So hat Morgen & Morgen die Lebensversicherer bewertet

13.10.2026 – Im jetzt veröffentlichten Rating LV-Unternehmen 2026 hat Morgen & Morgen die Testkandidaten auf 13 unterschiedlich gewichtete Kennzahlen (meist in einer Fünfjahresbetrachtung) aus drei Teilbereichen hin durchleuchtet. Im Segment „Erfolg“ wurden sechs, im Bereich „Sicherheit“ fünf und im Teilrating „Bestand“ zwei Kennzahlen berücksichtigt.

Am Dienstag hat die Morgen & Morgen GmbH ihr aktuelles „Rating LV-Unternehmen“ veröffentlicht. 15 Mal wurde die Höchstnote vergeben, drei Gesellschaften sind nur „schwach“ (VersicherungsJournal 13.10.2026).

Datenbasis der Untersuchung

Die Analysten haben auf die vor drei Jahren umfangreich überarbeitete Bewertungssystematik zurückgegriffen (20.10.2022). Nach eigenen Angaben werden im Rahmen des Ratings diejenigen deutschen Lebensversicherer berücksichtigt, „die eine HGB-Bilanz erstellen, Neugeschäft schreiben und seit mindestens sechs Jahren am Markt sind“.

Untersuchungsgrundlage sind öffentlich zugängliche Informationen „aus den Geschäftsberichten der jeweiligen Gesellschaften, aus der Veröffentlichung zu den Daten zu der Beteiligung der Versicherten an den Erträgen gemäß § 15 Mindestzuführungs-Verordnung und aus den Solvency II-Berichten“. Die Kennzahlen (mit Ausnahme der SCR-Quoten) werden über die letzten fünf Bilanzjahre betrachtet, aktuell von 2021 bis 2025.

13 Kennzahlen der Lebensversicherer aus drei Bereichen

Das Rating besteht aus einer Gesamtbewertung und den drei Teilratings Erfolg, Bestand und Sicherheit.

In das Teilrating „Erfolg“ gehen sechs Kennzahlen ein, in das Teilrating „Sicherheit“ fünf und in das Teilrating „Bestand“ zwei Kennzahlen. Das Teilrating „Bestand“ besitzt zehn Prozent Gewichtung für die Gesamtwertung, die beiden anderen Teilratings je 45 Prozent.

Verfahrensschema (Bild: M&M)
(Bild: M&M)

So werden die Kennzahlen bewertet

Zur Methodik wird mitgeteilt, dass bei der Auswertung der Unternehmensdaten vielschichtige Faktoren wie etwa Wechselwirkungen der Bilanzkennzahlen berücksichtigt würden. „Jedes Teilrating berechnet sich aus Punktzahlen, die für die einzelnen Kennzahlen des Teilratings vergeben werden. […]

Für jedes Bilanzjahr und jede Kennzahl werden Benchmarks definiert, die zum Erreichen der Punktestufen von Null bis 100 in Zehn-Punkte-Schritten notwendig sind“, wird erläutert. Jeder Testkandidat erhalte somit für jede Kennzahl für jedes Jahr zwischen null und 100 Punkte. Um Marktschwankungen zu berücksichtigen, werden die Benchmarks im Zeitverlauf angepasst.

In einem nächsten Schritt werden die nach obigem Muster vergebenen Zähler pro Kennzahl und pro Bilanzjahr zu einem Punktwert pro Kennzahl verdichtet, wobei die „jüngeren“ Jahre stärker gewichtet werden als weiter zurückliegende Jahre.

Fünfstufige Skala

Die so ermittelten Scorewerte werden dann zu einer Gesamtpunktzahl pro Teilrating aggregiert und auf eine fünfstufige Bewertungsskala übertragen. Fünf Sterne bedeuten dabei „ausgezeichnet“, vier der Himmelskörper „sehr gut“ und drei „durchschnittlich“. Testkandidaten mit zwei Sternen sind „schwach“, während ein Stern „sehr schwach“ bedeutet.

Das Gesamtrating werde in einem weiteren Schritt anhand der jeweiligen Gewichtungen aus den Ergebnissen der Teilratings ermittelt. Durch Rundung erhalte man das Ergebnis des Gesamtratings auf der oben angeführten Ratingskala. Weitere Details zur Methodik können in der „M&M Rating LV-Unternehmen 2026 Dokumentation“ (PDF, 184 KB) nachgelesen werden.

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