: 60) betrachteten Lebensversicherungsgesellschaften aus den Geschäfts- beziehungsweise SFCR-Berichten 2021 bis 2025 beziehungsweise 2023 bis 2024. Für die Bewertung wurden daraus 16 Kennzahlen aus den Bereichen Erfahrung, Sicherheit, Erfolg und Bestand herangezogen:
- verwaltetes Vermögen (Kapitalanlage inklusive FLV),
- Eigenmittelquote gemäß GDV (Drei-Jahres-Durchschnitt),
- Quote der festgelegten RfB (Drei-Jahres-Durchschnitt),
- Quote der freien RfB (inklusive SÜAF, Drei-Jahres-Durchschnitt),
- Bewertungsreservequote (Drei-Jahres-Durchschnitt),
- Solvabilitäts-Quote II (Netto-SCR-Quote, Drei-Jahres-Durchschnitt),
- Solvabilitäts-Quote II mit Volatilitätsanpassung (sofern vorhanden, Drei-Jahres-Durchschnitt),
- Ergebnisquote (Drei-Jahres-Durchschnitt),
- Gewinnzuführungsquote (RfB und Direktgutschrift, Drei-Jahres-Durchschnitt),
- Überschussquote nach MindZV (Drei-Jahres-Durchschnitt),
- Abschlusskostenquote (Fünf-Jahres-Durchschnitt),
- Verwaltungskostenquote (Fünf-Jahres-Durchschnitt),
- Modifizierte Nettoverzinsung (unter Berücksichtigung von Sondereffekten aufgrund der Zinszusatzreserve, Drei-Jahres-Durchschnitt),
- Veränderung der laufenden Beiträge (Drei-Jahres-Durchschnitt, berechnet nach interner Formel),
- Wachstumsquote Neugeschäft (Drei-Jahres-Durchschnitt, berechnet nach interner Formel) und
- Anteil Verpflichtungsvolumen mit Rechnungszins von über 1,57 Prozent (2025; in Prozent).
Wie üblich wurden die Benchmarks an die Marktentwicklung angepasst. Eine Modifikation an den Bewertungsparametern haben die Analysten bei der Auflage vor drei Jahren vorgenommen. Seinerzeit wurde die „Sicherungsbedarfsquote“ (Sicherungsbedarf gem. § 139 (4) VAG im Verhältnis zu der Deckungsrückstellung) durch die „Überschussquote nach MindZV“ ersetzt (8.12.2023).
Neben den 16 vorgenannten, für das Ergebnis der Bewertung maßgeblichen Faktoren werden im Rahmen des Vergleichs zahlreiche weitere Kennzahlen „außer Konkurrenz“ mitgeliefert.
Von „herausragend“ bis „schwach“
Die nach dem oben beschriebenen Strickmuster vergebenen Punkte werden zusammenaddiert und auf eine sechsstufige Notenskala umgelegt. Bestenfalls sind sechs Kompasse zu erreichen („herausragend“).
Fünf der Richtungsanzeiger bedeuten „ausgezeichnet“, vier davon „sehr gut“ und drei davon „gut“. Zwei Kompasse entsprechen einer „ausreichenden“ Bewertung, während ein Richtungsanzeiger „schwach“ bedeutet.




